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Internet - Erwartung und Realität
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Internet zwischen Erwartung und Realität - eine vierteilige Reihe in der vis á gis
Teil 1:
Internet/Intranet und GIS - Einführung
-in Ausgabe vis à gis 01/04
Teil 2:
Graphische Daten im Internet/ Intranet
-in Ausgabe vis à gis 02/04
Teil 3:
Sachdaten im Internet/Intranet
-in Ausgabe vis à gis 03/04
Teil 4:
Gestaltung der Client-Oberfläche zwischen funktioneller Anforderung und verständlicher, leichter Bedienung
-in Ausgabe vis à gis 04/04
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In der vis á gis haben wir vor einem Jahr damit angefangen, ein Thema auszuwählen und in Form eines vierteiligen Beitrages intensiver zu behandeln. Unser Thema im letzten Jahr war das Straßenkataster, die PolyGIS-Fachschale KSIB. (Die Beiträge zum Straßenkataster können jetzt bei uns in einem separaten Heft für nur 3,50 Euro bestellt werden).
Unser Thema für dieses Jahr ist die Internettechnologie und GIS. Wir wollen aber nicht nur eine Technologie vorstellen, wir wollen nicht nur auf die Art und Weise eingehen, wie unser PolyGIS diese Technologie unterstützt und umsetzt, sondern auch mit Ihnen einige Fragen diskutieren und das Thema Internet ein wenig entzaubern und auf den Boden der Realität holen. Wir wollen nämlich über Ihre Aufgaben reden, die Sie mit Hilfe eines GIS bearbeiten möchten, und diese sind von der Umsetzungstechnologie (Internet, Intranet, Lokalinstallation, Server-Client-Lösung usw.) unabhängig.
Teil 2: Graphische Daten im Internet/ Intranet
Die Geodaten wie Straßen, Gebäude, Bäume, Grünflächen werden in PolyGIS in verschiedenen Ebenen verwaltet. Jede Ebene erhält ihre eigene Darstellungsdefinition (Farbe, Linienbegrenzung, Schraffuren usw.). Dabei werden die Objekte digitalisiert und mit Sachdaten verknüpft. Beschriftungen, thematische Karten oder Diagramme werden definiert bzw. erstellt. Die Darstellung der Ebenen wird in verschiedenen Maßstäben eingerichtet.
Das Ebenenkonzept beinhaltet folgende Eigenschaften:
- beliebig viele Rasterkarten (Bebauungspläne, Bestandspläne, Luftbilder usw.) können in einem Projekt verwaltet werden (siehe Abbildungen 1, 2 und 3)
- Gliederungsmöglichkeiten der Ebenen in Themen, Fachschalen und Gruppen, was hauptsächlich der Übersichtlichkeit und einer leichteren Zuordnung von Zugriffsrechten dient.
- Durch die Verwaltung in Ebenen können die Informationen in der Karte beliebig ein- und ausgeblendet werden. Dadurch kann der Nutzer den Inhalt der Karte selber, je nach Schwerpunkt, bestimmen. (siehe Abbildung 4)

Abbildung 1
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Sind die Ebenen in PolyGIS erfasst, ist der Weg zum Web geebnet. Es bedarf dazu rein technisch nur noch der Lizenz zum PolyGIS-Web-Server. Ohne jegliche Konvertierungsarbeiten können nun die Ebenen in der "Enduser-Web-Lösungsoberfläche" - genannt PolyMAP - zur Verfügung gestellt werden. Damit ist gewährleistet, dass das Informationssystem an stets aktuelle Daten ansetzt und die Aussagen im Internet bzw. Intranet keine signifikante Zusatzarbeit darstellen.
Erfahrungsgemäß gestaltet sich die Herangehensweise der Kommune bei der Einführung einer Web-Lösung abhängig davon, ob die Lösung als Intranet oder als Internet-Lösung angedacht ist. Es handelt sich dabei um die gleiche Technologie. Im Intranet werden unter Berücksichtigung der Zugriffsrechte den Mitarbeitern Informationen zur Verfügung gestellt. Im Internet wird nur eine Auswahl von Informationen zusammengestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Aus Sicherheitsgründen wird für die Internetlösungen separate Hardware angeschafft und es wird mit doppelter Datenhaltung gearbeitet.
Daten fit für's Web machen

