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pm 005-03-12-03-02 12. März 2002

Kosten sparen dank PolyGIS

IT-Lösung ermöglicht Kostensenkung im Straßenbau

Leipzig/Hannover, 13. März 2002. Die Leipziger IAC mbH präsentiert zur CeBIT 2002 eine neue IT-Lösung zur Kostensenkung im Straßenbau. Mit der neuen Softwarefachschale PolyGIS-KSIB ist es möglich, dass Kommunen ihre Straßen bereits am Rechner begutachten können und eine optimierte Planung zur Sanierung bzw. zum Straßenneubau realisierbar wird.

Unterwegs auf Deutschlands Straßen. Jeder kennt das Phänomen, dass der Zustand der Straßen oft von Kommune zu Kommune unterschiedlich ist. Dies liegt daran, dass die Straßen ein teures Pflaster sind und die Instandhaltung oft die Kommunen an den Rand der finanziellen Belastbarkeit bringen. So sind die Straßen reicher Kommunen sehr oft besser als diejenigen der eher finanziell karger ausgestatteten Träger. Dies muß nicht sein, denn schließlich sind Straßen sowohl Imageträger als auch Ausdruck für die Erreichbarkeit, den Erschließungsgrad und die Lebensqualität im jeweiligen Einzugsgebiet.

Mit dem neuen IAC-Produkt PolyGIS-KSIB ist es jetzt möglich, die Aufwendungen für den Bau und die Sanierung von Straßen so genau wie möglich zu qualifizieren und zu quantifizieren, so dass selbst für die ärmsten Kommunen eine optimale Straßeninstandhaltung denkbar ist.

PolyGIS-KSIB steht dabei für eine neue Fachschale des im Kommunalbereich mit führenden Geoinformationssystems PolyGIS, mit dem sich Geodaten jeglicher Art in Wert setzen lassen. Im Zentrum der neuen IT-Anwendung für Kommunen und Straßenträger steht die sogenannte "Kommunale Straßeninformationsdatenbank KSIB". In dieser Datenbank, die für jede Kommune von den Leipziger Spezialisten separat aufgebaut wird, sind alle Daten zum Straßennetzzustand, der Straßennetzentwicklung und der Straßennetzbewertung enthalten.

Mit Hilfe der neuen Fachschale PolyGIS-KSIB können diese Daten verwaltet, analysiert und auf kartographischer Grundlage visualisiert werden, so dass die Straßenbegutachtung und die Sanierungs- und Instandsetzungsplanung auf konkreter Datengrundlage entwickelt werden kann.

Doch wie gelangt man zu dieser umfangreichen Datenbank?
Die Voraussetzung für die GIS-gestützte Erfassung von Straßeninformationen ist die graphische Darstellung des Straßennetzes. Diese Aufgabe wird durch Dienstleister realisiert, die das Straßennetz auf Basis der bereits in der Kommune verfügbaren Geodaten (Topographische Karten, ATKIS- oder ALK- Daten, Digitale Stadtgrundkarte, Stadtpläne etc.) aufnehmen. Für die Bildung der Netzstruktur stellen die bundeseinheitlichen Vorgaben der ASB (Anweisung Straßendatenbank) die fachliche Grundlage dar. Das Straßennetz wird in Straßenabschnitte und Netzknoten gegliedert. Das so entstandene gegliedert erfaßte Straßennetz der Kommune wird im Programm Po-lyGIS implementiert und steht somit für Auswertungen zur Verfügung.

Inhalte der kommunalen Straßeninformationsbank
Nach der graphischen Erfassung des Straßennetzes erfolgt die Aufnahme von Sachinformationen. Dazu zählen z.B. Verwaltungsdaten (Widmungen, Baulasten), Inventardaten (Bäume, Masten, Nebenanlagen, Bauwerke) und Querschnittsdaten (Material und Breite der Fahrstreifen, Gehwege etc.).

Diese Informationen werden durch Videobefahrung aufgenommen, ausgewertet und in die PolyGIS-Fachschale KSIB eingelesen. Die Sachdaten, der in der Karte erfassten Netzknoten und Abschnitte, können somit jederzeit abgefragt und beispielsweise als Bericht ausgewertet werden. Des weiteren sind die bei der Kamerabefahrung aufgenommenen Bilder abrufbar, so dass sich jeder Mitarbeiter der Stadtverwaltung über die Situation vor Ort am PolyGIS-EDV-Arbeitsplatz informieren kann.

Messtechnische Zustandserfassung und Auswertung
Aufbauend auf den vielen schon vorhandenen Information kann die "Kommunale Straßeninformationsbank" zusätzlich mit Straßenzustandsdaten aufgewertet werden. Dazu erfolgt mittels Befahrung eine umfangreiche messtechnische Zustandserfassung.

Zunächst werden bis zu 150 Einzelwerte als objektive Tatsachen erfasst. Mögliche Zustandsgrößen können z.B. Längs- und Querneigung, Krümmung, Risse, Flickstellen sowie die mittlere und maximale Spurrinnentiefe jeweils für beide Fahrbahnseiten sein. Aus den Einzelwerten werden durch Normierung Zustandswerte abgeleitet, wie z.B. Längsebenheit (Mittel- und Maximalwert), Querebenheit (Spurrinnentiefe, fiktive Wassertiefe) und der Zustand der Oberfläche (Zustandswerte für Flicken, unregelmäßige Flicken, Längs- und Querrisse Eckabbrüche). Durch die Verknüpfung von Zustandswerten werden der Substanzwert und Gebrauchswert und letztlich der Gesamtwert ermittelt.

Der Berechnungsalgorithmus beruht auf gesetzlichen Grundlagen. Die Berechnung kann aber zusätzlich Zielwerte, Warnwerte und Schwellenwerte als variable Werte, die sich auf einzelne Messgrößen beziehen, berücksichtigen. Damit ist die Festlegung des Wertmaßstabs in Abhängigkeit von den lokalpolitischen Zielen möglich.

Die graphische Datenauswertung gibt zum Schluß einen Überblick über die räumli-che Verteilung der Straßenzustände.

Besuchen Sie die IAC mbH auf der CeBIT 2002. Pavillons an der Halle 11, ENAC europe, Pav. B, 1. OG., Stand 386-387.

Download Pressemitteilung 005-03-12-03-02

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