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pm 05_07 21. Mai 2007

Gesetzesänderung für Stromversorger: POLYGIS erweitert Fachanwendung Elektro

Wider ein zweites Blackout

Dieser Tag wird den rund 15 Millionen EU-Bürgern noch lange in Erinnerung bleiben: Es war der 4. November 2006, als die Stromabschaltung eines Netzbetreibers halb Europa verdunkelte. Auf der Grundlage einer Gesetzesänderung fordert die Bundesnetzagentur nun strengere Auflagen, die auch alle lokalen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland betreffen. Denn mit In-Kraft-Treten des novellierten Gesetzes sind Betreiber von Versorgungsnetzen verpflichtet, der Bundesnetzagentur Versorgungsausfälle zu melden. Als Hersteller des führenden kommunalen Geoinformationssystems POLYGIS reagieren die SWBB GmbH und die IAC mbH mit einer Weiterentwicklung der Fachanwendung Elektro frühzeitig auf die neue Bedarfslage. Neben dem umfangreichen Netzmanagement schafft die Fachanwendung in Kürze einen weiteren wertvollen Zusatznutzen: Auf Knopfdruck kann die von der Bundesnetzagentur geforderte Ausfallstatistik schnell und einfach generiert werden.

"In Deutschland haben wir im Durchschnitt Ausfallzeiten von knapp 23 Minuten pro Kunde und Jahr - in England ist die Ausfallzeit dreimal höher", so Eberhard Meller vom Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW). Und dennoch waren am 4. November 2006 weite Teile Deutschlands von der Abschaltung einer Höchstspannungsleitung über der Ems und dem Ausfall weiterer Leitungen betroffen. Als Reaktion auf den europaweiten Stromausfall fordert die Bundesnetzagentur nun von Netzbetreibern und lokalen Energieversorgungsunternehmen die Sicherheit der Versorgung ein und erteilte hierzu strengere Auflagen. So müssen die Betreiber ihre Kooperation und Kommunikation - etwa Informationen über zu erwartende Engpässe und tatsächliche Ausfallzeiten - untereinander verbessern.

"Dank der etablierten POLYGIS-Nutzergruppen können wir eine maximale Flexibilität garantieren. Wir sind immer nah an unseren Kunden und können auf die spezifischen Bedürfnisse unmittelbar reagieren", so Lothar Bubel, Geschäftsführer der SWBB GmbH. "Die Weiterentwicklung der POLYGIS-Fachanwendung erfolgt derzeit in Zusammenarbeit mit der Nutzergruppe Energieversorgung, die sich aus Energieversorgungsunternehmen und Dienstleistern zusammensetzt."

Auf Basis des vielfach bewährten GI-Systems POLYGIS können mit Hilfe von POLYGIS-Elektro alle im Bereich der Dokumentation und Analyse von Stromnetzen anfallenden Aufgaben in einer echten Multinutzer- und Netzwerkumgebung optimal bearbeitet werden. Ob Stationen, Umspannwerke, Kabelverteiler oder Zähler - unterschiedlich kombinierbare Auswertungsmöglichkeiten der Netzdaten liegen sowohl in grafischer Kartenform als auch in Form von Sachdaten in einer Datenbank vor. Somit bietet die Fachanwendung Elektro eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit. Die auf dieser Grundlage erfolgende Bestandsdokumentation gewährleistet darüber hinaus sowohl Versorgungsunternehmen als auch öffentlichen Stellen ein hohes Maß an Rechtssicherheit, beispielsweise bei Schadenersatzpflichten oder strafrechtlicher Verfolgung.

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