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Mit allen Wassern gewaschen
PolyGIS bei der PROWA Ingenieure Dresden GmbH
Die PROWA Ingenieure Dresden GmbH ist Spezialist in Sachen Wasser. Ob Wasserwerk, Kläranlage, wasserbauliche Anlage oder Abwasserkanal: Die PROWA plant und überwacht auch die Realisierung der Hoch- und Tiefbauarbeiten. Die anschließende Dokumentation der Daten geschieht unter anderem mit PolyGIS. Dank einer entsprechenden Partnerschaft mit IAC kann PROWA die Software den jeweiligen Kommunen und Abwasserzweckverbänden auch gleich komplett mit den Projektdaten gefüllt anbieten.

Die Sanierung der Gottleuba in einem naturnahen Flussbett ist eines von zahlreichen Wasserbau-Projekten der PROWA Ingenieure Dresden GmbH. |
Nur einen Steinwurf von der berühmten Semperoper entfernt liegt der PROWA-Unternehmenssitz. Das sieht wie ein Verweis auf die Firmengeschichte aus, denn die PROWA war in der DDR ein sehr großes Unternehmen und als riesiges Kombinat im gesamten Land für die Wasserbaumaßnahmen zuständig. Jeder Abwasserkanal und jedes Wasserwerk der DDR wurde an den im gesamten Land verteilten Schreibtischen der PROWA geplant und "projektiert", wie es die Ingenieure nennen, wenn aus dem Plan Wirklichkeit wird.
Doch das ist Geschichte. Heute ist die PROWA Ingenieure Dresden GmbH nur eines von mehreren Nachfolgeunternehmen des aufgelösten Kombinats. Und die Büros im Inneren verbreiten eine freundlich-helle Atmosphäre. "Wir sind das Ergebnis eines so genannten Management By-Outs aus dem Jahr 1991", erläutert Dr. Hartmut Reitz, Leiter des Bereichs EDV in dem Unternehmen. Die örtliche Unternehmensleitung hat seinerzeit das Geschäft von der Treuhandanstalt übernommen und ist seitdem hauptsächlich in Sachsen und den angrenzenden Regionen im Namen von Wasser und Umwelt unterwegs. Rund 40 Mitarbeiter beschäftigt die PROWA Dresden damit heute. Die Kunden sind Kommunen, Abwasserzweckverbände aber auch Industrieunternehmen wie etwa BASF. Für diese Auftraggeber hat man in den zurückliegenden Jahren hauptsächlich Wasserwerke und Kläranlagen inklusive der dazu gehörenden Leitungsanlagen geplant. "Da lag die Nutzung eines Geoinformationssystems für die anschließende Dokumentation natürlich nahe", erläutert Dr. Reitz. Schon 1995 begann die Zusammenarbeit mit IAC, die inzwischen so weit fortgeschritten ist, das PROWA das System und die entsprechenden Fachschalen für Abwasser und Kanal selbstständig vertreibt. Zuständig für dieses Geschäftsfeld GIS, das derzeit ca. zehn Prozent zum Jahresumsatz beiträgt, ist Dr. Reitz. "Zudem steuern wir unser fachliches Know-How im Wasser- und Abwasserbereich für die Entwicklung der Fachschalen bei. Das Aussehen der Wasser-Fachschale, welches keinen Vergleich mit anderen System zu scheuen braucht, ist zu einem Teil auch unser Verdienst", betont der 41-jährige das Engagement des Unternehmens in diesem Bereich.

