03/2005
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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Mit POLYGIS Elektrodaten verwalten - 2. Teil

Der Arbeits- und Kostendruck auf die Energieversorger wächst. Die gesetzlich geforderte Berichtspflicht im Zuge der Trennung von Netz und Vertrieb ist ein Beispiel. Ver- und Entsorgungsunternehmen stehen vor der Aufgabe, auch im Hinblick auf das Energiewirtschaftsgesetz, ihre Leitungen digital zu dokumentieren und in ein Geografisches Informationssystem zu überführen. Ziel ist es, Verwaltungs-, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Die Qualität und die Wirtschaftlichkeit von Entscheidungsprozessen soll erhöht werden. Weiterhin sollen die Auskunftspflicht und -aufgaben gegenüber Kunden und Unternehmen transparenter gemacht werden. Wo verlaufen Leitungen? Lohnt sich eine neue Trafostation? Ist die alte Trafostation schon abgeschrieben und hat sie nur noch einen geringen Buchwert? Oder schließen wir besser den Straßenzug vorübergehend an eine andere Station an, bis sich die Investition wieder lohnt?

Stations- und Trafodaten
Das Datenbanksystem von POLYGIS-Elektro wurde komplett überarbeitet. Feldlängen wurden erweitert und zahlreiche Bereiche, wie z.B. die Stationen mit ihren Einzelelementen Trafos, Schaltanlagen, Sammelschienen, im Datenumfang komplettiert.

Die Station:

  • Per Knopfdruck ist die Berechnung der Trafoauslastung [%] möglich.
  • Wie bei allen anderen Netzobjekten können in der Maske auch die Wartungen und Schäden bearbeitet werden.
  • Ein zusätzlicher Schalter zeigt per Knopfdruck die an die Station angeschlossenen Erder.

Der Trafo:
Die Trafodaten können sowohl über den Zugang der Station als auch direkt über das Hauptmenü ‚Netz’ eingesehen und bearbeitet werden. Durch den Aufruf eines entsprechenden Reports erscheint die Belastung der zu einer Station gehörenden Trafos sofort auf dem Bildschirm oder schwarz auf weiß auf Papier.

Querschnitte, Schutzrohre und Schutzrohrpakete (SRPs)
Einen Graben ziehen, die Hausmauer aufstemmen, den Hausanschluss durch die Mauer legen, das Ganze dann wieder von außen verputzen und abdichten – so sah noch vor 30 Jahren das übliche Hausanschlussverfahren aus. Und das nicht nur einmal, sondern jeweils separat für Strom, Trinkwasser, Erdgas und Telefon – Kabelfernsehen gab es ja damals noch nicht. Das Verfahren war nicht nur aufwändig und teuer, sondern hinterließ auch jede Menge Schmutz am Haus. Heute sieht die Realität anders aus. Statt alle Leitungen ins Haus einzeln zu verlegen, werden zuerst Schutzrohre – eines je Sparte – in einem gemeinsamen Graben von der Mauereinführung bis zur Hauptleitung verlegt. In diese Schutzrohre werden dann die einzelnen Leitungen eingezogen. In POLYGIS-Elektro ist die Darstellung von mehreren zusammengehörenden Schutzrohren als Schutzrohrpaket möglich. D.h., anstelle der Abbildung der einzelnen Schutzrohre als GIS-Objekte wird das betreffende SRP als „Ersatz-Objekt“ dargestellt. Natürlich wird die Zusammengehörigkeit auch in der Datenbank abgebildet und ist jederzeit zum Grafik-Objekt als Information abrufbar.

Der Aufbau eines solchen Paketes kann, wie jede andere Stelle des Leitungsnetzes auch, als Querschnitt grafisch abgebildet werden. Dabei werden die Leitungsabschnitte mit ihrer jeweiligen Lage in einem Schutzrohr dargestellt.

Trassenabschnitte
Eine weitere elegante Möglichkeit der vereinfachten Abbildung von Leitungen, Schutzrohren und SRPs in POLYGIS sind Trassenabschnitte. Die Trassendaten werden in der Fachschale abgelegt und informieren den Anwender auf einen Blick über die enthaltenen Leitungselemente.