|
Wasser- und Abwasserzweckverband WWAZ
Die Wasser-Profis aus Wolmirstedt
Als Wasser- und Abwasserzweckverband versteht
sich der WWAZ eher als typischer Vertreter.
Als Nutzer von modernen Technologien
und beim Einsatz von Geografischen Informationssystemen ist er jedoch Vorbild. Der WWAZ ver- und entsorgt über 56.000 Einwohner aus 24 Mitgliedsgemeinden. Innerhalb von zehn Jahren wurden über 100 Millionen Euro in den Ausbau des Trinkwasser- und Kanalnetzes, sowie in Kläranlagen und Technologien investiert. In der Schmutzwasserentsorgung wurde mittlerweile schon eine Anschlussquote von über 80 Prozent erreicht. Die Resterschließung im Verbandsgebiet soll bis 2013 erfolgen.
Die zu managenden Netze sind quantitativ schnell zu beschreiben. Das Wasser wird in der Colbitz-Letzlinger Heide gefördert und in dem über 550 Kilometer langen Trinkwasserleitungsnetz an etwa 16.000 Haushalte gebracht. Bei der Entsorgung stehen ein Abwassernetz von 200 Kilometer Länge mit über 120 Pumpwerken, 2.600 dezentrale
Einzelanlagen und vier Klärwerke zur Verfügung.
„Der WWAZ war sich schon sehr früh darüber bewusst, dass die Planung eines solchen Vorhabens
nur mit einer sicheren geografischen Datengrundlage und einer klaren strategischen Schwerpunktsetzung möglich ist. So ist bereits im Jahr 2000 die Entscheidung für POLYGIS als Planungs- und Dokumentationswerkzeug gefallen“, erinnert sich Sascha Dolle, GIS-Verantwortlicher
beim WWAZ. Seitdem kommen die Fachanwendungen POLYGIS-KANAL und POLYGIS-WASSER zum Einsatz.
Mit zunehmender Verfügbarkeit der Daten konnten die Arbeiten systematisch weiter entwickelt
werden. Zunächst wurden vorhandene gescannte analoge Karten sukzessive für die einzelnen
Gemeinden aufbereitet. Auf der Basis von Orthofotos wurden fehlende Teile nachträglich erfasst bzw. aktualisiert. Seit diesem Jahr ist die Fachanwendung POLYGIS-ALB zusätzlich im Einsatz. Die halbjährlich aktualisierten ALB und ALK sind die Grundlage für die Klärung von Grundbuchrechten und Dienstbarkeiten.
Die den WWAZ unterstützenden Dienstleister tauschen ihre Arbeiten mit dem WWAZ über POLYGIS-PFM aus. „So ist gewährleistet, dass die Informationen kooperativ und unabhängig voneinander weiterentwickelt werden, ohne dass Konflikte in der Nutzung oder der Aktualität entstehen“, erläutert Dolle. Die laufenden Investitionsmaßnahmen
sind zudem auch Informationslieferanten.
Aus jeder Bau- oder Erhaltungsmaßnahme
werden die erhoben Daten gleich im System mitberücksichtigt und stehen damit zeitnah zur Verfügung.
Die Meisterbetriebe können auf ihren Laptops auch im mobilen Betrieb auf alle Geo- und Sachinformationen
zugreifen - eine enorme Arbeitsunterstützung
vor Ort. Die Voraussetzungen zur Nutzung des Internets sind inzwischen auch gegeben. Bereits heute geschieht der PFM-Austausch
mit den Dienstleistern online. Der Internet
basierte Zugriff auf die Daten der Meisterbetriebe
und Baufirmen steht kurz bevor. Dabei hat der WWAZ seine Partner auf Standards wie Isybau, ALK und ALB verpflichtet.
POLYGIS-Neukunden
Bayern: Markt Dollnstein; Gemeinden Wilhelmsthal und Grettstadt
Hessen: Gemeinde Kiedrich
Rheinland-Pfalz: Verbandsgemeinde Braubach
Saarland: Stadt Lebach
Sachsen: Wasser- und Abwasserverband "Mittlere Wesenitz", Stolpen;
Stadtverwaltungen Wolkenstein und Dippoldiswalde; Gemeinde Thermalbad Wiesenbad
Thüringen: Gemeinden Triptis und Tiefenort, Verbandsgemeinde Großbreitenbach;
Gemeinde Moorgrund, Gumpelstadt; Stadtverwaltung
Eisfeld
|