01/2007
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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Erfolgreiche Umsetzung des Geo-Projektes bei der Stadt Ludwigshafen
Alle Anforderungen optimal erfüllt

Ludwigshafen ist eine junge Stadt. Im Jahr 2003 wurde sie gerade einmal 150 Jahre alt und präsentiert sich heute mit ihren knapp 170.000 Einwohnern als moderne Industriestadt mit moderner Verwaltung. Eine optimale, stadtweit funktionierende Geodatenverarbeitung bei dezentraler Verwaltungsorganisation zu erreichen, war der große Anspruch, den die Stadt Ludwigshafen mit Start des Projektes LUgeo (Ludwigshafener Geo- Informationswesen) im Jahr 2003 hatte. Heute zahlt sich aus, dass nicht nur die Technik, sondern vielmehr ein strategisches Konzept, eine entsprechende interne Organisation und vor allem eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Organisation und Stadtvermessung auf den Weg gebracht wurden.


Freuen sich über die erfolgreiche GIS-Einführung: Joachim Hillmus, Abteilungsleiter Stadtvermessung und Martin Sturm, GIS-Koordinator bei der Stadt Ludwigshafen (v.l.n.r.)
Die Stadtverwaltung Ludwigshafen ist in rund vierzig Bereiche gegliedert, von denen etwa zwanzig mit Geoinformationen arbeiten. Diese Dimension macht deutlich, dass eine ausschließlich technische Einführung ohne Planung, Information, Koordination, Moderation und Kooperation nicht zum Erfolg geführt hätte.

Um das ehrgeizige Projekt in einem angemessenen Zeitrahmen realisieren zu können, wurde zunächst ein Stufenplan erstellt.

1. 2004 Geobasisdaten:
Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadtvermessung und Organisation zur Optimierung der Geobasisdatenverarbeitung wie ALK, ALB, Stadtgrundkarte, Stadtplan, Luftbilder und Kartenwerken in verschiedenen Maßstäben.

2. 2005 Stadtweite Nutzbarkeit (Intranet):
Nutzung der Geobasisdaten in allen Lokalitäten der Stadtverwaltung und für alle Bedarfe, beliebiger Export in andere Formate, Bedienung externer Dienstleister, Nutzbarmachung über Viewer und Client-GIS vom einfachen lesenden Zugriff bis hin zu komplexen Auswertungen.

3. 2006 Geofachdaten:
Übernahme und Integration analoger Bestände, Qualitätssteigerung der Daten, IT-Projekte zur Einführung weiterer Fachschalen.

4. 2007 Externe Nutzbarkeit (Internet):
Bestimmte Geodaten werden extern zur gezielten Nutzung durch Bürger, Firmen und andere Verwaltungen freigegeben.

Große Herausforderung im Vorfeld
Das LUgeo-Konzept der Stadt Ludwigshafen sollte systemneutral sein. Hieraus ergab sich ein umfassender Anforderungskatalog, der für die Stufen 1 und 2 noch zusätzlich durch die Fachanforderungen der Stadtvermessung ergänzt wurde. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erfolgte Ende 2003 die Systementscheidung für POLYGIS, das die Anforderungen sowohl in funktionaler als auch in wirtschaftlicher Hinsicht optimal erfüllte.

„Wir haben insgesamt unseren Stufenplan gut einhalten können. Erfreulich ist die Entwicklung von rund 70 Auskunftsarbeitsplätzen Anfang 2005 auf derzeit etwa 200 Arbeitsplätze. Das Thema Geofachdaten wurde verstärkt im Jahr 2006 angegangen und wird ein Dauerthema bleiben. Derzeit sind wir damit befasst, veraltete Fachanwendungen zu ersetzen, neue Datenbestände aufzubauen, die Datenqualität dem Bedarf anzupassen und den Datenaustausch mit verschiedenen Fachverfahren zu lösen“, so Martin Sturm, GIS-Koordinator bei der Stadt Ludwigshafen. „Im vergangenen Jahr hat sich der Bereich Tiefbau (Straßenbau und -unterhalt) für die Einführung der Fachschale POLYGISKSIB entschieden. Zurzeit befinden wir uns in der Einführungsphase und hoffen, bis Ende des Jahres eine durchgängige GIS-gestützte Arbeitsweise beim Fachbereich erreicht zu haben“, so Sturm. „Zur Steuerung der stadtweiten Nutzung von GIS haben wir einen Arbeitskreis GIS eingerichtet. Hier werden Planungsfragen aber auch das Tagesgeschäft besprochen. Interessen werden abgewogen und Grundsatzentscheidungen getroffen.“

Die bisherige Entwicklung, die POLYGIS innerhalb der Verwaltung genommen hat, zeigt, dass die Stadt Ludwigshafen auf dem richtigen Weg ist. Von der Leistungsfähigkeit und Anwenderfreundlichkeit des Systems lassen sich immer mehr Nutzer überzeugen.

„Es war nicht zu erwarten, dass bei einem solch ambitionierten Vorhaben alles ohne Probleme abläuft. Selbstverständlich hatten wir auch unsere Hindernisse. Was uns nachhaltig beeindruckt, ist die schnelle und unkomplizierte Hilfe über die POLYGIS-Hotline, die für uns ständig verfügbar war und ist. POLYGIS ist ein Unternehmen, bei dem der Service funktioniert“, resümiert Sturm.

POLYGIS-Neukunden

Baden-Württemberg:
Gemeinde Berghaupten

Brandenburg:
Stadtwerke Finsterwalde GmbH; Stadt Drebkau

Hessen:
Gemeinde Selters

Nordrhein-Westfalen:
Stadt Marl

Rheinland-Pfalz:
Stadt Frankenthal;
VG Bodenheim;
VG Weißenthurm;
STW Sinzig;
IB Max & Reihsner, Wittlich;
IB Peschla + Rochmes GmbH, Kaiserslautern;
IB Planung und Konzepte, Trier

Sachsen:
Stadtwerke Lichtenstein GmbH;
Stadt Sayda;
Landratsamt LK Mittweida;
Gemeinde Schönfeld;
Rohr-und Kanalservice Dietmar Berndt, Dresden

Sachsen-Anhalt:
Hochschule Merseburg

Thüringen:
VGem Berlstedt;
Stadt Langewiesen;
Stadt Bleicherode;
Gemeinde Rottenbach;
Gemeinde Harth-Pöllnitz;
ILMCAD Ingenieurbüro Ilmenau