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Neuntes POLYGIS-Anwendertreffen in Leipzig
Kundenbetreuung groß geschrieben
Am neunten POLYGIS-Anwendertreffen,
das am 26. und 27. September
2006 im CCL Leipzig stattfand,
nahmen knapp 300 Anwender sowie Partner und Kunden teil. Die Besucher nutzten auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit, an zahlreichen
Vorträgen und Workshops teilzunehmen,
um ihr Fachwissen rund um POLYGIS zu erweitern und Diskussionen
mit Kollegen zu führen.

Rolf Lüdicke, Geschäftsführer der IAC mbH, begrüßt "296 Personen aus 154 Institutionen aus 14 Bundesländern"
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Die Reaktionen auf das Anwendertreffen
waren sehr positiv. Der Tenor: Es ist den Organisatoren gelungen, ein anspruchsvolles Programm in einer offenen Atmosphäre auf die Beine zu stellen, in der die Besucher intensiv Informationen austauschen konnten.
Sven-Olaf Hoth von den Stadtwerken Neubrandenburg fasste am Mittag des ersten Tages zusammen, was wohl viele
Teilnehmer im Vorfeld dachten und im Anschluss des Treffens bestätigen konnten: „Dieses Jahr ist es besonders interessant, weil eine Fülle neuer Funktionen
von POLYGIS präsentiert werden.“
Das war im letzten Jahr weniger der Fall, denn in dieser Phase konzentrierten
sich die Entwickler des SWBB-Teams von Geschäftsführer Lothar Bubel vornehmlich auf Arbeiten am Softwarefundament. Die Migration auf eine neue Softwareplattform (Serviceorientierung) ist laut Bubel „eine Investition in die Zukunft“. Nun könnten die Früchte der Investitionen geerntet werden,
in Form neuer Funktionen, Features und – für viele Anwender nicht unerheblich – verbesserter Ergonomie der Software. Lothar Bubel bleibt aber auch den alten ehrgeizigen Zielen treu. In seiner Eingangsrede betonte er ausdrücklich: „POLYGIS wird auch in Zukunft das schnellste GIS bleiben“. Die Zuhörer dankten es ihm mit großer Aufmerksamkeit
und gespannter Erwartung.
Mit den Neuerungen stellte Bubel den POLYGIS-Anwendern für die Zukunft einen stetig wachsenden
Nutzen in Aussicht. Auch deshalb konnte sich Rolf Lüdicke, Geschäftsführer der IAC GmbH in Leipzig, bereits bei der Begrüßung selbstbewusst zeigen, denn die geographische Verteilung der POLYGIS-Kunden hat sich bis dato als flächendeckend
erwiesen: „Ich begrüße 296 natürliche Personen
aus 154 Institutionen in 14 Bundesländern – lediglich die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sind noch nicht vertreten.“ Die Betonung lag dabei eindeutig auf „noch nicht“. Kunde, das ist für IAC nicht gleichbedeutend mit Vertragsnehmer oder Lizenzkäufer. Bei IAC kümmert man sich um den Kunden und zwar mit Leib und Seele und nicht nur mit Blick auf die Umsatzmaximierung.

Die Migration auf eine neue Softwareplattform – laut Lothar Bubel, Geschäftsführer der SWBB GmbH, „eine Investition in die Zukunft“
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Bei POLYGIS
kommt der Anbieter noch zum Kunden und nicht umgekehrt. So auch bei der festlichen Ehrung von Jubiläumskunden. IAC-Geschäftsführer Rolf Lüdicke ließ es sich nicht nehmen, von der Bühne zu steigen, um zusammen mit Dagmar Günther, der Organisatorin des Anwendertreffens, den Kunden
einen besonderen Tropfen „auf Augenhöhe“ für die 10-jährige Zugehörigkeit zur POLYGIS-Familie zu überreichen.
Im Plenarteil am Vormittag des ersten Tages gestattete
die offene und vertrauensvolle Atmosphäre auch ehrliche Selbstkritik. Und so konnte es sich Ulrich Neunfinger, Geschäftsführer der Business Value Consulting GmbH, erlauben, bei der Vorstellung
der Ergebnisse der POLYGIS-Kundenbefragung
2006 nicht nur auf die überwiegend positiven Ergebnisse zu fokussieren, sondern auch eine Reihe von Verbesserungs- und Optimierungsvorschlägen,
etwa bei der Kunden-Hotline oder einigen Produkten aus der POLYGIS-Reihe, zu unterbreiten.
Insgesamt ergab die Befragung jedoch den generellen Trend, dass die POLYGIS-Kunden dem Grunde nach sehr zufrieden sind und die Werte aus der letzten Kundenbefragung aus 2002 deutlich bestätigt und untermauert wurden. Diese hohe Kundenzufriedenheit wird laut Neunfinger auch zur weiteren positiven Entwicklung des POLYGIS-Geschäftes führen. So planen beispielsweise mehr als 50 Prozent der Befragten, in Erweiterungen bestehender Anwendungen zu investieren. Weitere
Details aus der POLYGIS-Kundenbefragung werden in der nächsten vis à gis im Dezember veröffentlicht.
Der Workshopteil am Nachmittag bot den Teilnehmern
die Gelegenheit, sich umfassend zu speziellen Themen zu informieren und dabei das eigene Wissen
zu vertiefen oder über den eigenen Tellerrand zu blicken. Axel Funke von den Stadtwerken Brilon erläuterte in einem Vortrag seine Erfahrungen mit POLYGIS. Die Stadtwerke haben schon seit 1997 ein GIS in Gebrauch, sodass die Entscheidung für POLYGIS in 2004 sehr bewusst fiel. Auch ihn hat die Vielfalt der Möglichkeiten überzeugt. „Ich habe mit POLYGIS alle Informationen, die ich benötige, in einem Programm und kann mir die Benutzer-oberfläche so zusammenstellen, wie ich es für meine
Anwendung gerade brauche. Das hilft im Alltag enorm.“ In seinem Arbeitsalltag kommen fast täglich
neue Anwendungen hinzu, und das Programm war bis jetzt diesen neuen Aufgabenstellungen stets gewachsen. „Das hilft uns auch, langfristig vorausplanen
zu können und letztlich Geld zu sparen“. Die Vielfältigkeit von POLYGIS bestätigte auch Ramona von Ahlen von den Stadtwerken Bernau. „Die Vorteile von POLYGIS sind erst nach einer gewissen Bearbeitungszeit zu ermessen, weil die Möglichkeiten so groß sind.“

