Fachanwendung Kleinkläranlagen komplett überarbeitet
Neue Pflichten für Betreiber
Die Verwaltung von dezentralen Anlagen ist für
viele Abwasserzweckverbände und Gemeinden mit
immer mehr bürokratischem Aufwand verbunden.
Durch neue gesetzliche Anforderungen sind auch
neue Pflichten für diese Institutionen entstanden.
Ihnen obliegt die Überwachungspflicht von Kleinkläranlagen
und abflusslosen Gruben.
Hierzu gehören nicht nur die turnusmäßige Begehung
der Anlagen, sondern auch die Überwachung
des ordnungsgemäßen Betriebes. Daher müssen die
Betreiber durch regelmäßige Eigenkontrollen und
Wartungsmaßnahmen ihren einwandfreien technischen
Zustand nachweisen. Beanstandete Mängel
müssen fristgerecht von einer autorisierten Firma
beseitigt werden. Auch für die regelmäßige Entleerung
haben die Betreiber zu sorgen. Beispiel Sachsen:
Neben den genannten Anforderungen gehört
auch die Umsetzung der Richtlinie Siedlungswasserwirtschaft
– SWW/2007 zu den Aufgaben der
Abwasserzweckverbände und Gemeinden. Ziel
ist es, Anlagen, die nicht dem „Stand der Technik“
entsprechen auf eine biologische Reinigungsstufe
umzurüsten. Neubauten müssen bereits grundsätzlich
mit dieser ausgerüstet sein. Unter bestimmten
Voraussetzungen werden die Um- oder Neubauten
gefördert. Dieses Förderverfahren bedeutet jedoch
einen hohen bürokratischen Aufwand für die Aufgabenträger.
POLYGIS stellt mit der Fachanwendung Kleinkläranlagen
kein neues, aber ein komplett überarbeitetes
Produkt vor, das die Verantwortlichen in
diesem Bereich unterstützt. In Zusammenarbeit
mit Anwendern entwickelt, ist es das universelle
Werkzeug zur Dokumentation, Recherche und
Überwachung aller Anlagen und deren Vorgänge.
Alle relevanten technischen und terminlichen
Daten können erfasst und verwaltet werden. Dies
sind Informationen zur:
- Lage (Gemarkung, Flur, Flurstück, Postalische Adresse)
- Bauart (Art, Typ, Verfahren, Hersteller, Baujahr,…)
- Terminverwaltung (Entleerungs-, Überwachungs-, Wartungsturnus)
- Personen (Eigentümer, Nutzer, Rechnungsempfänger)
- Anträge und Förderung (Förderverfahren, Wasserrechtliche Genehmigung, Abnahme)
Alle Vorgänge an einer Anlage können dokumentiert
werden und sind historisch nachvollziehbar.
Die Vorgänge sind:
- Entleerungen
- Mängel
- Kammern
- Überwachungen
- Wartungen
Zudem können die Anlagen
mit Dokumenten in beliebiger
Menge und unabhängig
vom Dateiformat
verbunden werden. Um
Recherchen in den Daten
einfach zu gestalten, wurden
wichtige Abfragen
bereits integriert:
- Überfällige Wartungs-, Entleerungs- und Überwachungstermine
- Suche über Zeitraum (Entleerungen, Wartungen, Überwachungen)
- Anlagen mit offenen Mängeln
- Anlagen mit Vorlage einer Interessenbekundung zum Bau (Sachsen)
Durch die Standardfunktionalität in POLYGIS ist
das Erstellen eigener Abfragen leicht realisierbar.
Neben der Erfassung der Sachdaten ist die Verknüpfung
dieser mit GIS-Objekten besonders interessant
für die Dokumentation bzw. Analyse der Anlagen.
Standardmäßig wird bei der graphischen Erfassung
in POLYGIS zwischen Kleinkläranlage und abflussloser
Grube differenziert. Die Auswertefunktionen
im GIS sind vielfältig:
- Thematische Karten (z. B. Graphische Unterscheidung der Anlagen nach Bauart)
- Verschneidung der Anlagen mit Flurstücken (Übernahme der Sachdaten)
- Zeige alle Anlagen mit nächsten Überwachungsterminen (Planen von Routen)
Für den Austausch von Daten (z.B. Entleerungsprotokolle)
steht eine neu entwickelte Schnittstelle
zur Verfügung. Diese kann tabellen- und spaltenübergreifend
völlig frei vom Anwender konfiguriert
werden. Die Definitionen können dann als
Schablonen gespeichert, verwaltet und für Serienbrief-
Definitionen bereitgestellt werden. Weitere
Ausgabemöglichkeiten neben dem Serienbrief sind
Reports sowie Listendruck.
|