POLYGIS-Anwendertreffen fand vom 17.-18. Juni 2008 statt
Besucherrekord in Leipzig
Das POLYGIS-Anwendertreffen
ist zum festen Bestandteil
in einer kontinuierlich wachsenden
Nutzergemeinschaft
geworden und verzeichnet
stetig steigende Besucherzahlen.
Zum elften Mal trafen die
POLYGIS-Kunden und Interessenten
am 17. und 18. Juni
im Congress Center der Leipziger
Messe zusammen: Über
370 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer suchten den fachlichen
Austausch und freuten
sich auf gesellige Stunden
nach der Arbeit in Auerbachs
Keller.
Das Jubiläumstreffen der
POLYGIS-Anwender 2007 in
Mainz bot den Besuchern im
kurfürstlichen Schloss nicht
nur einen besonderen Rahmen,
sondern auch eine Premiere
als erstes Anwendertreffen
außerhalb Leipzigs. Da die
POLYGIS-Anwender inzwischen
aus ganz Deutschland
kommen, wurde ein Wechsel
der Veranstaltungsorte von
vielen gewünscht und begrüßt.
Dementsprechend kehrte das
Treffen in diesem Jahr wieder
in heimische Leipziger Gefilde
zurück.
Die bewährte Programmstruktur bildete auch in
diesem Jahr den Rahmen: Während morgens themenübergreifende,
aber dennoch praxisorientierte
Übersichtsvorträge gehalten wurden, widmete sich
der Nachmittag der konkreten POLYGIS-Anwendung.
Gemäß diesem Konzept boten IAC und
SWBB ihren Besuchern insgesamt sieben Plenarvorträge,
24 Workshops, eine kleine Partner-Ausstellung
und Raum für eine Vielzahl von interessanten
Gesprächen im Foyer.
Die Vorträge behandelten vornehmlich Themen
aus dem Bereich des eGovernments wie ALKIS,
Doppik, XPlanung, GDI und kommunale Straßenerhaltung.
Allen Themen war eines gemeinsam:
ihre Grundlagen wurden bereits vor mehr als 10
Jahren durch Entscheidungen in Verbänden und
Arbeitskreisen der Fachleute gelegt. Dies veranschaulicht
deutlich, welche Zeitspanne vergehen
kann, bevor solch komplexe Projekte überhaupt
in der praktischen Umsetzung zum Tragen kommen.
Nach über zehn Jahren Planungszeit werden
nunmehr die ersten Bundesländer die Abgabe der
ALK-Daten gemäß des ALKIS-Standards einführen.
Als beim Anwendertreffen vor drei Jahren
erstmals über ALKIS berichtet wurde, erachteten
die meisten Kommunen dieses Thema als noch
nicht relevant. Erst jetzt beginnt sich der Standard
kontinuierlich durchzusetzen. Ähnlich verhält es
sich bei der GDI (Geodaten Infrastruktur).
Zunächst schien dieses Projekt lediglich Ländersache
zu sein, doch mittlerweile haben sich immer
mehr Kommunen der Idee der GDIen angeschlossen.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass mit der
GDI nicht nur Daten für andere gesammelt, sondern
auch Arbeitsvorteile in eigener Sache gewonnen
werden. Somit lohnt es sich für jeden, der
beabsichtigt, Daten im Internet zu publizieren,
dies auf Basis der GDI-Standards tun. Zudem verpflichtet
eine aktuelle EU-Richtlinie den Staat zur
Bereitstellung einer GDI: Das EU-Projekt Inspire
wurde in eine vorgeschriebenene Maßnahme für
Deutschland und damit auch für die Kommunen
überführt.
Die Doppik wurde, ergänzend zum Vortrag des letzten
Jahres, aus einem neuen Blickwinkel betrachtet.
Neben der gesellschaftspolitischen Motivation für
die Doppik zeigte die Hochschule Harz praktische
Details für die Umsetzung der Doppik auf. Grundlage
hierfür waren Erfahrungen aus konkreten
Beratungsprojekten sowie einem interessanten
Selbstlernkurs für das Studium der Doppik, den die
Hochschule entworfen hat – ein wertvoller Erfahrungsbericht
für die Teilnehmer.
Die Inhalte der 24 Workshops an dieser Stelle
wiederzugeben, ist nicht möglich. Wichtige Themen
waren zum Beispiel Management von Liegenschaften,
Neues von POLYGIS, XPlanung, Doppik-
Monitor, KSIB, Kanal, mobile Arbeitsprozesse und
vieles andere mehr.
Beim geselligen Abend in Auerbachs Keller konnten
sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass
Historisches und Modernes sich in der sächsischen
Metropole gut verbinden: Wo Goethe einst seinen
Wein trank, kann auch Rockmusik ihren Platz
haben.
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