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Mit PolyGIS ins Internet
Heute ist es kaum noch vorstellbar das es einmal eine Zeit vor dem Internet gegeben haben könnte. Doch tatsächlich: noch vor sieben Jahren hielten die meisten das Internet wohl für einen internationalen Geheimbund für IT-Freaks. Die Zeiten haben sich gründlich geändert, denn heute ist das Internet aus dem täglichen Leben von Millionen von Menschen nicht mehr wegzudenken. Zwar dominiert im Internet immer noch das Informations- und Konsumbedürfnis, doch mehr und mehr wird das world wide web auch zur Business Plattform. Selbstverständlich das auch die GIS-Industrie ihre Technologien zu internetfähigen Lösungen weiterentwickelt hat.
Seit fast zwei Jahren steht die PolyGIS-Internet-Technik zur Verfügung, doch trotzdem gibt es bisher nur wenige Fälle, in denen PolyGIS-Anwender die Internet-Technik auch wirklich nutzen. Warum ist das so?
Die Gründe für dieses Phänomen, das übrigens in der gesamten GIS-Welt gleichermassen zu beobachten ist und nicht nur auf die PolyGIS-Nutzergemeinde beschränkt ist, sind sicher vielfältig, doch im wesentlichen sind es wohl zwei Hauptaspekte, die dafür Erklärungen sein können, das GIS-Nutzer den Weg ins Internet bislang nur selten gefunden haben.
Zum einen ist in den Reihen der Anwender eine deutliche Unsicherheit und Intransparenz vorhanden. Vor allem bei der Antwort auf die Frage, wozu man eigentlich mit den Geodaten ins Internet gehen sollte, herrscht oft Ratlosigkeit. Neben fehlenden Vorstellungen für die Vorteile bei der Nutzung des Internets sind es oft auch Unwissenheit in punkto Datensicherheit und den notwendigen technischen Anforderungen.
Zum anderen verfügen leider heute immer noch viele kommunale Anwender nicht über einen eigenen direkten Internet-Zugang und kennen daher oft den Netzauftritt ihrer eigenen Kommune nicht. Wie sollen in diesem Umfeld Ideen zur Internetnutzung im GIS-Bereich reifen? Oft fehlt es aber auch an Anregungen und Beispielen von außen. Dies soll jetzt mit dem vorliegenden Beitrag geändert werden. Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen folgende Fragen:
- Was kann man überhaupt im Internet machen?
- Wie geht man ins Internet?
- Was geht sofort?
- Was bringt der Weg ins Internet?
1. Was kann man überhaupt im Internet machen?
Ein Beispiel für fehlende konkrete Vorstellungen zum Thema Internet könnte folgende Geschichte liefern. Als es den PolyGIS-Internetserver noch nicht gab, fragte eine PolyGIS-Anwender-Kommune sehr drängend und nachhaltig nach dieser Technik. Es klang die Sorge an, ob man sich denn für die richtige Softwareplattform entschieden habe, denn schließlich wurde man bereits von einigen anderen GIS-Anbietern sehr intensiv mit den dort vorhandenen technologischen Möglichkeiten konfrontiert.
Schließlich kam der Tag, an dem auch IAC zeigen konnten, das man mit PolyGIS ins Internet gehen kann. Seitdem ist zwar schon viel Zeit vergangen, allerdings die Anwender-Kommune von damals weiss bis heute immer noch nicht, was man im Internet eigentlich machen will. Also, was lernt man daraus: vor der technischen Möglichkeit ist stets das "Warum" einer Aufgabe das Entscheidende. Und da scheint es im Vordenken größere Engpässe zu geben als auf Seite der technischen Bereitstellung von Lösungen. Heute kann die GIS-Technologie bereits als so ausgereift betrachtet werden, dass fast jede Anwendung im Internet möglich und denkbar ist. Doch wie immer sollte vor der Auseinandersetzung mit der Technologie ein Konzept zur Nutzung vorhanden sein.
Was kann man überhaupt mit PolyGIS im Internet machen?
Es lohnt in der Betrachtung stets in einer offenen Internetnutzung und einer geschlossenen Intranetlösung zu unterscheiden.
Im Gegensatz zum offenen und für jedermann frei zugänglichen Internet bedeutet das Intranet im wesentlichen die Einschränkung auf einen festen Benutzerkreis. So können zum Beispiel alle Mitarbeiter einer Stadtverwaltung zu einem Intranetnutzerkreis zusammengefaßt werden. Dabei ist der Serverstandort eigentlich egal. Diesem festen Benutzerkreis können zum Beispiel die im GIS erstellten Karten und Pläne verfügbar gemacht werden. So können alle Mitarbeiter mit einem Standardbrowser (Microsoft Internetexplorer, Netscape Navigator, o.ä.) auf die Karten und Pläne, die es im PolyGIS gibt, lesend zugreifen, ohne das sie selbst eine PolyGIS-Lizenz auf ihrem Rechner benötigen oder irgend eine GIS-Funktionalität kennen müssen.
