01/2000

Online-Kundenzeitschrift der
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PolyGIS bringt Geodaten ins Internet

Ein Internet-Server und ein CD-Mastertool ermöglichen jetzt einen leichteren Zugriff auf die wertvollen Geodaten und ihre breite Vermarktung.

Das Geografische Informationssystem PolyGIS bietet seinen Nutzern künftig dadurch mehr Möglichkeiten, die aufwendig erfassten Geodaten zu verwerten. In der Version 8.0, die im September frei gegeben wurde, ebnen neue Module den Weg ins Internet und auf CD-ROM. So erlaubt es der neue PolyGIS-Internet-Server, digitale Karten (z.B. Stadtpläne) und die damit verknüpften Daten ohne weitere Bearbeitung oder Einschränkungen ins Internet zu stellen. Dabei lassen sich mit den üblichen Programmiersprachen auch Abfragefunktionen in den Internetauftritt einer Stadt oder eines Unternehmens einbauen.

Ein kleines Zusatzprogramm vereinfacht den direkten Zugriff auf die Geodaten im Intranet. Durch den sehr schnellen Internet-Server werden die wertvollen Geodaten einem breiteren Kreis von Nutzern zugänglich. Das bringt Verwaltungsmitarbeitern, Ingenieurbüros und anderen Unternehmen und Institutionen eine erhebliche Zeitersparnis. Mittels gekoppelter e-Commerce-Lösung kann die Verwaltung über Zugangsgebühren auch Einnahmen erwirtschaften.

Mit einem weiteren PolyGIS-Modul lassen sich nun aus vorhandenen Geodaten eigene Präsentations-Produkte auf CD-ROM herstellen. Das integrierte Präsentationsprogramm stellt geringe Hardware-Anforderungen und schützt die verwendeten Geodaten vor unerlaubter Nutzung. Stadtverwaltungen können mit dem CD-Mastertool ohne großen Aufwand aus dem vorhandenen PolyGIS-Datenbestand ihre CD-Rom beschreiben und vermarkten. Mögliche Anwendungsfelder sind Flächennutzungs- und Bebauungspläne, Baulücken- oder Gewerbegebietskataster für interessierte Investoren. Darüber hinaus kann eine ganze Region auf diese Weise touristisch präsentiert werden. Das Mastertool ist dafür ausgelegt, auch werbliche Elemente in die Gestaltung der CD-Rom zu integrieren.

Mit den beiden neuen Modulen bietet die PolyGIS-Software alle Voraussetzungen, um Geodaten nicht nur aufzubereiten, zu gestalten und zu pflegen, sondern aus ihnen auch "auf Knopfdruck" vielfältige Informationsprodukte herstellen zu können. Dabei gewährleistet die Version 8.0 auch weiterhin den bekannten schnellen Zugriff auf die Daten, eine leistungsfähige grafische Attributierung und Schnittstellen zu allen anderen gebräuchlichen GIS-Programmen.

Neues Datenausgabeformat der ALK in Sachsen

Das Landesvermessungsamt Sachsen hat alle Voraussetzungen geschaffen, ALK-Daten im EDBS-Format auszuliefern. In allen Ämtern wurde die notwendige Technik bereitgestellt, die Bearbeiter sind geschult und haben mit der Umstellung begonnen.

Es liegt nun im Ermessen der einzelnen Katasterämter, entsprechend der örtlichen Dringlichkeit, die Reihenfolge der Umstellung der einzelnen Kommunen festzulegen. Mit der Umstellung auf das EDBS - Format ist es auch in Sachsen möglich, Differenzdaten für den Fortführungsfall zu bekommen. Dies bedeutet, die erste Lieferung vom LVA beinhaltet den Gesamtbestand der Daten. Gleichzeitig mit dieser Lieferung wird die Kommune in die Beziehersekundärnachweisdatenbank aufgenommen. Ausführliche Informationen dazu können Sie sich gern von unserer Internetseite abrufen. Hier finden Sie auch den ausführlichen OBAK und OSKA (Objekt-Schlüssel-Katalog).

  • Die ALK-Folgelieferungen enthalten nur noch die Erweiterungen und die Aktualisierungen
  • Aktualisierte Objekte werden im GIS mit dem Datum der Aktualisierung archiviert
  • Darüber hinaus werden Flurstücke und Gebäude als Flächen mit einem Objektnamen geliefert
  • Bei Flurstücken ist dies der Flurstücksschlüssel, der die automatische Verknüpfung zu den ALB - Daten der Liegenschaftsverwaltung realisiert
  • Der Aufbau des Flurstücksschlüssels ist sachsenspezifisch
  • Die EDBS - Schnittstelle ist auf diesen Schlüssel vorbereitet
  • Die Testdaten vom Landesvermessungsamt konnten vollständig in PolyGIS ohne Probleme übernommen werden
  • Die Anwender, die bisher mit der SQD-Schnittstelle arbeiten, die in der Vergangenheit zur ALK-Übernahme nötig war, können diese jetzt gegen die neue EDBS-Schnittstelle umtauschen
  • Auch unsere Partner, die ihre Liegenschaftsverwaltungen mit PolyGIS gekoppelt haben, sind auf die neue Form der ALK-Datenübernahme vorbereitet