|
|
01/2003
Online-Kundenzeitschrift der
Ingenieurgesellschaft für angewandte
Computertechnik mbH, Leipzig
powered by LANDSCAPE GmbH
|
 |  | |
|
|
|
Landtagswahl in Rüsselsheim

Abb.1: Gäste verfolgen die Ergebnisse der hessischen Landtagswahl im Rüsselsheimer Rathaus
|
In der Stadtverwaltung des hessischen Rüsselsheim ist es Tradition bei Wahlen die Ergebnisse in der Rotunde des Rathauses auf Bildschirmwänden zu präsentieren. Mitarbeiter der Stadt, die lokale Politprominenz und alle interessierten Bürger machen davon regen Gebrauch und trafen sich so nach der Bundestagswahl 2002 und auch am 2. Februar 2003 anlässlich der Landtagswahl, um die Ergebnisse gemeinsam zu verfolgen (siehe Abbildung 1).
Im Rathaus werden dann jeweils eine Bildschirmwand mit dem Fernsehprogramm und mehrere mit den Diagrammen aus dem Computerprogramm "PC-Wahl" gezeigt. Darüber hinaus gibt es eine zusätzliche Bildschirmwand, die eine PolyGIS-Karte mit den Wahllokalen und den zu Gruppen zusammengefassten Wahlbezirken präsentiert. Auf dieser Karte sind vor der Auszählung alle Stadtteile papyrus-weiß gefärbt. Jedesmal wenn alle Wahllokale eines Stadtteiles ausgezählt vorliegen, nimmt der Stadtteil die Farbe der Sieger-Partei an. So sieht man, welcher Kandidat und welche Partei in dem jeweiligen Stadtteil die meisten Stimmen erhalten haben.
Bei der diesjährigen Landtagswahl in Hessen waren im Verlauf der Stimmenauszählung anfänglich für die Gäste zunächst die Diagramme mit dem kumulierten Gesamtergebnis interessant. Da sich aber das Ergebnis mit jedem ausgezählten Wahlbezirk weiter stabilisierte und Veränderungen sich nur noch im Nachkommastellenbereich auswirkten, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit zirka nach einer Stunde bis zum Schluss auf die Auswertung der Stadtteile in der PolyGIS-Karte. Somit wurde diese Karte das wirklich interessante Medium der Präsentation.
Anfänglich waren alle ausgezählten Bezirke schwarz. Ein Raunen ging durch die Menge, als der erste rote Stadtbezirk im traditionell eher sozialdemokratisch wählenden Rüsselsheim angezeigt wurde (siehe Abbildung 2).

Abb.2: PolyGIS-Karte zeigt Wahlergebnisse
|
Wie gut die PolyGIS-Karte ankam, zeigt auch die Tatsache, dass die Karte mit den Ergebnissen von vielen Besuchern fotografiert wurde, als der Auszählprozess zu Ende war.
Bei der Planung einer solchen Präsentation stellen sich die folgenden Fragen:
- Welche Vorbereitungen müssen getroffen
werden?
In der Stadt Rüsselsheim wurden mit Hilfe von PolyGIS und der Statistik-Fachschale sowie entsprechenden Auszügen aus den Einwohnerdaten die Wahlbezirke neu entworfen - direkt mit Unterstützung des Raumbezuges. Das geschah schon 2001. Der Einsatz der Statistik-Fachschale gestattet neben der Planung der Wahlbezirke auch die Speicherung der Historie der Wahlergebnisse verschiedener Wahlen.
- Wie bereitet man speziell das digitale Kartenwerk auf diese Aufgabe vor?
Der einfachste Weg: Die Wahlbezirke müssen mit der Fachschale verknüpft sein. Das kann man mit nur geringem Aufwand digitalisieren. Will bzw. muss man die Wahlbezirke im Vorfeld einer Wahl neu planen, ist es sinnvoll die Einwohner pro Gebäude (Straße/Hausnummer) aggregiert zu haben, um die Größe der Wahlbezirke und den Zusammenhang des Wahlbezirkes im Raum gegeneinander abwägen zu können.
- Was braucht man zur Präsentation der Wahlergebnisse?
Ein PolyGIS-Light (1.520,-Euro), die Statistik-Fachschale (3.500,-Euro) und das Modul zur Kopplung mit PC-Wahl (500,-Euro) sowie die Software PC-Wahl. Wer nur die Ergebnisse einer Wahl mit PolyGIS aus PC-Wahl heraus anzeigen möchte (ohne Neudesign der Bezirke und ohne Historie), kann mit einer gegenwärtig in Planung befindlichen Minimal-Lösung arbeiten.
Weitere Informationen bei der IAC mbH, Leipzig unter 0341/4912262
|
|