01/2008
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
powered by LANDSCAPE GmbH
 
Anwenderbericht
POLYGIS aktuell
POLYGIS-Anwendung
POLYGIS-Anwendung
Editorial
kurz belichtet
Lehrgänge und Termine
IAC-homepage
 
Fachanwendung Kleinkläranlagen komplett überarbeitet
Neue Pflichten für Betreiber

Die Verwaltung von dezentralen Anlagen ist für viele Abwasserzweckverbände und Gemeinden mit immer mehr bürokratischem Aufwand verbunden. Durch neue gesetzliche Anforderungen sind auch neue Pflichten für diese Institutionen entstanden. Ihnen obliegt die Überwachungspflicht von Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben.

Hierzu gehören nicht nur die turnusmäßige Begehung der Anlagen, sondern auch die Überwachung des ordnungsgemäßen Betriebes. Daher müssen die Betreiber durch regelmäßige Eigenkontrollen und Wartungsmaßnahmen ihren einwandfreien technischen Zustand nachweisen. Beanstandete Mängel müssen fristgerecht von einer autorisierten Firma beseitigt werden. Auch für die regelmäßige Entleerung haben die Betreiber zu sorgen. Beispiel Sachsen: Neben den genannten Anforderungen gehört auch die Umsetzung der Richtlinie Siedlungswasserwirtschaft – SWW/2007 zu den Aufgaben der Abwasserzweckverbände und Gemeinden. Ziel ist es, Anlagen, die nicht dem „Stand der Technik“ entsprechen auf eine biologische Reinigungsstufe umzurüsten. Neubauten müssen bereits grundsätzlich mit dieser ausgerüstet sein. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Um- oder Neubauten gefördert. Dieses Förderverfahren bedeutet jedoch einen hohen bürokratischen Aufwand für die Aufgabenträger.

POLYGIS stellt mit der Fachanwendung Kleinkläranlagen kein neues, aber ein komplett überarbeitetes Produkt vor, das die Verantwortlichen in diesem Bereich unterstützt. In Zusammenarbeit mit Anwendern entwickelt, ist es das universelle Werkzeug zur Dokumentation, Recherche und Überwachung aller Anlagen und deren Vorgänge. Alle relevanten technischen und terminlichen Daten können erfasst und verwaltet werden. Dies sind Informationen zur:

  • Lage (Gemarkung, Flur, Flurstück, Postalische Adresse)
  • Bauart (Art, Typ, Verfahren, Hersteller, Baujahr,…)
  • Terminverwaltung (Entleerungs-, Überwachungs-, Wartungsturnus)
  • Personen (Eigentümer, Nutzer, Rechnungsempfänger)
  • Anträge und Förderung (Förderverfahren, Wasserrechtliche Genehmigung, Abnahme)
Alle Vorgänge an einer Anlage können dokumentiert werden und sind historisch nachvollziehbar.

Die Vorgänge sind:

  • Entleerungen
  • Mängel
  • Kammern
  • Überwachungen
  • Wartungen
Zudem können die Anlagen mit Dokumenten in beliebiger Menge und unabhängig vom Dateiformat verbunden werden. Um Recherchen in den Daten einfach zu gestalten, wurden wichtige Abfragen bereits integriert:
  • Überfällige Wartungs-, Entleerungs- und Überwachungstermine
  • Suche über Zeitraum (Entleerungen, Wartungen, Überwachungen)
  • Anlagen mit offenen Mängeln
  • Anlagen mit Vorlage einer Interessenbekundung zum Bau (Sachsen)
Durch die Standardfunktionalität in POLYGIS ist das Erstellen eigener Abfragen leicht realisierbar.

Neben der Erfassung der Sachdaten ist die Verknüpfung dieser mit GIS-Objekten besonders interessant für die Dokumentation bzw. Analyse der Anlagen. Standardmäßig wird bei der graphischen Erfassung in POLYGIS zwischen Kleinkläranlage und abflussloser Grube differenziert. Die Auswertefunktionen im GIS sind vielfältig:

  • Thematische Karten (z. B. Graphische Unterscheidung der Anlagen nach Bauart)
  • Verschneidung der Anlagen mit Flurstücken (Übernahme der Sachdaten)
  • Zeige alle Anlagen mit nächsten Überwachungsterminen (Planen von Routen)
Für den Austausch von Daten (z.B. Entleerungsprotokolle) steht eine neu entwickelte Schnittstelle zur Verfügung. Diese kann tabellen- und spaltenübergreifend völlig frei vom Anwender konfiguriert werden. Die Definitionen können dann als Schablonen gespeichert, verwaltet und für Serienbrief- Definitionen bereitgestellt werden. Weitere Ausgabemöglichkeiten neben dem Serienbrief sind Reports sowie Listendruck.