02/2008
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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Neues von POLYGIS: die Version 9.9 – 3. Teil
Innovative Technikkomponenten
 
Die letzten Neuerungen in POLYGIS 9.9 betreffen die Funktionen der GISDB, dem neuen Statistikmodul, und der GPS-Anbindung. Abschließend werden noch einmal alle neuen Module zur besseren Übersicht tabellarisch dargestellt.


Durch die automatische Update- Funktion sind die Metadaten immer aktuell.
GISDB
Die GISDB ist vereinfacht gesagt ein Katastergenerator, mit dem einfache Fachanwendungen oder Kleinkataster generiert werden können. Die hiermit erzeugte Anwendung kann problemlos in die POLYGIS- Systemlandschaft integriert werden und somit alle verfügbaren Systemleistungen, wie beispielsweise Benutzerverwaltung, Diagramme, Verschneidungen mit anderen Fachverfahren sowie CAD-Funktionen nutzen.

Dabei ist die generierte Anwendung weit mehr als nur ein Ein-Tabellen-Modul. Mit Hilfe des DB-Designers lassen sich Daten aus einer Tabelle in die GISDB übernehmen. Voraussetzung hierfür ist ein SQLServer auf der Basis von ORACLE, MSSQL oder PostgreSQL.

Nachdem die neue GISDB angelegt ist, aktualisiert POLYGIS automatisch die Metadaten. Danach kann die GISDB unter dem entsprechenden Projektnamen im Unterpunkt Fachanwendungen geöffnet werden. Die Verzeichnisse der Fachanwendung (Profile, Reports, Scripts) werden automatisch generiert.

Tabellen können einfach hinzugefügt oder erstellt und integriert werden. Die Datenfelder werden wie gewohnt beschrieben. Danach werden die neuen Tabellen und Attributinformationen dem Metadatensystem bekannt gemacht. Abschließend können Pick-Listen definiert und eingehängt werden. Der Maskenaufbau wird automatisch erstellt, kann aber über den Maskenentwurf verändert werden. Insgesamt entspricht das Handling den gewohnten POLYGIS-Fachanwendungen.

Der Listenimport ist neu gestaltet worden. Beim Abgleich werden alte und neue Attributwerte gegenübergestellt. Über Markierungen werden die zu übernehmenden Datensätze selektiert. Der DB-Designer, mit dem Daten aus einer vorhandenen Tabelle in die GISDB überführt werden, steht den Nutzern mit Version 9.9 zur Verfügung. Er reiht sich als neues Symbol in die Liste der Fachanwendungen ein.

Zur vollständigen Integration der neuen Fachanwendung ins POLYGIS müssen noch Keyfelder in die GISDB übernommen werden. Dies geschieht einfach über den Explorer durch Selektion des Datenzugriffs und der rechten Maustaste (Übernahme Keyfelder).

Damit steht den Anwendern ein außerordentliches Werkzeug zur Verfügung, das sie bei der Erzeugung von individuellen Anwendungen unterstützt. Es ist einfach zu handhaben und hilft bei den sogenannten „ad hoc Anforderungen“.

Statistik/Diagramm-Modul
Bei dem auf Anwenderwunsch bearbeiteten Modul werden Diagramme aus Datenreihen von Fachanwendungen und der GISDB erstellt. Über die GISDB können auch externe Datenreihen für die Einstellung von Diagrammen verwendet werden. Zunächst werden die gewünschten Eigenschaften der Diagramme im Explorer festgelegt:

Die Abfolge der Schritte ist dann im Wesentlichen wie folgt:

  • Titel vergeben
  • Ebenen auswählen, an deren Projekte die Diagramme angezeigt werden
  • Diagrammart – Balken, Torten, Stapel
  • Referenzpunkt und –Linie auswählen
  • Breite und Höhe, das steht im Zusammenhang mit der Schriftgröße
  • Anzeige der Werte, ggf. mit Beschriftungen
  • Datenreihen anlegen oder zuweisen
  • Datenfelder auswählen, die das Diagramm berücksichtigen soll
  • Bezeichnung angeben
  • Farbe für die Darstellung der Diagramme
  • Vorschau
  • Starten des Diagramms bzw. Aktualisierung der Daten
Bei dem Beispiel einer Wahlstatistik zeigen sich folgende Ergebnismöglichkeiten (siehe rechts): Selbstverständlich sind hierbei die Auswahl von Diagrammtypen, Farbverläufen und Kombinationen mit anderen Darstellungsformen frei zu definieren. Im Einzelnen können bei der Generierung von Diagrammen die folgenden Parameter beeinflusst werden.

Allgemein

  • Diagrammerstellung mit oder ohne Objektbezug
  • Nur Diagramme markierter Objekte werden berücksichtigt
  • Leere Diagramme ausblenden

Diagramm-Eigenschaften

  • Referenzpunkte und –Linien
  • Standardabmessung
  • Schriftgrößen
  • Titel- und Fußzeilen
  • Beschriftungen der x- und y-Achsen
  • Beschriftungsoption der Datenreihen
  • Hintergrundfarben, 3D-Darstellung der Diagrammsymbole
  • Diagrammgröße in Abhängigkeit von den Werten der Reihen
Die Datenreihen können im Experten-Modus auch unmittelbar aus SQL-Abfragen gewonnen werden. Dies setzt allerdings Kenntnisse der Tabellenstrukturen und von SQL voraus.


Neu und doch vertraut: das Handling entspricht den Vorgängerversionen.

GPS-Anbindung
Die GPS-Anbindung ist für zahlreiche Anwendungen von Bedeutung: Übernahme von Messund Positionsdaten, Navigation, Verfolgung von Fahrzeugen und Flottenmanagement – beispielsweise für den Einsatz bei Rettungsleitzentralen. oder mobilen Anwendungen.

Um die Anwendung POLYGIS-GPS zu nutzen, müssen zunächst entsprechende Geräte an das System angeschlossen werden. Hierbei bedient sich POLYGIS des Standards NMEA. Physikalisch wird der GPS-Empfänger über USB oder Bluetooth gekoppelt.

Jetzt besteht die Möglichkeit, Koordinaten über das GPS zu empfangen. Sobald eine gültige Position vorliegt, können die Koordinaten ausgelesen werden. Zudem können auch Tracking-Linien ermittelt und dargestellt werden. Mit LIVE-GPS wird die Kartendarstellung dynamisch an die aktuelle GPSPosition angepasst.