03/2002

Online-Kundenzeitschrift der
Ingenieurgesellschaft für angewandte
Computertechnik mbH, Leipzig
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PolyGIS-Funktionen
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Jahrhundertflut
PolyGIS-Fachschale
Editorial
Kurz belichtet
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Was ist neu in PolyGIS 8.5?

Mit dem PolyGIS-Update sind in folgenden Bereichen neue bzw. erweiterte Funktionen hinzugekommen: CAD, Bearbeitungen, Abfragen, Drucken, Administration und Fachschalen. Nachfolgende Beispiele informieren über diese neuen Funktionen. Einen detaillierten Funktionsüberblick bieten die PolyGIS-Update-Lehrgänge.

PolyGIS - CAD-Funktionen
Mehrere Parallelen mit Abstand: Mit dieser Funktion werden Polylinien gleichzeitig in verschiedenen Ebenen erzeugt. Diese Polylinien werden als Parallelen zu einer vorhandenen Linie gebildet (siehe Abb.1).
Abb.1
Abb.1
Fläche teilen: Aus einer Fläche können mehrere neue Flächen in der gleichen Ebene erzeugt werden indem eine Polylinie, die nicht auf dem Rand der Fläche anfangen oder enden muss, digitalisiert wird. Die Sachdaten werden von der Ausgangsfläche auf die neuen Flächen übertragen (siehe Abb.2). Flächen zusammenführen: Flächen, deren Hüllpolygone mindestens ein gemeinsames Segment haben und Flächen, die einander überlappen, können zu einer Fläche zusammengefasst werden. Die neue Fläche umfasst dann das ursprüngliche Gebiet aller Flächen einschließlich des überlappenden Bereichs.

Abb.2
Abb.2
PolyGIS - Bearbeitungsfunktionen
Pufferbildung: Mit der Pufferbildung können Flächen als Puffer um vorhandene Objekte gebildet werden. Typische Anwendungsbereiche dafür sind z.B. das Digitalisieren von Emissionszonen, Schutzgürteln und Reichweiten. Makro-Explorer: Anstatt eine Reihe von Operationen manuell durchzuführen, kann mit dem Makro-Explorer ein einziges Makro erstellt werden, das die gewünschten Aufgaben durchführt.

PolyGIS - Abfragefunktionen
Abfrage nach Position: Bei der Abfrage nach Position wird die Lage von Objekten bestimmter Ebenen in Bezug auf andere Objekte ausgewertet. Die Auswertungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, z.B.: Welche erfassten Bäume befinden sich auf Flurstücken im städtischen Besitz? Wieviel Prozent der Grundfläche von Flurstücken sind überbaut?

Abb.3
Abb.3
PolyGIS - Drucken
Drehen des Druckbereiches: Für den Schnell- und Schablonendruck ist als Funktionserweiterung das Drehen von Druckbereichen möglich. Die Drehung kann entweder bei der Platzierung des Druckbereiches und/oder in der Druckvorschau festgelegt werden und wird auch im Druckbereich abgespeichert (siehe Abb. 3).
Abb.4
Abb.4
Automatische Legende am Bildschirm: PolyGIS bietet durch die automatische Legende am Bildschirm die Möglichkeit, jederzeit einen Überblick darüber zu behalten, aus welchen Ebenen die Objekte stammen, die derzeit im aktuellen Bildschirmausschnitt sichtbar sind (siehe Abb. 4).

PolyGIS - Administration
Erweiterte Rechtevergabe: Über die bisher schon verfügbaren und sehr differenzierten Nutzerrechte hinausgehend können nun zusätzlich Rechte auf Attribute und Attributdefinitionen vergeben werden. Somit können beispielsweise Darstellungseigenschaften der ALK vor Änderungen geschützt werden, ohne dass damit der Zugriff auf andere Attribute/Attributdefinitionen eingeschränkt ist.

 

PolyGIS -Fachschalen

Tabellenmenü
Filter: Die Funktion Filter ermöglicht sehr komplexe Datenbankabfragen zu formulieren. Um die Formulierung der Bedingungen zu erleichtern, gib es jetzt eine weitere Benutzeroberfläche, die vom Aufbau den bereits bekannten Funktionen "Abfrage nach Wert" bzw. "Thematische Karte" entspricht. Den mit der Abfragesprache SQL vertrauten Nutzern steht weiterhin die bisherige Filter-Funktion als "Expertenmodus" zur Verfügung.

Selektionslisten: Neu zum Funktionsumfang hinzugekommen sind Selektionslisten. Hat man im Ergebnis einer Suche, eines Filters etc. Datensätze gefunden und markiert, können diese als Selektionsliste abgespeichert werden. Somit besteht die Möglichkeit, jederzeit einmal abgespeicherte Selektionslisten zu laden, wobei dafür zwischen verschiedenen Markierungsoptionen gewählt werden kann.

Registrierung in den Fachschalen
Benutzerspezifische Registrierung: Die Registrierung in der Fachschale wurde um eine benutzerspezifische Version erweitert. Dazu können vom System-Administrator in der Registrierung ein Benutzer ausgewählt und Eintragungen zu diesem vorgenommen werden. Ein angemeldeter Benutzer kann nur seine eigene Registrierung ändern, also weder die der anderen noch die Standard-Registrierung. Existiert eine benutzerspezifische Registrierung, so werden zuerst die Standard-Registrierung ausgeführt und anschließend die Registrierung des Benutzers. Die benutzerspezifische Registrierung setzt also die Standard-Registrierung nicht außer Kraft, sondern ersetzt oder erweitert diese. Damit können Datenfelder in Abhängigkeit vom angemeldeten Benutzer vorbesetzt bzw. aktualisiert werden.

Objektregistrierung in PolyGIS
Automatische Ebenenzuordnung: Die Objektregistrierung im PolyGIS wurde bisher ausschließlich für das Generieren von Objekten aus der Fachschale genutzt. Zusätzlich wird nun auch für das automatische Verschieben von Objekten in andere Ebenen in Abhängigkeit von Sachdateneinträgen die Objektregistrierung ausgewertet.

Abb.5
Abb.5
pmf-Datenaustausch mit Fachschalendaten
pmf-Export-Schablone: Mit dem pmf-Datenaustausch können Fachschalendaten an andere Datenbanken übergeben werden. Die Ziel-Datenbank kann dabei schon Daten enthalten. Um doppelte Einträge zu vermeiden, ist ein Datenabgleich erforderlich. Für jede Tabelle muss also definiert sein, welche(s) Datenfeld(er) als Schlüsselfeld(er) für den Datenaustausch genutzt werden sollen. Welche Datenfelder geeignete Schlüsselfelder sind, hängt vom Datenbestand des Anwenders ab. Der eine Nutzer möchte z.B. über die Straßenkürzel abgleichen, ein anderer über den Straßennamen, weil er vielleicht gar kein Kürzel erfasst hat. Es gibt also keine allgemeingültigen Vorgaben für eine aufgabengerechte Definition der Schlüsselfelder. Mit PolyGIS 8.5 können diese Einstellungen als pmf-Export-Schablone direkt im Exportmenü konfiguriert werden. Erstellte pmf-Export-Schablonen können gespeichert werden und sind somit für den nächsten Datenaustausch verfügbar. In der pmf-Datei wird die Exportschablone (Abgleichsdefinitionen) mit übergeben. Vor dem Import kann der Nutzer die verwendete Exportschablone einsehen und kontrollieren. Beim Import werden dann die Schlüsselkombinationen ausgewertet. Mit der pmf-Export-Schablone entfällt die Einstellung der Schlüsselfelder in der database-Datei (siehe Abb. 5).