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Bonn, den 09. Dezember 2008

Navigation nutzt!

Lkw-Navigation hat jedoch spezielle Anforderungen

Bonn, den 09. Dezember 2008: Vor einiger Zeit befragte der ADAC deutsche Gemeinden, die "Verkehrsprobleme durch den massenhaften Einsatz von Navigationsgeräten" beklagten. Diese Probleme würden - so die Studie - mehrheitlich durch fehlgeleitete Lkw (95%) verursacht, welche sich in Wohngebieten verirrten, unter Brücken stecken blieben etc. Allerdings wäre es fatal, wenn daraus in der öffentlichen Darstellung des Themas der Eindruck entstünde, dass Navigation mehr schadet als nützt. Sie ist unbestreitbar ein wesentlicher Faktor zur Gewährleistung der Mobilität auf unseren Straßen. Es zeigt sich allerdings auch, dass nur professionelle Lkw-Navigationstechnologie in der Lage ist, die komplexen Geschäftsprozesse der Transport- und Logistikbranche zu optimieren und so auch die Verkehrsbelastungen durch Lkw zu verringern.

Die Zunahme von Lkws auf innerörtlichen Straßen wird durch die Lkw-Maut und die zunehmenden Warenströme auf deutschen Straßen verursacht: Lkw sind im Lieferverkehr unverzichtbar, und es ist angesichts des aktuellen Kostendrucks auf die Speditionen nur verständlich, dass ein Spediteur eine kostenfreie Route einer kostenpflichtigen vorzieht. So kommen mehr und mehr Lkw in die Innenstädte. Navigationssysteme helfen hier in erster Linie, Verkehrsprobleme zu mindern: Sie vermeiden Umwege und helfen bewiesenermaßen, auf deutschen Straßen Lkw-Kilometer zu reduzieren. Genau hier liegt ja auch ihr betriebswirtschaftlicher Nutzen: Unternehmen, die in professionelle Lkw-Navigationssysteme - im Idealfall als Komponente eines integrierten Flottenmanagements - investieren, tun dies nur aufgrund nachweisbarer Ressourceneinsparung. Daraus folgt, dass es ohne Navigation in jedem Fall deutlich mehr Lkw und damit auch deutlich mehr Verkehrsprobleme in deutschen Innenstädten gäbe.

Es versteht sich allerdings auch, dass nur ausgereifte, speziell auf die Bedürfnisse des Transportwesens ausgerichtete Lkw-Navigationstechnologie die in der ADAC-Studie erwähnten Probleme vermeidet. Erforderlich ist eine echte Truck-Navigation, welche die Lkw-spezifischen Begrenzungen nach Höhe, Breite, Gewicht und Achslast bereits in der Routenberechnung berücksichtigt. Diese bietet die infoware-Navigationssoftware maptrip, die bereits in Endgeräten und Lösungen zahlreicher namhafter Partner verwendet wird, standardmäßig - einzugeben ist lediglich das Lkw-Profil und die Zieladresse.

Grundvoraussetzung für eine Lkw-Navigation, die das Fahrzeug nicht ins Wohngebiet oder unter die gesperrte Brücke führt, sind entsprechend qualifizierte Straßendaten, in denen die Lkw-spezifischen Beschränkungen tatsächlich aktuell erfasst sind. Diese werden von den beiden großen Kartenanbietern Tele Atlas und NAVTEQ bislang noch nicht flächendeckend angeboten. Die Kommunen hier als Datenlieferanten einzubinden, erscheint wenig praktikabel, denn die Gemeinden verfügen weder über die erforderlichen Ressourcen noch über entsprechende Kompetenzen.

Für Thomas Schulte-Hillen, Geschäftsführer der infoware, ist angesichts der Datenlage vor allem die Kreativität der Anbieter von Navigationssoftware gefragt: "Viele Probleme mit der Kartenabdeckung lassen sich durch entsprechend intelligente Algorithmen und Zusatzfunktionen ausgleichen: So vermeidet maptrip Wendemanöver soweit als möglich und berechnet die Routen so, dass die Zielführung weitgehend über übergeordnete Straßennetze erfolgt. Lokale Straßen werden nur einbezogen, wenn das Ziel tatsächlich dort liegt. Dies sind nur Beispiele, die jedoch unseres Erachtens zeigen: Gute Lkw-Navigation vermeidet Verkehrsprobleme."

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