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Mit POLYGIS zum digitalem Planwerk
Ersterfassung bei den Stadtwerken Döbeln

Seit
fast 150 Jahren beliefern die Stadtwerke Döbeln mit Energie
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Zwischen ehrwürdigen Bauten, wie der Nicolaikirche
und den Bürgerhäusern nahe der Altstadt, befindet sich direkt an den idyllischen Ufern der Mulde das Gebäude der Stadtwerke Döbeln. Seit fast 150 Jahren beliefert das Versorgungsunternehmen
die heute über 20.000 Einwohner zählende Kleinstadt mit Energie. Seit einem Jahr stehen die Stadtwerke Döbeln vor der Herausforderung,
ihre vormals analoge Planauskunft zu digitalisieren.
Als die Stadtwerke Döbeln damit begonnen hatten, ein Geografisches Informationssystem (GIS) für ihre Zwecke zu finden, waren die Anforderungen an das GIS eindeutig: „Der Dienstleister musste die Ersterfassung des Netzwerkes im Hause der Stadtwerke abwickeln und ein striktes Zeitfenster
einhalten“, erinnert sich Joachim Schönberg, Fachabteilungsleiter Technik. Innerhalb von zehn Monaten sollte beispielsweise die Ersterfassung für das 310 km lange Stromnetz abgeschlossen sein. Beim Auswahlverfahren, an dem sich insgesamt zehn Wettbewerber beteiligten, konnte sich die IAC mbH aufgrund ihrer überzeugenden Fachkompetenz,
sowohl in der Entwicklung von Anwendungen
als auch im Support, durchsetzen.
„Die IAC mbH überzeugte vor allem durch ihr Wissen rund um Versorgungsnetze und -anlagen, insbesondere in der nutzerorientierten Anwendung der GIS-Technologie im Ver- und Entsorgersegment. Hinzu kam, dass uns im Vorfeld andere Stadtwerke von der Zusammenarbeit mit IAC berichteten und die Stadtverwaltung Döbeln bereits fleißiger POLYGIS-
Nutzer war“, so Schönberg weiter.
Digitalisierung war zwingend notwendig
Der Arbeits- und Kostendruck auf Energieversorger
wächst. Dabei sind die künftig gesetzlich geforderten umfangreichen Berichtspflichten im Zuge der Trennung von Netz und Vertrieb nur ein Beispiel. „Die Zwänge der Marktwirtschaft, das zunehmende Baugeschehen in Döbeln und die damit verbundene Papierflut sowie die Vorschriften
des Energiewirtschaftgesetzes ließen uns keine andere Möglichkeit, als ein Geoinformationssystem zu beschaffen“, sagt Joachim Schönberg. Für die Bearbeitung der jährlich 600 bis 1.000 Planauskünfte
sowie 1.000 Feldbucheingänge wurde die Papierflut permanent größer. Es fehlte an manueller Zeichnerkapazität, Planwerke waren nicht mehr richtig präzisiert und von Jahr zu Jahr ungenauer geworden. „Stellen Sie sich vor“, sagt Schönberg mit einem ironischen Lächeln, „wenn früher ein Bürger der Stadt Döbeln einen Wäschepfahl auf seiner Wiese aufstellen wollte, hätte er damals bei seiner Schachtscheinanfrage 25 Teilpläne statt einem bekommen, um herauszufinden, ob auf seinem
Grundstück eine Leitung verläuft oder nicht“. Bei der permanenten Papierflut wurde ein effizienter
Erfassungsprozess von grundlegender Bedeutung.
„Das GIS-Projekt profitierte dabei vor allem von der langjährigen Erfahrung der IAC-Fachleute im Versorgerbereich“, kommentiert Ulrike Krause, GIS-Administratorin. Nach Einführung von POLYGIS
galt es, die analogen Pläne sukzessive zu erfassen.
„Einige der ca. 4.000 Planwerke waren fast ein Jahrhundert alt und aufgrund der Ungenauigkeit nicht zu gebrauchen“, ergänzt Schönberg.
Schnelle Ersterfassung
Das Jahr 2005 steht bei den Stadtwerken ganz im Zeichen der Ersterfassung. „Zu Beginn galt es, neben der Erstellung einer Erfassungsvorschrift auch Begehrlichkeiten bei den Prüfern herzustellen. Denn diese waren es gewohnt, auf dem Bau zu sein und kannten die Arbeit vor dem Bildschirm nicht. Die Prüfer, der beste Gaser und der beste Stromer der Stadtwerke, konnten in kürzester Zeit vom analogen Denken weggebracht werden“, erinnert sich Schönberg. Dies ist durch den Einsatz eines Mittlers und der IAC hervorragend gelungen. Der gesamte Bestand der Sparten Strom, Gas und Fernwärme sollte von den analogen Originalunterlagen im POLYGIS digitalisiert werden. Deshalb war die räumliche Nähe zwischen den IAC-Erfassern und den Prüfern der Stadtwerke zwingend notwendig. Damit die Ersterfassung überhaupt erst im Hause der Stadtwerke stattfinden konnte, ohne dass die IAC mbH selbst Mitarbeiter entbehren musste, einigten sich beide darauf, neues Personal einzustellen.

