03/2008
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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POLYGIS-Anwendertreffen fand vom 17.-18. Juni 2008 statt
Besucherrekord in Leipzig
 
Das POLYGIS-Anwendertreffen ist zum festen Bestandteil in einer kontinuierlich wachsenden Nutzergemeinschaft geworden und verzeichnet stetig steigende Besucherzahlen. Zum elften Mal trafen die POLYGIS-Kunden und Interessenten am 17. und 18. Juni im Congress Center der Leipziger Messe zusammen: Über 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchten den fachlichen Austausch und freuten sich auf gesellige Stunden nach der Arbeit in Auerbachs Keller.

Das Jubiläumstreffen der POLYGIS-Anwender 2007 in Mainz bot den Besuchern im kurfürstlichen Schloss nicht nur einen besonderen Rahmen, sondern auch eine Premiere als erstes Anwendertreffen außerhalb Leipzigs. Da die POLYGIS-Anwender inzwischen aus ganz Deutschland kommen, wurde ein Wechsel der Veranstaltungsorte von vielen gewünscht und begrüßt. Dementsprechend kehrte das Treffen in diesem Jahr wieder in heimische Leipziger Gefilde zurück.

Die bewährte Programmstruktur bildete auch in diesem Jahr den Rahmen: Während morgens themenübergreifende, aber dennoch praxisorientierte Übersichtsvorträge gehalten wurden, widmete sich der Nachmittag der konkreten POLYGIS-Anwendung. Gemäß diesem Konzept boten IAC und SWBB ihren Besuchern insgesamt sieben Plenarvorträge, 24 Workshops, eine kleine Partner-Ausstellung und Raum für eine Vielzahl von interessanten Gesprächen im Foyer.

Die Vorträge behandelten vornehmlich Themen aus dem Bereich des eGovernments wie ALKIS, Doppik, XPlanung, GDI und kommunale Straßenerhaltung. Allen Themen war eines gemeinsam: ihre Grundlagen wurden bereits vor mehr als 10 Jahren durch Entscheidungen in Verbänden und Arbeitskreisen der Fachleute gelegt. Dies veranschaulicht deutlich, welche Zeitspanne vergehen kann, bevor solch komplexe Projekte überhaupt in der praktischen Umsetzung zum Tragen kommen.

Nach über zehn Jahren Planungszeit werden nunmehr die ersten Bundesländer die Abgabe der ALK-Daten gemäß des ALKIS-Standards einführen. Als beim Anwendertreffen vor drei Jahren erstmals über ALKIS berichtet wurde, erachteten die meisten Kommunen dieses Thema als noch nicht relevant. Erst jetzt beginnt sich der Standard kontinuierlich durchzusetzen. Ähnlich verhält es sich bei der GDI (Geodaten Infrastruktur). Zunächst schien dieses Projekt lediglich Ländersache zu sein, doch mittlerweile haben sich immer mehr Kommunen der Idee der GDIen angeschlossen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass mit der GDI nicht nur Daten für andere gesammelt, sondern auch Arbeitsvorteile in eigener Sache gewonnen werden. Somit lohnt es sich für jeden, der beabsichtigt, Daten im Internet zu publizieren, dies auf Basis der GDI-Standards tun. Zudem verpflichtet eine aktuelle EU-Richtlinie den Staat zur Bereitstellung einer GDI: Das EU-Projekt Inspire wurde in eine vorgeschriebenene Maßnahme für Deutschland und damit auch für die Kommunen überführt.

Die Doppik wurde, ergänzend zum Vortrag des letzten Jahres, aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Neben der gesellschaftspolitischen Motivation für die Doppik zeigte die Hochschule Harz praktische Details für die Umsetzung der Doppik auf. Grundlage hierfür waren Erfahrungen aus konkreten Beratungsprojekten sowie einem interessanten Selbstlernkurs für das Studium der Doppik, den die Hochschule entworfen hat – ein wertvoller Erfahrungsbericht für die Teilnehmer.

Die Inhalte der 24 Workshops an dieser Stelle wiederzugeben, ist nicht möglich. Wichtige Themen waren zum Beispiel Management von Liegenschaften, Neues von POLYGIS, XPlanung, Doppik- Monitor, KSIB, Kanal, mobile Arbeitsprozesse und vieles andere mehr.

Beim geselligen Abend in Auerbachs Keller konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass Historisches und Modernes sich in der sächsischen Metropole gut verbinden: Wo Goethe einst seinen Wein trank, kann auch Rockmusik ihren Platz haben.