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POLYMAP: Weitere Schritte der Integration
Kopplung von Fachverfahren
POLYMAP wird in der jetzigen Form seit über zwei Jahren von der IAC mbH als Teil des POLYGIS-Internet-Servers geliefert. Ziel von POLYMAP ist die Integration unterschiedlicher (Geo-)Daten, -Server und -Dienste in eine moderne
und produktive Oberfläche im Web-Browser. Dieser Artikel stellt die neuesten Entwicklungen von POLYMAP vor. Weitere Informationen dazu finden Sie immer aktuell auf www.polymap.de.
POLYMAP ergänzt POLYGIS, indem es Daten und Verfahren nutzbar macht, die in anderen Programmen,
Diensten und Datenbanken „wohnen“ aber nutzbringend mit POLYGIS-Daten verschnitten werden können. Die dadurch entstehenden Informationen sind oft für viel größere Nutzerkreise als nur „echte“ GIS-Anwender interessant. POLYMAP deckt somit einen Aufgabenbereich neben POLYGIS ab, bei dem es darum geht, möglichst vielen auch GIS-fremden Nutzern einen möglichst schnellen und unkomplizierten Zugang zu den unterschiedlichsten
Geo-Informationen zu verschaffen.
Aktuelle Entwicklungen
Bei der Entwicklung von POLYMAP ging es zunächst natürlich um das Zusammenspiel von POLYGIS-Internet-Server, WMS-Servern und SQL-Datenbanken. Diese Funktionen wurden immer weiter entwickelt und stehen nun in stabilen
Versionen zur Verfügung.
In den letzten Monaten sind folgende Funktionalitäten
hinzugekommen:
- Kopplung mit Web-Applikationen
- Module für konkrete Fachinformationssysteme wie die in den sächsischen Kreisverwaltungen eingesetzten Programme WrV(Wasserrechtlicher Vollzug), TSN (Tierseuchennachrichten) und SALKA (sächsisches Altlastenkataster)
- Zugriff auf WFS-Server
- Nutzung von GoogleMaps

Beispiele für neue Anwendungs-möglichkeiten von POLYMAP beim Einsatz von GoogleMaps |
Kopplung mit anderen Web-Applikationen
In der Basisversion von POLYMAP sind Techniken
zur Kopplung mit Fremdapplikationen, welche ebenfalls im Web-Browser bedient werden, enthalten.
Interessant ist dies zum Beispiel für den Zugriff auf Content-Management-Systeme (CMS), deren Inhalte für einen Internet-Auftritt mit Karten und zusätzlichen Informationen kombiniert werden sollen.
Dies können Informationen zu Sehenswürdigkeiten,
Veranstaltungen, Ämtern oder Tourismus sein. Im CMS-Artikel wird dazu ein Link eingefügt, der POLYMAP in einem zusätzlichen Fenster öffnet
und das betreffende Objekt in der Karte zeigt. Dafür ist auch ein neues Modul verfügbar, welches POLYMAP eine sehr einfache Oberflächengestaltung
verleiht, die speziell für die Bedürfnisse von anonymen Nutzern aus dem Internet zugeschnitten ist. Zusätzlich ist es auch möglich, Objekte in der Karte von POLYMAP zu suchen und von dort dann direkt in den entsprechenden CMS-Artikel zu springen.
Fachinformationssysteme
POLYMAP stellt eine universelle Technik bereit, um Daten aus beliebigen SQL-Datenquellen einbinden
zu können. Damit sind folgende Grundfunktionen
realisierbar:
- Listenansicht mit konfigurierbarem Tabellenkopf
- Detailansicht mit konfigurierbaren Bezeichnern und Anordnungen
- datenbankunabhängige Definition von Filtern
- Geo-Referenzierung
Nach Absolvierung einer entsprechenden Schulung können damit individuelle Lösungen geschaffen werden.
Auf derselben Basis stellt POLYMAP aber auch fertige Module für die Anbindung von TSN-, WrV- und SALKA-Daten bereit. Der Zugriff erfolgt dabei meist direkt auf die Datenbank. Das eigentlicheVerfahren beziehungsweise bestehende Programme
müssen nicht geändert werden. Im Fall von WrV wird mittels WFS auf die Daten zugegriffen;
das entsprechende Modul wird derzeit entwickelt.
Hier zeigt sich ein entscheidender Vorteil von POLYMAP: Die Behandlung der Daten bleibt gleich - von der Bedienung bis zur Konfiguration! Für die Nutzer ist die Art der Datenquelle ohnehin nicht zu bemerken. Aber auch bei der Konfiguration
schafft POLYMAP eine einheitliche Sicht auf die Daten von SQL-Datenbanken und WFS-Servern, obwohl die zugrunde liegenden Techniken doch sehr verschieden sind. Das spart Zeit und Geld für das Umlernen und -schulen.
GoogleMaps
Ähnliche Vorteile bringt POLYMAP beim Einsatz
von GoogleMaps. Diesen Dienst würde man zunächst vielleicht nicht als „echten“ GIS-Datendienst einstufen. Trotzdem kann GoogleMaps
offenbar für spezielle Anwendungsgebiete eine schnelle und kostengünstige Datengrundlage bieten (z.B. für Internet-Lösungen). POLYMAP ermöglicht zusätzlich das Überblenden mit anderen Daten wie Höhenlinien oder Vegetation aus einem WMS-Server, Tourismusdaten aus einer Datenbank
oder ALK-Daten aus POLYGIS. Somit entstehen
interessante neue Anwendungsmöglichkeiten. Dem entgegen stehen aber Bedenken bezüglich der Verfügbarkeit, den Rechten und/oder zukünftigen Werbeeinblendungen.
POLYMAP bietet hier beides: Die Sicherheit einer stabilen Basis und die Vorteile eines schnellen und kostengünstigen, neuen Dienstes. Während Investitionen in reine GoogleMaps-Lösungen tatsächlich
mit Änderungen beim Marketing von Google stehen oder fallen, ist POLYMAP eine Basis, die unabhängig von solchen Einflüssen ist. Sollte GoogleMaps tatsächlich einmal nicht mehr nutzbar sein, können andere Daten an dieser Stelle in POLYMAP genutzt werden. Die grundlegenden Investitionen in Technik und Know-How bleiben aber geschützt. Und im besten Fall bemerken die Nutzer einen Wechsel nicht einmal.
Offene Entwicklungsplattform
Auch in Zukunft wird sich POLYMAP weiter in die beschriebene Richtung entwickeln. Es werden mehr und mehr Daten, Systeme und Verfahren integriert. Daneben steht als eines der wichtigsten Themen der Ausbau von POLYMAP zu einer offenen Software-
Entwicklungsplattform. Aktuell arbeiten wir an der ersten Version des Software-Development-Kits (SDK). Es ermöglicht Entwicklern, eigene Erweiterungen und Module für POLYMAP zu entwickeln.
Zusammen mit der kostenlos erhältlichen Basisversion von POLYMAP können so eigene Lösungen und Produkte entstehen. Eventuell noch zu klärende rechtliche und organisatorische Fragen werden zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels
sicher auch geklärt sein. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.polymap.de.
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