Fertig! Die Ersterfassung für das Stromnetz wurde zwei Monate früher als geplant abgeschlossen.
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Zu diesem Zweck erhielt die IAC den Auftrag, vom Arbeitsamt fünf neue „Erfassungsmitarbeiter“ zu rekrutieren, die das Leipziger Unternehmen innerhalb von sechs Wochen erfolgreich ausbildete. Mit der Ersterfassung begannen die Mitarbeiter gegen Ende 2004. Der Zeitraum von zehn Monaten setzte ein hohes Maß an kooperativer Zusammenarbeit
und fachlicher Führung mit der IAC mbH voraus. Bis Oktober 2005 sollten nicht nur die POLYGIS-Lösung installiert sein, sondern auch der Datenbestand des Stromnetzes digitalisiert werden; Gas und Fernwärme sollen bis März 2006 folgen. „Die große Motivation der eigenen Mitarbeiter und die Möglichkeit, sie frühzeitig und vor Ort auf dem System zu schulen, boten gute Voraussetzungen für eine reibungsarme und schnelle Abwicklung der Arbeiten“, sagt Schönberg. „Auch das Engagement der IAC mbH war beeindruckend“, weiß Krause zu berichten. Das Ergebnis ihres Engagements: Die Ersterfassung für das Stromnetz wurde bereits im August 2005, zwei Monate vor dem eigentlichen Termin, im POLYGIS abgeschlossen. Die Ersterfassung
für Gasleitungen und Fernwärme hingegen ist noch nicht fertig gestellt. Hierfür läuft die Arbeit momentan auf Hochtouren, so dass die Realisierung
einer vollständigen digitalen Planauskunft für das gesamte Netzwerk in greifbare Nähe rückt. „Damit hat die IAC nicht nur bewiesen, dass sie Kompetenz bei der Auswahl des neuen Personals
besaß, sondern auch, dass die POLYGIS-Fachschale Strom einfach
in der Handhabung ist“, sagt Schönberg weiter.
Kosten und Zeit sparen

Das Team um Joachim Schönberg: aufgeweckt, dynamisch und voller Engagement bei der Ersterfassung
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Die Chancen und Risiken von Stadtwerken steigen und sinken im liberalisierten Energiemarkt mit der Bereitschaft, Kooperationen einzugehen.
Synergien können dabei sowohl aus der Bündelung von Know-how als auch aus gemeinsamen
Projekten geschaffen werden. Die Stadtwerke haben dies erkannt und agieren und kooperieren mit der Stadtverwaltung Döbeln, der OEWA Wasser und Abwasser GmbH. „Unsere Partner verwalten gemeinsam die digitale Stadtgrundkarte und haben die Kosten für die Überfliegung durch drei geteilt“, kommentiert Krause. Dazu hatte man einen Kooperationsvertrag
geschlossen, um die Daten der DSGK-DL (Digitale Stadtgrundkarte Döbeln) als Grundlage für die Datenersterfassung zeitnah zu erhalten. Diese digitalen Daten erlauben eine differenzierte Betrachtung nach Themen und stellen damit einen wesentlichen Vorteil für die Bestandsdatenerfassung
dar. „In der Zusammenarbeit mit der Stadt und der OEWA wurden durch Arbeitsteilung wertvolle
Synergieeffekte, Zeitersparnisse und somit Kosteneinsparungen ermöglicht“, sagt Schönberg. So verhindern gegenseitige Abstimmungen und die Zusammenarbeit mit den Partnern eine Doppelbeauftragung
bei den Vermessungsarbeiten.
„Überhaupt rechnet sich der ganze Arbeitsaufwand um POLYGIS, den man in Euro nicht ausdrücken kann, schon jetzt“, meint Schönberg. „Der Komfort von POLYGIS wird vom Kunden, der auf die Schnelle einen anständigen Plan für sein Grundstück
bekommt und von Mitarbeitern
gleichermaßen genutzt. Durch POLYGIS sparen wir bereits jetzt 500 bis 1.000 Arbeitsstunden im Jahr“, so Schönberg. Arbeitszeit und Kosten möchten die Stadtwerke in naher Zukunft auch bei der Bearbeitung
von Störungen einsparen. Zurzeit wird der Störungsdienst mit Laptops ausgerüstet. Er kann dann direkt vom mobilen Gerät aus in das Leitungssystem sehen, ohne dafür 4.000 Pläne zu wälzen.
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