Neues von POLYGIS: die Version 9.9 – 3. Teil
Innovative Technikkomponenten
Die letzten Neuerungen in POLYGIS 9.9 betreffen
die Funktionen der GISDB, dem neuen Statistikmodul,
und der GPS-Anbindung. Abschließend
werden noch einmal alle neuen Module zur besseren
Übersicht tabellarisch dargestellt.

Durch die automatische Update-
Funktion sind die Metadaten immer
aktuell.
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GISDB
Die GISDB ist vereinfacht gesagt ein
Katastergenerator, mit dem einfache Fachanwendungen
oder Kleinkataster generiert
werden können. Die hiermit erzeugte
Anwendung kann problemlos in die POLYGIS-
Systemlandschaft integriert werden
und somit alle verfügbaren Systemleistungen,
wie beispielsweise Benutzerverwaltung,
Diagramme, Verschneidungen mit
anderen Fachverfahren sowie CAD-Funktionen
nutzen.
Dabei ist die generierte Anwendung weit
mehr als nur ein Ein-Tabellen-Modul. Mit
Hilfe des DB-Designers lassen sich Daten
aus einer Tabelle in die GISDB übernehmen.
Voraussetzung hierfür ist ein SQLServer
auf der Basis von ORACLE, MSSQL
oder PostgreSQL.
Nachdem die neue GISDB angelegt ist, aktualisiert
POLYGIS automatisch die Metadaten. Danach kann
die GISDB unter dem entsprechenden Projektnamen
im Unterpunkt Fachanwendungen geöffnet
werden. Die Verzeichnisse der Fachanwendung
(Profile, Reports, Scripts) werden automatisch
generiert.
Tabellen können einfach hinzugefügt oder erstellt
und integriert werden. Die Datenfelder werden wie
gewohnt beschrieben. Danach werden die neuen
Tabellen und Attributinformationen dem Metadatensystem
bekannt gemacht. Abschließend können
Pick-Listen definiert und eingehängt werden. Der
Maskenaufbau wird automatisch erstellt, kann aber
über den Maskenentwurf verändert werden. Insgesamt
entspricht das Handling den gewohnten
POLYGIS-Fachanwendungen.
Der Listenimport ist neu gestaltet worden. Beim
Abgleich werden alte und neue Attributwerte
gegenübergestellt. Über Markierungen werden die
zu übernehmenden Datensätze selektiert.
Der DB-Designer, mit dem Daten aus einer vorhandenen
Tabelle in die GISDB überführt werden,
steht den Nutzern mit Version 9.9 zur Verfügung.
Er reiht sich als neues Symbol in die Liste der Fachanwendungen
ein.
Zur vollständigen Integration der neuen Fachanwendung
ins POLYGIS müssen noch Keyfelder in
die GISDB übernommen werden. Dies geschieht
einfach über den Explorer durch Selektion des
Datenzugriffs und der rechten Maustaste (Übernahme
Keyfelder).
Damit steht den Anwendern ein außerordentliches
Werkzeug zur Verfügung, das sie bei der Erzeugung
von individuellen Anwendungen unterstützt. Es ist
einfach zu handhaben und hilft bei den sogenannten
„ad hoc Anforderungen“.
Statistik/Diagramm-Modul
Bei dem auf Anwenderwunsch bearbeiteten Modul
werden Diagramme aus Datenreihen von Fachanwendungen
und der GISDB erstellt. Über die
GISDB können auch externe Datenreihen für die
Einstellung von Diagrammen verwendet werden.
Zunächst werden die gewünschten Eigenschaften
der Diagramme im Explorer festgelegt:
Die Abfolge der Schritte ist dann im Wesentlichen
wie folgt:
- Titel vergeben
- Ebenen auswählen, an deren Projekte die Diagramme angezeigt werden
- Diagrammart – Balken, Torten, Stapel
- Referenzpunkt und –Linie auswählen
- Breite und Höhe, das steht im Zusammenhang mit der Schriftgröße
- Anzeige der Werte, ggf. mit Beschriftungen
- Datenreihen anlegen oder zuweisen
- Datenfelder auswählen, die das Diagramm berücksichtigen soll
- Bezeichnung angeben
- Farbe für die Darstellung der Diagramme
- Vorschau
- Starten des Diagramms bzw. Aktualisierung der Daten
Bei dem Beispiel einer Wahlstatistik zeigen sich
folgende Ergebnismöglichkeiten (siehe rechts):
Selbstverständlich sind hierbei die Auswahl von
Diagrammtypen, Farbverläufen und Kombinationen
mit anderen Darstellungsformen frei zu definieren.
Im Einzelnen können bei der Generierung von
Diagrammen die folgenden Parameter beeinflusst
werden.
Allgemein
- Diagrammerstellung mit oder ohne Objektbezug
- Nur Diagramme markierter Objekte werden berücksichtigt
- Leere Diagramme ausblenden
Diagramm-Eigenschaften
- Referenzpunkte und –Linien
- Standardabmessung
- Schriftgrößen
- Titel- und Fußzeilen
- Beschriftungen der x- und y-Achsen
- Beschriftungsoption der Datenreihen
- Hintergrundfarben, 3D-Darstellung der Diagrammsymbole
- Diagrammgröße in Abhängigkeit von den Werten der Reihen
Die Datenreihen können im Experten-Modus auch
unmittelbar aus SQL-Abfragen gewonnen werden.
Dies setzt allerdings Kenntnisse der Tabellenstrukturen
und von SQL voraus.

Neu und doch vertraut: das
Handling entspricht den
Vorgängerversionen.
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GPS-Anbindung
Die GPS-Anbindung ist für zahlreiche Anwendungen
von Bedeutung: Übernahme von Messund
Positionsdaten, Navigation, Verfolgung von
Fahrzeugen und Flottenmanagement – beispielsweise
für den Einsatz bei Rettungsleitzentralen.
oder mobilen Anwendungen.
Um die Anwendung POLYGIS-GPS zu nutzen,
müssen zunächst entsprechende Geräte an das
System angeschlossen werden. Hierbei bedient sich
POLYGIS des Standards NMEA. Physikalisch wird
der GPS-Empfänger über USB oder Bluetooth
gekoppelt.
Jetzt besteht die Möglichkeit, Koordinaten über das
GPS zu empfangen. Sobald eine gültige Position
vorliegt, können die Koordinaten ausgelesen werden.
Zudem können auch Tracking-Linien ermittelt
und dargestellt werden. Mit LIVE-GPS wird die
Kartendarstellung dynamisch an die aktuelle GPSPosition
angepasst.
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