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POLYGIS im schwäbischen Mering
Ein eigenes GIS lohnt sich

Die Verwaltung in Mering ist
fortschrittlich eingestellt – auch
und gerade in Sachen GIS, denn
schon seit 1998 ist dort POLYGIS im
Einsatz.
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Kinder- und familienfreundlich
ist man im
schwäbischen Mering,
einer 13.000 Einwohner
zählenden Gemeinde auf
halber Strecke zwischen
Augsburg und München
gelegen. Mering wächst
und ist damit ein Beweis
dafür, dass hohe Lebensqualität,
gepaart mit einer
modernen Verwaltung, ein
wichtiger Wachstumsfaktor
sein kann. Die Verwaltung
in Mering ist fortschrittlich
eingestellt – auch und
gerade in Sachen GIS, denn
schon seit 1998 ist dort
POLYGIS im Einsatz. Die
Gründe, die für die Einführung
eines eigenen GIS
in einer kleineren Kommune
sprechen, erläuterten Stefan Nerlich, Verwaltungsleiter,
Richard Sedlmeir, GIS-Administrator
und Agnes Brandt, GIS-Bearbeiterin, der vis à
gis-Redaktion im Gespräch.
Seit 1998 POLYGIS in Mering
Zweifellos ist die Region zwischen Augsburg und
München, in der Schwaben und Oberbayern am
Lech aneinanderstoßen, eine der schönsten Landstriche
Deutschlands. Doch wer glaubt, dort in
der ländlichen Idylle gehe es beschaulich und eher
ruhig zu, der irrt sich zumindest beim Thema GIS
ganz gewaltig. „Wir sind stolz auf unsere Unabhängigkeit“,
eröffnet Richard Sedlmeir, EDV-Leiter
und GIS-Administrator Gemeinde Mering, das
Gespräch. Die Gemeinde hat sich mit den beiden
Orten Schmiechen und Steindorf vor knapp 30
Jahren zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen
und nutzt seither die Synergien,
die eine gemeinsame Verwaltung bietet.
So auch im GIS-Betrieb. Schon seit 1998 ist POLYGIS in
Mering ein fester Bestandteil. „Natürlich haben
wir am Anfang zunächst langsam und vorsichtig
die ersten Schritte mit POLYGIS unternommen,
indem wir das System als Plattform für Flurstücksauskünfte
genutzt haben“, erinnert sich Sedlmeir,
„doch schnell wurde uns klar, dass wir hier ein
Werkzeug haben, mit dem weitaus mehr möglich
ist.“ Welche Möglichkeiten POLYGIS über diese
ersten Anwendungen hinaus bietet, zeigte sich
schnell. Denn Anfang 2000 begann man sich im
Meringer Rathaus mit dem Aufbau eines Systems
zur Verwaltung und Planung des gemeindeeigenen
Wasser- und Abwasserkanalnetzes zu beschäftigen.