Dr. Hartmut Reitz hat als Abteilungsleiter EDV bei der PROWA Ingenieure Dresden GmbH maßgeblich an den Wasser-Fachschalen für PolyGIS mit gearbeitet. "Unsere Zusammenarbeit mit IAC hat sich bewährt", so sein Resümee. |
Guten Gewissens empfiehlt Dr. Reitz seinen Kunden PolyGIS, nicht nur weil im eigenen Unternehmen erfolgreich damit gearbeitet wird. In Kombination mit einer SQL-Datenbank wandern nach erfolgreichem Ende eines Projektes die Daten in PolyGIS. "Wir schätzen die Software insbesondere für ihre Fähigkeit, offen für vielfältige Datenformate und -strukturen zu sein", so Dr. Reitz und er lobt zudem die weitgefächerte Schnittstellenlandschaft zu dem System. Diese Vorteile kommen bei den Projekten von PROWA auch immer dann zum tragen, wenn am Anfang der Arbeit unterschiedlichste Datenbestände sondiert werden müssen. Dr. Reitz deutet auf eine Karte, die mit bunten Farbtupfern übersät das Zuständigkeitsgebiet eines Abwasserzweckverbandes zeigt. "Jeder dieser Farbtupfer beschreibt ein Gebiet für das Datenbestände mit unterschiedlicher Qualität vorliegen", so Dr. Reitz. Das sind im besten Falle Bestandsdaten einer Leitungsdokumentation, die schon von PROWA gemacht wurden und in der eigenen Datenbank schlummern, es können aber auch kommunale Daten aus Straßenbauprojekten sein oder Vermessungen, die der Zweckverband irgendwann mal hat machen lassen. "Alle diese Daten führen wir in PolyGIS zusammen und verschaffen uns so erst mal einen Überblick über das Projektgebiet. Danach entscheiden wir, welche Daten aufgrund von Genauigkeit und Aktualität für eine Übernahme in ein Informationssystem geeignet sind und erstellen für unsere Kunden realistische Zeit- und Finanzpläne." Auch die Überblickskarte selbst ist direkt mit PolyGIS erzeugt worden, das alle Möglichkeiten bietet, die man für Beschriftung und Legende braucht. "Die Karten aus dem System sind direkt geeignet für Präsentationen bei unseren Kunden", freut sich auch Dr. Reitz.
Der Kunde ist in diesem Fall der Abwasserzweckverband, aber auch die Kommunen sollen nach Möglichkeit mitspielen und ihre Geodaten zuliefern. "Allerdings hatten wir bei unseren Datenrecherchen noch nie Probleme, Daten von den Gemeinden zu bekommen, wenn denn welche vorhanden sind", erinnert er sich. Das von PROWA entwickelte Geschäftsmodell ist allerdings auch überzeugend: Die GIS-Dienstleister vermitteln die gegenseitige Übergabe der vorhanden Geodaten, bereiten diese mit PolyGIS zum einen für die konkreten Projekt-Zwecke zum anderen aber auch für spätere ämterübergreifende Nutzung in den Kommunen auf und ermöglichen den Gemeinden somit einen äußerst kostengünstigen Zugang zu einer aufbereiteten Grundkarte. Natürlich wird damit auch die Sensibilität für das Thema GIS insgesamt geweckt und als Nebengeschäft zum eigentlichen Abwasserprojekt versucht Dr. Reitz, die Kommunen als PolyGIS-Anwender zu gewinnen. "Das ist auch deswegen attraktiv, weil wir ja die gesamte Datenpflege und Aktualisierung als Dienstleister übernehmen können." Dadurch werden die ohnehin knappen personellen und materiellen Ressourcen in den meisten Rathäusern nicht weiter belastet.
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Anders als in den westlichen Bundesländern haben die Sachsen allerdings noch mit einem speziellen Dokumentationsproblem zu kämpfen. "Es gab Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre in der DDR das sogenannte Landprogramm. Seinerzeit haben alle möglichen Institutionen von der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) bis zum Landkreis mit staatlicher Unterstützung Wasserleitungen verlegt", berichtet Dr. Reitz. Doch kaum jemand hat diese Leitungen kartiert. "Da sind wir manchmal auf alte Arbeiter angewiesen, die noch wissen, wo sie welche Leitung verlegt haben." Auch solche Recherchen sind nicht selten Teil größerer Wasserprojekte, ersparen sie doch in manchem Fall das kostspielige Orten der Leitungen.
Zugleich begründet Dr. Reitz damit die regionale Beschränkung der PROWA Ingenieure Dresden GmbH. "Es würde für uns sehr schwierig werden, weit außerhalb Sachsens tätig zu sein, da wir viel Wert auf Kundennähe legen. Dies ist durch unsere umfangreichen vor Ort-Dienstleistungen unbedingt erforderlich." Langfristige Kundenbindung und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, bei dem der Kunde weiß, dass man fachgerecht und mit der notwendigen Sorgfalt mit fremden Daten umgeht, ist PROWA dabei wichtiger als eine schnell verdiente Mark. Zwar sei Datenfernwartung heute Stand der Technik, doch wenn in einer kleinen Kommune ein Problem mit der Software oder den Daten auftauche, könne man im Notfall noch am selben Tag vor Ort sein, betont Dr. Reitz. Und auch die Recherche nach alten Wasserleitungen würde außerhalb des vertrauten Rahmens wohl schwieriger.
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