01/2007
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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POLYGIS-Update mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen
POLYGIS 9.8 – Was ist neu?
Die POLYGIS Version 9.8 ist da und befindet sich derzeit in der Auslieferung, entsprechende Einführungsworkshops wurden terminiert. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einen kompakten und einfachen Überblick über die zahlreichen Neuerungen geben, die sich in fünf Gruppen untergliedern lassen:

1. Interne Entwicklungen haben keine direkt sichtbaren Auswirkungen für den Anwender

2. Neue Funktionen

3. Administration verbessert wesentlich das organisatorische Umfeld des POLYGIS-Einsatzes

4. SuchCenter, ein Auswertetool, ermöglicht über die Grenzen von POLYGIS hinaus thematische Auswertungen von Datenbeständen, auch externen Sachdatenbeständen

5. Neue Module und Ausblick

1. Interne Entwicklungen Hier ist zunächst der nochmalige Performancegewinn zu erwähnen, der im Wesentlichen auf die Optimierung der Datenstrukturen zurückzuführen ist. Zudem können nun alle wesentlichen Fremdformate wie mif (Mapinfo), shp (Esri) und DXF (Autodesk) unmittelbar, d. h. ohne Konvertierung, eingelesen werden. Beim PMF-Import gibt es nun eine automatisierte Funktion, mit der Importe mit oder ohne Ebenenaustauschtabelle ermöglicht werden. 2. Neue Funktionen in POLYGIS Zahlreiche Verbesserungen, die sich in der täglichen Arbeit darstellen, sind aufgrund von Kundenanregungen durchgeführt worden.

Die wesentlichen sind im Folgenden in Stichpunkten festgehalten:

  • Drag- und Drop von Attributdefinitionen auf einzelne Objekte sind möglich. Damit lassen sich komplexe Objekte allein mit der Maus parametrisieren
  • Verbessertes Gummiband beim Verschieben von Objekten
  • Dynamische Maßstabsleiste
  • Die aktuelle Attributgruppe wird in der Fußzeile angezeigt. Die Umschaltung der Gruppe erfolgt an der gleichen Stelle
  • Der POLYGIS-Explorer verwaltet jetzt auch Mappenordner und das temporäre Verzeichnis. Man kann jetzt direkt in das entsprechende Verzeichnis springen
  • Der Bildschirmneuaufbau kann über eine Funktionstaste erzwungen werden
  • CAD-Funktionen können vom Anwender angepasst und im Favoritenmenü eingestellt werden. So können Anwendern spezifische CAD-Menüs aufgebaut werden, die spezifische Aufgaben optimal unterstützen
  • Neue CAD Werkzeuge: Geraden-Schnitt und rechtwinkelige Konstruktion mit Verteilung (Angabe von Ist - und Soll-Maßen)
  • Das Markieren im vorhandenen Kreis ist jetzt möglich
  • Durch einen Klick auf Rechts-/Hochwert mit linker Maustaste in der Statuszeile kann man ein Koordinatenpaar eingeben, auf das anschließend gezoomt wird
  • Durch einen Klick auf Rechts-/Hochwert in der Statuszeile schaltet POLYGIS die Anzeige der Koordinaten zwischen Gauß/Krüger-Koordinaten und Grad/Minuten/Sekunden-Angaben um
  • Die Messen-Funktion und die Digitalisieren- Funktionen von Polylinie/Fläche erlauben den Lotfang auf eine angeklickte Linie, wenn beim Anklicken der Linie die STRG-Taste gedrückt ist

3. Administration
Unser Ziel ist es, POLYGIS zu einem GIS zu machen, das in allen Organisationen flexibel eingesetzt werden kann. Hierzu werden hohe Anforderungen an die Administration der Benutzer und des Systems sowie an die Integrationsfähigkeit von POLYGIS gestellt.

Mit Hilfe des POLYGIS-Adminers können Wartungsarbeiten über Scripte automatisiert gesteuert werden. Das Administrationswerkzeug protokolliert jeden Befehl der Mappen- und Projektverwaltung, so dass alle Organisationsschritte nachvollziehbar sind.

Über den POLYGIS-Adminer können nun auch generelle Anpassungen von Tabellen gemacht werden oder aber die generelle Änderung von Pfadangaben für die Projekte umgesetzt werden, was bei einer Reorganisation des Projektes bisweilen erforderlich ist und bislang erheblichen Einzelaufwand gefordert hat. Einzelne Kartenwerke und Arbeitssitzungen können von Benutzern hinzugefügt oder herausgenommen werden.

Bei der Mappenorganisation wurden einige Änderungen durchgeführt, die wir hier nur in Überschriften und Stichworten wiedergeben können: Mappenrechte können gezielt auf einzelne Benutzer übertragen werden. Neue Mappenrechte wurden eingeführt: CADFavoriten laden oder zusammenstellen; Maßstabsleiste; PMF-Import/Export der Mappendatei; Objekte für Topographie, Geländemodell, Böschungen und Laden zusätzlicher Mappen. Alle Projekteinstellungen können aus der Mappe auf verschiedene Benutzer vererbt werden.

4. SuchCenter
Das POLYGIS-SuchCenter ist die zentrale Neuerung für den POLYGIS Anwender. Es erlaubt, über alle Daten des Systems (Geo- und Fachdaten) komplexe Suchen und Auswertungen durchzuführen. Dies gilt auch für Daten, die nicht unmittelbar von POLYGIS verwaltet werden. Voraussetzung ist lediglich, dass die Daten in Standard-SQL Datenbanken gespeichert sind. So können praktisch auch Datenbestände in die Auswertungen integriert werden, an die vorher für diese Zwecke nicht unmittelbar gedacht wurde, wie z. B. Daten aus dem Einwohnermeldewesen. Damit ist POLYGIS zu einem zentralen Managementsystem geworden.

Insbesondere bei großen Datenmengen, die in den Fachanwendungen verwaltet werden, wird der Vorteil des SuchCenters deutlich. Suchanfragen können ad hoc gestaltet oder aber vorgefertigt werden, etwa durch den Administrator.

Zu den Funktionen im Einzelnen, beginnend mit der Rechtevergabe: Für die einzelnen Fachanwendungen können für den Benutzer Rechte auf Suchanfragen vergeben werden.

Es besteht zudem die Möglichkeit, Suchen interaktiv einzugeben oder aber auch Suchabfragen mit einem Werkzeug, das nur wenige SQL-Vorkenntnisse benötigt, grundsätzlich aufzubauen und diese den Anwendern zum Abruf bereitzustellen. Komplexere Abfragen sollte der geschulte Administrator aufbauen.

Für Fremddatenbestände, wie beispielsweise ein fremdes ALB, kann die Suche über eine einfache Option auf den Fremdbestand ausgedehnt werden. Alle über ODBC-Schnittstellen erreichbaren Datenhaltungen sind so anschließbar.

5. Neue Module und Ausblick
Der POLYGIS-WebClient ist erneut in seiner Performance gesteigert worden. Die Bedienung ist jetzt noch einfacher, zuden wurden neue Bedienfunktionen ergonomisch eingepasst. Mit CONSPECTUS wird es einen neuen Rasterdaten-Dienst geben, der auch als stand alone Modul, also unabhängig von POLYGIS, eingesetzt werden kann. Er ist das Bindeglied zur Einbindung von WMS-Diensten in POLYGIS. Als Zusatzmodul ist auch eine vollständige Rasterentzerrung in POLYGIS integriert worden. Das Topographiemodul ist völlig neu überarbeitet und umfasst jetzt mächtige Funktionen zur Erfassung und Konstruktion von topografischen Objekten.