03/2008
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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In der POLYGIS-GISDB stecken vielfältige Funktionalitäten
Neuer Katastergenerator
 
Die zahlreichen Rückfragen, die seit der Veröffentlichung der POLYGIS-GISDB eingegangen sind, bestätigen, dass bei den Nutzern ein hoher Informationsbedarf besteht. Aufgrund der Funktionalitäten des Werkzeuges wird es im weiteren Verlauf als Katastergenerator oder Generator für Kleinkataster bezeichnet. Vielleicht setzt sich diese treffendere Bezeichnung mit der Zeit auch bei den Anwendern durch.


Bild 1: Einbettung der selbstgenerierten Katasteranwendungen in die POLYGIS Applikationsstruktur
Die Idee und die Motivation für die Entwicklung des Katastergenerators sind leicht zu benennen. Häufig ergeben sich Aufgaben aus der täglichen Arbeit, bei denen projektbezogen bestimmte Analysen mit Raumbezug durchgeführt werden müssen.

Die Standardanwendungen, die von POLYGIS angeboten werden, sind auch gezielt auf die Standardabläufe in Verwaltungen abgestimmt. Müssen aber außerhalb der Norm einmalige Planungsfragen oder spezielle Projekte bearbeitet werden, ist ein unterstützendes Werkzeug hilfreich und notwendig, das über folgende Eigenschaften verfügt:

  • Verwendung bestehender Kartenwerke und thematischer Karten
  • Strukturierungsmöglichkeit der Daten in Ebenen, Projekte und Mappen
  • Nutzung bereits bestehender Programmteile, wie z. B. Benutzerverwaltung, gesamte GISFunktionalität
  • einfache Erstellung einer Anwendung
  • Datenimport- und -exportfunktionen
  • Analysefunktionen und SuchCenter
Die Grafik (Bild 1) zeigt, wie die selbstgenerierten Anwendungen sich in die Anwendungsstruktur von POLYGIS einbetten. Es stehen dann alle von POLYGIS und seinen Anwendungen gewohnten Leistungen zur Verfügung.

Vorarbeiten zur Nutzung der POLYGIS-GISDB
Bevor mit der GISDB gearbeitet werden kann, muss eine Datenbankinstanz bereitgestellt werden. Dies ist bereits gegeben, wenn eine POLYGISFachanwendung installiert ist. Als nächstes werden die Tabellen der GISDB einem POLYGIS-Projekt zugeordnet. Das geschieht wie gewohnt mit den Administrationswerkzeugen. Hier wird der Name der GISDB-Fachanwendung angegeben. Alle Tabellen, die entweder über Import oder aus POLYGIS heraus angelegt worden sind, werden über diese Fachanwendung adressiert.

Die Arbeit mit einer GISDB -Tabelle
Tabellen werden über den Menüpunkt "Datenzugriff anlegen/ verändern" je nach Wunsch entsprechend bearbeitet.


Bild 2: Verwaltung der Tabellenfelder in GISDB
Die Eigenschaften der Tabelle werden angezeigt und man sieht (Bild 2), dass zwischen den technischen Datenfeldnamen und den angezeigten Namen (prompts) unterschieden wird. Diese und das gesamte Layout für die Bearbeitung der Tabelle können gestaltet werden. Für alle Nutzer gibt es aber nur ein Layout.

Aufgaben bei der Administration
Es folgt eine Liste von administrativen Aufgaben, die im Umfeld der GISDB anfallen können. Sie zeigt, wie die GISDB in POLYGIS verzahnt ist und dass das Bedienfeld mit dem von POLYGIS gewohnten identisch ist:

  • Festlegung einer Datenbank-Instanz
  • Beschreibung des Datensatzes
  • Einhängen oder Aushängen einer Tabelle, Anbindung der Fachanwendung
  • Übernahme der Key-Felder in die GISDB im POLYGIS-Explorer.
  • Mappen-, Projekt- und Benutzeradministration
  • Registrierung der Importtabellen

Bild 3: DBDesigner, Vorbereitung der Registrierung, Auswahl des Eingabetyps
Der GISDB-Import – DBDesigner
Der besondere Komfort des Werkzeuges liegt in der schnellen Bereitstellung von Daten für POLYGIS. Hierbei kann auf viele externe Datenformate zurückgegriffen werden. So kann ein Listenimport aus EXCEL-Listen (mit Koordinaten) zur Generierung von Punkten mittels GISDB-Funktionen durchgeführt werden. Das Importverfahren unterstützt zwei wesentliche Überlegungen:
  1. Häufig werden gleichgeartete Datenbestände einzulesen sein, z.B. bei Daten, die sich auf ein bestimmtes festgelegtes (kachelweises) Gebiet beziehen und die Datenstrukturen ansonsten identisch sind.
  2. Datenbestände werden periodisch aktualisiert, wie es z. B. bei der ALK der Fall ist. Auch hier sind die Datenstrukturen über lange Zeiträume identisch.

Für diese oder ähnliche Aufgaben steht der DBDesigner zur Verfügung, der dem Import vorgelagert ist und die Zieldatenstrukturen interaktiv definiert. Er hilft beispielsweise dabei, die Datenstrukturen zu analysieren und die Datenformate zu erkennen. Das Ergebnis ist eine Zielstruktur oder ein Beschreibungsdatensatz. Über eine Protokolldatei kann die Automatik überprüft und gegebenenfalls weiter angepasst werden (Bild 3). Die Bedienung des DBDesigners ist für die Importformate immer gleich. So ist ein immer einheitliches Bedienfeld für Daten verschiedenster Herkunf vorhanden. POLYGIS harmonisiert damit den Zugang zu verschiedensten Datenquellen. Selbstverständlich müssen die Dateien vorher registriert werden, damit sie POLYGIS für die Bearbeitung bekannt sind.

Vergleich mit Standardanwendungen von POLYGIS
Der Komfort der einfachen eigenen Anwendungserzeugung wird nur mit geringen funktionalen Einschränkungen bezahlt. Die folgende Übersicht vergleicht die Funktionalität von POLYGIS Standardanwendungen mit selbstgenerierten Anwendungen.