Das Angebot an Karten und Pläne kann so aufbereitet werden, das keiner der Informationsanwender wissen muss, was eine Ebene ist bzw. wo und wie man diese ein oder ausschalten muss. Kurz und gut: Einfache Handhabung mit maximalem Informationsgehalt. Die Vorteile? Nun, jeder kann sich über das, was die GIS-Spezialisten im Hause bisher geleistet haben, ganz leicht informieren, ohne selbst zum GIS-Experten werden zu müssen. Mit dieser freien Informationsverfügbarkeit entstehen in einer Kommune oft vollkommen neue Anwendungsbereiche. Komplexe Daten und Karten müssen nicht mehr wie bisher an Expertenarbeitsplätzen aufbereitet und dargestellt werden, sondern können im Bedarfsfalle an jedem beliebigen Computerarbeitsplatz leicht abgerufen werden. Dies schafft neue Transparenz und fördert den Diskussionsprozess betriebsintern nachhaltig. Ein Beispiel: Der Bebauungsplan ist nicht mehr nur auf die Nutzung im Planungsamt beschränkt, sondern auch im Bauamt oder Vermessungsamt kann der Plan bequem und schnell zur Beantwortung einfacher Fragen auf den Bildschirm gerufen werden, ohne das ein GIS-Experte anwesend sein muss. Selbst der Bürgermeister kann schnell und unproblematisch jederzeit rund um die Uhr Pläne sehen, die neuesten Luftbilder der Kommune anschauen oder etwa die ALK betrachten, ohne das er mehr braucht, als einen PC und eine Verbindung zum kommunalen Intranet. Einfacher geht es nicht. Natürlich sind auch Sachdaten auf Kartengrundlage darstellbar.
Der jeweilige Intranetauftritt ist durch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten exakt auf die Bedürfnisse und Nutzungsanforderungen zuschneidbar. Dies vermeidet die Informationsüberfrachtung und schützt auch vor der Komplexitätsfalle, da der Auftritt wirklich so gestaltet werden kann, dass kein Bedienungs- und Datenwissen nötig ist und das er allen Beteiligten bei der Nutzung Spass macht, eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Akzeptanz des Angebotes.
Im Gegensatz zum geschlossenen Intranet eignen sich viele Inhalte und Informationen jedoch auch zur Darstellung für die breite Öffentlichkeit im Internet. Hier ist nunmehr keine Zugangs- oder Benutzerbeschränkung erforderlich. Eines dieser vielfach nachgefragten Themen ist zum Beispiel die Darstellung der Kommune auf einem Stadtplan im Internet. Grundsätzlich eigenen sich zur Internetdarstellung alle kartographischen Themen und Inhalte, die eine öffentliche Präsentation erfordern bzw. die Transparenz beim Bürger erhöhen können. Ein Beispiel hierfür ist etwa der Flächennutzungsplan (FNP). Die öffentliche Darstellung eines solchen Planwerkes ist im Internet kein Problem mehr. Zur Präsentation im Internet muß lediglich der Ort der Darstellung im kommunalen Internetauftritt definiert werden. Die Daten werden funktions- und darstellungsgemäß aufbereitet und vom Server aus mit der Internetadresse verlinkt. Und schon kann der Internetnutzer die Pläne am heimischen Rechner bequem betrachten.
2. Wie geht man ins Internet?
Nachdem festgelegt wurde, mit welchen Themen begonnen werden soll und mit welcher Lösung der Schritt ins Netz gegangen werden soll, kommt der Weg in die Technik. Dabei sind die Beantwortung der Fragen welche Themen stellt man ins Internet, wie ist das Thema hausintern untersetzt, wie werden diese Themen gestaltet (Funktionell, Oberfläche) und geht man zu einem Provider oder betreibt man den Internet-Server selbst von großer Bedeutung. Bei all diesen Fragestellungen leistet die IAC mbH wichtige Hilfestellungen und berät die PolyGIS-Nutzer.
3. Was geht sofort?
Um den Einstieg ins Internet zu erleichtern, bietet die IAC mbH ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. Alle, die noch keine konkreten Vorstellungen für die Internetnutzung ihrer GIS-Projekte erarbeitet haben, können bei IAC einen Test mit ihren eigenen Daten durchführen. IAC bereitet diese Testdaten auf und stellt sie nach Abstimmung stundenweise im Internet dar. Dies verschafft einen ersten Eindruck über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und hilft, die eigenen Anwendungsideen in Konzepte zu überführen.
Aus dieser ersten Testphase kann sich dann die zweite Stufe entwickeln: IAC bereitet als Provider dauerhaft die Geodaten auf und stellt diese dann als Intranetlösung zur Verfügung. Damit können alle Mitarbeiter Zugang zu den gewünschten Daten erhalten, so dass alle in der Organisation ausgiebig testen und ausprobieren können.
Als nächste Stufe können dann konkrete Arbeitsverfahren vom Betrieb im LAN auf Internet umgestellt werden.
4. Was bringt der Weg ins Internet?
Neben erheblichen finanziellen Vorteilen durch Einsparungen im Software und Hardewarebereich ist vor allem der erhebliche Image- und Transparenzgewinn von entscheidender Bedeutung. Durch die Darstellung von Geodaten im Intra- oder Internet kommen neue Nutzerkreise in den Genuß von Informationen, die ihnen ohne eine derartige Präsentation verschlossen blieben. Dies erleichtert die Kommunikation untereinander und ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit.
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