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IAC-Dienstleistungen
Von der Papierkarte zum Kartenwerk
Häufig ergibt sich für Anwender das Problem, dass entsprechende digitale Daten als Arbeitsgrundlage zum GIS-Einsatz vollkommen fehlen oder aber nur partiell vorliegen. Für diesen Fall bietet IAC ein umfassendes Dienstleistungsangebot, beginnend bei Scanarbeiten zur Datenerfassung, Datenkonvertierung und Georeferenzierung bis hin zur Integration der gewonnenen digitalen Daten in PolyGIS.
Nachfolgend sind die wichtigsten Hinweise zur Produktion von digitalen Daten aus analogen Quellen aufgezeichnet:
Scan- Anforderungen:
Karten auf Papier oder Folie dürfen nicht breiter als 850 mm sein, die Länge ist egal. Die Kanten der Karten sollten möglichst glatt sein. Archivierungsschienen, wie sie in Hängearchiven verwendet werden, sind hinderlich.
Dateiformate:
Im Prinzip sind alle gängigen Grafikformate zur Verarbeitung bzw. zur Konvertierung geeignet. Bei der Bearbeitung im Superedit (Programm zur Georeferenzierung von Karten) werden die Formate PCX und TIF bevorzugt. PCX ist aus Erfahrung am wenigsten fehleranfällig. Beim TIF-Format ist bei schwarz-weißen Zeichnungen in der Faxkomprimierung die Dateigröße sehr klein. Luftbilder bzw. Orthofotos sollten packbitkomprimiert oder unkomprimiert sein.
Microfiches:
Microfiches können auch gescannt werden. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass die Auflösung aufgrund der fotografischen Zwischenbehandlung gering sein kann. Zum Vergleich: Bei der Auflösung von 300 Dpi (Dots per inch) - der Standardauflösung bei Papierscans - sind Flurstücksnummern noch gut erkennbar. Bei Microfiches, die mit einer viel höheren Auflösung (ca. 6000 Dpi) gescannt werden, kommt es aufgrund des viel kleineren Formats zu einer geringeren effektiven Auflösung. Je nach Format der Vorlagen kann diese in Einzelfällen unter 120 Dpi betragen. Bei dieser Auflösung ist es natürlich nicht mehr möglich, einzelne Details, wie etwa Flurstücksnummern, zu erkennen. Hierzu bietet es sich an, an solchen Stellen Auszüge bzw. Ausdrucke der entsprechenden Karten mitzuscannen.
Steuerdateien bzw. Georeferenzierung:
Die von PolyGIS unterstützten Steuerdateien zur Georeferenzierung sind: RLD (Tessel-Raster Lines Definition) und TFW (ARC/INFO Parameter File). Geo-TIFF wird noch nicht unterstützt.
Orthofotos :
Die geeignetste Variante von verarbeitbaren Orthofots sind rechtwinklig ausgeschnittene Dateien, die sich nicht überlagern. Fotos, die nach topographischen Karten formatiert sind, müssen, auch wenn sie Steuerdateien (RLD, TFW) besitzen, bearbeitet werden. Die Karten müssen neu zusammengefügt und neu (blattschnittfrei) geschnitten werden. Dies kann bei sehr großen Dateien einen sehr großen zeitlichen Aufwand bedeuten. Wenn vom Anbieter dieser Fotos verschiedene Facettengrössen angeboten werden, sollten diese 50-100 MB betragen.
Unterschiede Orthofoto und Luftbild:
Ein konventionelles, perspektivisches Luftbild weist Verschiebungen auf, die von der Kameraneigung und dem Geländerelief herrühren. Es hat keinen einheitlichen Maßstab. Deshalb können keine Distanzen abgegriffen werden, wie etwa auf einer Karte. Andere geographische Daten können lokal angepasst werden. Dabei zeigen sich aber die Verschiebungen des Bildes. Deshalb passen Luftbilder nie genau zusammen.
Bei einem Orthofoto werden die Einflüsse von Kameraneigung und Gelände mittels einer Orthoentzerrung entfernt. Dazu wird ein digitales Geländemodell benutzt. Das Orthobild weist einen einheitlichen Maßstab auf. Distanzen können wie auf Karten abgegriffen werden. Ein Orthobild kann mit anderen Kartenelementen überlagert werden, ohne das Verschiebungen auftreten.
Komprimiertes Kartenwerk:
Durch die fotografische Darstellung in Farbe oder Graustufen steigt nicht nur der Speicherplatzbedarf, sondern auch die Ladezeiten gegenüber der einfachen Schwarz-weißdarstellung. Auch beim Laden von Kartenwerken über Leitungen mit geringerer Bandbreite (langsames Netzwerk, Internet) steigen die Ladezeiten.
Durch die Komprimierung des Kartenwerks in ein PolyGIS-eigenes Rasterformat kann man die Ladezeiten erheblich senken. (z.B. Ladezeit für ein unkomprimiertes 600MB großes Orthophoto- Ausschnitt 500x500m: 15min; Ladezeit für das komprimierte Bild: 1,5sec)
Fragen richten Sie bei IAC an Peter Martins
Tel. 0341/4912250
e-mail: Peter.Martins.IAC@pc-ware.de
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