02/2007
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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Erfolgreiches GIS-Projekt in der Stadtverwaltung Kahla
Das eigene Ziel konsequent verfolgt

Seit einigen Jahren nutzt die Stadtverwaltung Kahla in Thüringen Geografische Informationssysteme (GIS) bei ihrer Arbeit in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung. Insbesondere mit Unterstützung von Bürgermeister Bernd Leube und Bauamtsleiter Harald Sporleder konnte Andrea Meiburg, Mitarbeiterin im Bau- und Stadtplanungsamt, viele der heute unverzichtbaren Nutzungen initiieren und umsetzen.


Bürgermeister Bernd Leube und Andrea Meiburg freuen sich über die hohe GIS-Akzeptanz in Kahla.
Aller Anfang ist schwer…
Bereits seit mehreren Jahren wurde in der thüringischen Kleinstadt Kahla eine internetbasierte GIS-Lösung verwendet, die jedoch die Anforderungen an eine ämterübergreifende Verwaltung nicht zufriedenstellend erfüllte. Im Jahr 2003 entschied man sich dann zu einem Wechsel. Seither wird konsequent auf das erfolgreiche Zusammenspiel zwischen POLYGIS und den Anwendungen der adKOMM-Unternehmensgruppe gesetzt. Das Einsatzgebiet umfasst vor allem die Bau- und Liegenschaftsverwaltung, aber auch andere kommunale Anwendungen.

Dabei waren und sind die Voraussetzungen für ein ordnungsgemäßes Arbeiten mit Geodaten bei der Stadtverwaltung Kahla äußerst schlecht. Zwar ist die Gemarkung der Stadt mit einer Fläche von rund acht Quadratkilometern nicht besonders groß, die Verfügbarkeit flächendeckender Geobasisdaten ist jedoch auf absehbare Zeit nicht gegeben. Schlimmer noch: Unzureichende Grundbucheintragungen, nur teilweise vorhandene ALK und dazu Katasterkarten, die als Inselkarten des Altenburger Katasters mit Maßstäben von 1:1.046 und 1:2.092 vorlagen, mussten erst zueinander geführt werden.

Worin liegt der Nutzen? Für die Stadtverwaltung Kahla lag der entscheidende Vorteil der neuen Lösung in der Verbindung von Karten mit flurstückbasierenden Anwendungen, wobei nicht nur auf bestehende ALK- und ALB-Daten gesetzt wurde. Vielmehr wird die Verbindung von der Karte zu Sachdaten beim Digitalisieren von Flurstücken automatisiert aufgebaut. Damit war es in Kahla von Anfang an möglich, Beitragsflächen graphisch zu ermitteln, am Flurstück als nachvollziehbares Aufmaß zu speichern, und im adKOMM-Beitragsprogramm weiterführend zu nutzen. Hilfreich war dabei die frühzeitige Einbindung von Luftbildern, die genaue Informationen zur tatsächlichen Nutzung der Flurstücke lieferten.


Mit der Einarbeitung der Bodenrichtwerte beschreitet die Stadtverwaltung Kahla den konsequenten Weg zu Datenintegration, Datendokumentation und Vermögensbewertung mit POLYGIS und adKOMM.
Mit Konsequenz zum Erfolg
Gute Erfahrungen durch eine erfolgreiche Projektrealisierung und echten Zusatznutzen haben dazu beigetragen, dass sich die Stadtverwaltung Kahla für den breiten und kostengünstigen Einsatz vorhandener Geodaten eingesetzt hat. Somit war die Kleinstadt eine der ersten Anwender der seit 2005 kostenfrei verfügbaren Geobasisdaten der Thüringer Katasterverwaltung. Insbesondere die gute Qualität der Luftbilder, die in zentralen Teilen verfügbare ALK und die Höhenpunkte aus dem DGM (Digitalen Geländemodell) wurden schnell eingearbeitet und genutzt. Mit der Aufgabe, den Flächennutzungsplan zu integrieren, wurde im selben Jahr die Idee geboren, zumindest kleinere Bebauungspläne beziehungsweise Änderungen bestehender Pläne in Eigenregie zu erstellen. Man versprach sich davon mehr planerische Eigenverantwortung und Unabhängigkeit. Dass dadurch auch finanzielle Einsparungen erreicht werden konnten, spricht für die Konsequenz und die gute Planung in der Zusammenarbeit von adKOMM, IAC und der Stadtverwaltung Kahla.

„Heute kann Kahla auf ein lebendiges und ständig wachsendes GIS-Projekt schauen, bei dem Bodenrichtwerte, Stadtinventar, Sanierungsgebiets-auskunft und Denkmalschutz weitere wichtige Bausteine bilden. Mit dem Ziel, das Baumkataster sowie das Straßenbestandsverzeichnis in Kombination mit den adKOMM-Anwendungen zu integrieren, sind die Weichen für eine strukturierte, GIS-gestützte Vermögensbewertung in Kahla gestellt“, so Bernd Leube.

POLYGIS-Neukunden

Baden-Württemberg:
Gemeinde Ringsheim
Stadt Sulzbach

Bayern:
Gemeinde Hebertsfelden

Brandenburg:
ÖBVI Schweitzer, Bad Liebenwerda

Mecklenburg-Vorpommern:
Vermessungsbüro Voigt, Lansen
Torresin Partner Jabel GbR

Niedersachsen
Gemeinde Großefehn

Rheinland-Pfalz:
VG Zweibrücken Land

Saarland:
Gemeinde Spiesen-Elversberg

Sachsen:
Gemeinde Gelenau
GNP Vermessungs GmbH, Ebersbach
Ingenieurbüro Edelmann Ingenieurgesellschaft mbH, Löbau