Abbildung 2
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Abbildung 3
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Die Frage, welche Ebenen eingeblendet werden müssen, um einen bestimmten Sachverhalt darzustellen, setzt Datenkenntnisse voraus. Bei der Nutzung einer Web-Lösung, insbesondere im Internet, kann man solche Kenntnisse nicht voraussetzen. Entsprechend müssen im Vorfeld bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge vorbereitet werden, um "auf Mausklick" zur Verfügung zu stehen.
Eines der Werkzeuge hierfür heißt in PolyGIS "Arbeitssitzungen" (siehe Abbildung 4). Eine Arbeitssitzung ist ein Paket von Ebenen, das individuell zusammengestellt wird und das thematisch eine Einheit bildet. Die Arbeitssitzung/en werden vorbereitet, unter einer bestimmten Bezeichnung gespeichert und für die Nutzer im Web zur Verfügung gestellt. Der Nutzer möchte beispielsweise den Stadtplan auf die Informationen reduziert sehen, die für den Radfahrer von Bedeutung sind. Dazu werden Informationen über Straßen, Radwege, Brücken, Gebäude, Parks usw. benötigt. Diese Ebenen können mit dem Werkzeug "Arbeitssitzung" als "Stadtplan für Radfahrer" gespeichert werden. Auf Mausklick werden dann die relevanten Informationen eingeblendet und andere, z.B. Parkhäuser, ausgeblendet. Eine Alternative dazu besteht darin, die komplette Ebenenstruktur zur Verfügung zu stellen und den Nutzer sich seine Karte selbst zusammenstellen zu lassen. Auch Kombinationen beider Varianten sind möglich.
Es werden also bestimmte Arbeiten im aktuellen Projekt durchgeführt, um die gewünschten Ziele bei den Web-Nutzern zu erreichen. Das sind neben dem Vordefinieren der Arbeitsitzungen folgende Möglichkeiten:
- Alle Informationen, Ebenen, Signaturen, Attribute, die für die interne Planung und Entwurferstellung der einzelnen Ämter vorgesehen sind, müssen nicht die Darstellung in der Web-Lösung "belasten" und können daher gleich im Vorfeld ausgeblendet werden.
- Maßstabsabhängige Attributierung kann durchgehend im Projekt durchgeführt werden.
- Verwendung des komprimierten Rasterkartenformats von PolyGIS, um eine viel schnellere und speicherschonendere Darstellung von Rasterkarten zu erreichen
- individuelle Seitengestaltung im Vorfeld festlegen
- Benutzerprofile (Ebenen und Funktionen) namentlich festlegen

Abbildung 4
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Die Ziele des Einsatzes abzustecken ist sehr hilfreich, um das Maß der erforderlichen Vorbereitungsarbeiten und dessen Umfang zu definieren. Folgende Ziele der Einführung von Web-Lösungen sind zu nennen:
- Erteilung von Auskünften (Intranet/Internet)
- bessere, medienwirksame, öffentliche Präsentation der Stadt (Internet)
- Prozessrationalisierung: e-Government (Intranet/Internet)
Mitarbeiter fit für's Web machen
Trotz der Selbsterklärung der Funktionen ist es zu empfehlen, dass die im Amt Zuständigen ihren Mitarbeitern die Web-Lösung und die Funktionen erläutern und auf die Auswertungsmöglichkeiten eingehen. Damit kann garantiert werden, dass die gestellten Anforderungen an eine Web-Lösung wie leichte Bedienbarkeit, zielgerichtetes Informationsangebot, Flexibilität in der Darstellung und Zusammenstellung von Informationen gegeben sind.
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