Agnes Brandt ist die POLYGISBearbeiterin
in Mering
„Am meisten schätze ich
an POLYGIS die einfache
Bedienbarkeit. Eine Schulung
hat ausgereicht, um mich in dem
System zurechtzufinden. Und wenn
ich mal eine Frage habe, dann
hilft mir die Service-Hotline bei
IAC immer schnell und kompetent
weiter.“
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„Unser Bürgermeister, Hans-Dieter Kandler, wollte
alle Daten unbedingt im eigenen Hause haben, so
dass wir uns dazu entschlossen, POLYGIS bei uns
zu erweitern“, gibt dann auch Stefan Nerlich, Leiter
der Verwaltungsgeschäftsstelle, zu Protokoll. Die
Folge war die Anschaffung der Fachanwendungen
Wasser und Abwasser aus der POLYGIS-Familie.
„POLYGIS besticht durch die einfache Bedienbarkeit,
und vor allem war für uns wichtig, dass
das System von Anfang an auf dem einfachen PC
funktionierte. Wir wollten nicht auch noch in teure
Hardware zusätzlich investieren müssen“, begründet
der Verwaltungsleiter die damalige Entscheidung
– eine Entscheidung, die sich gelohnt hat.
Dienstleistung oder Eigenregie?
„Für kleine Kommunen ist es immer eine Frage, ob
man selbst ein System aufbaut, oder sich von einem
Dienstleister bedienen lässt“, stellt EDV-Leiter Sedlmeir
fest, und die beiden Experten Sedlmeir und
Nerlich sind sich in ihrer Antwort auf diese Frage
völlig einig. „Gerade eine kleinere Kommune sollte
den Schritt zum eigenen GIS gehen, weil die Flexibilität
und Unabhängigkeit sowie der Nutzen, den
man mit einem eigenen GIS gewinnt, wiegen die
Investition bei Weitem auf.“ Diese überzeugte GISHaltung
ist nicht aufgesetzt, sondern ernst gemeint.
Dies zeigt sich auch darin, dass Mering vor einigen
Wochen Gastgeber des POLYGIS-Anwendertreffens
Bayern war und ab Oktober als Veranstaltungsort
für POLYGIS-Gruppenschulungen in Bayern
bereit steht. „Wir geben unsere Erfahrungen gerne
weiter und stehen immer zur Verfügung, wenn uns
jemand fragt“, zeigt sich Verwaltungsleiter Nerlich
offen. „Natürlich wollen auch wir von den Erfahrungen anderer POLYGIS-Anwender profitieren
und dies war der Grund, warum unser Bürgermeister
selbst die POLYGIS-Nutzer aus Bayern
hier zu uns eingeladen hat“, bemerkt der 38jährige
Diplom-Verwaltungswirt.
Meringer mit Leib und Seele
Die Meringer wissen, wovon sie sprechen. Denn
schließlich hat sich in fast zehn Jahren ein großer
Erfahrungsschatz im Umgang mit POLYGIS
und den Projekten entwickelt. „Für uns hat sich
herausgestellt, dass die Möglichkeit, Daten jederzeit
bearbeiten und flexibel nutzen zu können,
das entscheidende Argument ist. Wenn man einen
Dienstleister damit beauftragt, muss man in der
Regel immer Zeitverzögerungen und Umwege in
Kauf nehmen. Das wollen wir nicht, und unsere
Mitarbeiter, etwa die Wasser- und Abwassermeister,
wissen diese flexible und schnelle Datenverfügbarkeit
sehr zu schätzen“, berichtet Richard Sedlmeir
aus der Praxis. Der 46jährige Verwaltungsfachwirt
ist Meringer durch und durch. Geboren in Mering,
wohnhaft in Mering und seit über 30 Jahren in der
Gemeinde tätig. Ihm nimmt man es ab, wenn er
über die Erfahrungen berichtet, denn schließlich
liegt ihm das Wohl seiner Heimatgemeinde besonders
am Herzen.

Erfolgreiches Team: Richard
Sedlmeier, Agnes Brandt und
Stefan Nerlich (v.l.n.r.)
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Auf dem Weg zum ämterübergreifenden GIS
„Wir erkennen doch alle mehr und mehr, dass am
Flurstück nahezu alle Informationen hängen, die
in einer Kommune eine Rolle spielen“, so Sedlmeir
weiter, „und deshalb wollen wir in Zukunft POLYGIS
zu einem ämterübergreifenden Informationssystem
ausbauen.“ Und in der Tat haben die Meringer
bereits mit dem nächsten Schritt begonnen. Im
April 2006 wurde eine Befliegung der Gemeinde in
Auftrag geben, bei der Luftbilder mit zehn Zentimeter
Auflösung entstanden sind. Aus diesen Aufnahmen
wurden bereits verschiedenste Informationen
herausdigitalisiert, um diese künftig in unterschiedlichen
Spezialkatastern zu nutzen – selbstverständlich
mit POLYGIS. So erfasste man
die Standorte der Straßenbeleuchtung
ebenso wie den Baumbestand und
die straßenbegleitenden Grünflächen.
Obwohl das Stromnetz
sich nicht im Eigentum der
Gemeinde befindet, hilft ein
Straßenbeleuchtungskataster
ungemein, die Wartungs- und
Instandhaltungsarbeiten effizient
durchführen zu können. „Und
das Schönste daran ist, POLYGIS
bietet bereits im Kern so viele Funktionalitäten,
dass man noch nicht einmal eine zusätzliche Fachapplikation
benötigt, um die Straßenlaternen damit
verwalten zu können“, freut sich Sedlmeir.
Doch in Mering wird noch weiter gedacht. „Das
neue kommunale Finanzmanagement NKF ist,
obwohl ja in Bayern noch nicht
verpflichtend, für uns durchaus
ein Thema“, berichtet Verwaltungsleiter
Nerlich aus seinen
Überlegungen. „Wir wollen uns
zum Beispiel demnächst mit
unseren gemeindeeigenen Straßen
beschäftigen, denn Straßen
sind mit das Teuerste, was eine
Kommune im Bestand hat“, so
Nerlich. Dazu hat Mering auch
schon die Fachanwendung POLYGIS-
KSIB (Kommunale Straßen
Informationsdaten-Bank) angeschafft
und aus den Luftbildern
die Bordsteinkanten herausdigitalisiert. „Es geht
immer weiter, und ständig fallen uns neue Themen
ein, die wir mit POLYGIS anpacken können“, so
EDV-Leiter Sedlmeir. „Doch Achtung, eins nach
dem anderen. Wir wollen uns natürlich auch nicht
verzetteln“, stellt Verwaltungsleiter Nerlich
klar. Man kann sich allerdings sicher
sein, diese Gefahr besteht in Mering
nicht.
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