Zufriedene Teilnehmer und Veranstalter – das neunte POLYGIS-Anwendertreffen war ein voller Erfolg
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Im Plenarteil des zweiten Tages bildeten Doppik,
Substanzwertermittlung sowie die finanzielle Bewertung von Straßen die Schwerpunkte. Bis spätestens
2008 soll die kameralistische Haushaltsführung
in allen Bundesländern in ein bilanzbasiertes Haushalts- und Rechnungssystem auf der Grundlage
der doppelten Buchführung überführt werden. In einem Vortrag zu POLYGIS und Doppik wurde deutlich, dass die Rechtslage zu diesem Thema von vielen als unklar empfunden wird und niemand derzeit so genau weiß, wohin die Reise geht. Wird eine perfekte Eröffnungsbilanz
von den Kommunen
erwartet oder reicht eine grobe Vermögenserfassung? Vielfach hängt das nicht vom Willen, sondern vielmehr von den finanziellen und personellen Ressourcen der Kommunen ab. Die Erfassung des kommunalen Verkehrsinfrastrukturvermögens, der Immobilien und des Grund und Bodens ist aufwändig.
In jedem Falle, so Frank Leibrock von der SWBB GmbH und Michael Geipel von der NTR Software, helfe POLYGIS bei der Datenerfassung
enorm, weil vorhandene GIS-Daten genutzt werden könnten.
Wie man kommunale Vermögensbestände für die Bilanz effizient erfasst und bewertet, erläuterte Dr. Andreas Großmann in seinem
Vortrag. Mit dem „Stuttgarter Modell“ stellte er eine Methode vor, mit der sich bei der Zustandserfassung und -bewertung von Straßen Zeit, Geld und Personal einsparen lassen. Darüber hinaus könnten Kommunen damit ein Werterhaltungsmanagement betreiben, da sich daraus zuverlässig der zukünftige Werterhaltungsbedarf
sowie die Maßnahmenzuordnung ableiten ließe.
Klemens Taplan, GIS-Koordinator der Stadt Borken,
zeigte in seinem Vortrag auf, dass Geodatenmanagement
eine kooperative Aufgabenstellung ist. In einem regen Austausch mit Kreis, Land, Stadtwerken
und Ingenieurbüros beziehen die Kooperationspartner
alle voneinander GIS-Daten – eine klassische Win-Win-Situation. „Es lohnt sich, bei einer Befliegung hochauflösende Luftdaten produzieren
zu lassen, weil anschließend mehr potenzielle
Nutzer Interesse an den Orthofotos haben. Das ist zwar etwas teurer, bringt aber eine Teilung der Kosten und eine Multiplikation des Nutzens“, führte
Taplan aus. Bei den entsprechend niedrigeren Preisen sträuben sich dann auch kleinere Kommunen
nicht mehr, die Bilder zu kaufen.
Als Fazit ist festzuhalten, dass Leipzig mal wieder eine Reise wert war. Nicht zuletzt, weil rund um POLYGIS „Kümmerer“ am Werk sind. Das zeigte sich auch am ersten Abend, als nach einer Entdeckungstour
durch die geschichtsträchtige Leipziger Innenstadt die traditionsreiche Moritzbastei zum gemeinsamen Abendessen angesteuert wurde.
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