04/2001

Online-Kundenzeitschrift der
Ingenieurgesellschaft für angewandte
Computertechnik mbH, Leipzig
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PolyGIS Funktionen

Ziel in dieser Rubrik der vis à gis ist es, wichtige Funktionen von PolyGIS, die von vielen Anwendern in ihrem Wert und Wirkung noch nicht vollständig erkannt sind und deshalb häufig nachgefragt werden, zu erläutern. In dieser Ausgabe werden die Funktionen "Individuelle Objekteigenschaften" und "Prioritäten" vorgestellt. Während die "Individuellen Objekteigenschaften" eine Funktion darstellt, deren Ziel das Verändern der Darstellung einzelner Objekte ist, ohne die Objekte in eine andere Ebenen verschieben oder in einer separaten Ebene neu anlegen zu müssen, regeln die "Prioritäten" im PolyGIS die Reihenfolge der einzelnen Ebenen. Beide Funktionen stehen eng miteinander in Verbindung und ermöglichen oft gemeinsam die Definition von Objekten auf unterschiedlichen oder gleichen Ebenen.

Individuelle Objekteigenschaften

Abb.1
Abb. 1
Jedes Objekt in PolyGIS gehört zu einer Ebene, so dass wesentliche Eigenschaften eines jeden Objektes schon durch diese Ebeneneigenschaften vorgegeben sind. Soll zum Beispiel die Kennzeichnung eines abgerissenen Hauses in der ALK neu vorgenommen werden ohne das Haus zu verändern bis zur nächsten ALK-Aktualisierung, so müssen hier dem Objekt "Haus" individuelle Objekteigenschaften zugeordnet werden. Die Frage nach dieser Funktion wird sowohl im PolyGIS-Schulungslehrgang als auch während der Produktpräsentation häufig gestellt. Der Schlüssel zum Erfolg ist die sogenannte Attributdefinition. Die Attributdefinition einer Ebene, in der ein Objekt existiert, bestimmt zunächst auch die Darstellungseigenschaften des Objektes.

Manchmal müssen jedoch Objekte optisch hervorgehoben werden, zum Beispiel wenn für alle an einer Straße anliegenden Flurstücke Erschließungsbeiträge erhoben werden sollen. Es soll jedoch in dem Zusammenhang keine andere Ebene mit einer anderen Darstellung genutzt werden, um die Objekte dahin zu verschieben oder zu kopieren, denn es sind doch nach wie vor Flurstücke, die in die Flurstücksebene gehören. Also werden den Objekten individuelle Attributdefinitionen (siehe Abb. 3) zu geordnet. Dies kann über das Menü "Objekteigenschaften" vorgenommen werden (siehe Abb. 1). Sollen mehrere ausgewählte Objekte individuell attributiert werden, so ist das Werkzeug "Feldinhalte setzen" dazu besonders geeignet (siehe Abb. 2).

 

Prioritäten

Abb. 2
Abb. 2
Raumbezogene Informationen überlappen einander. Wo sich ein Gebäude befindet, ist gleichzeitig ein Flurstück erfasst, eine Flurstücksnummer und eine Hausnummer sind digitalisiert und zusätzlich beliebig viele weitere Informationen wie Nutzungsarten, etc. vorhanden. Welche Information jeweils im Vordergrund angezeigt wird, regeln im PolyGIS die Prioritäten der einzelnen Ebenen. Beispiel: Wenn die Hausnummer eine höhere Priorität hat als das Gebäude, regelt die Prioritätensetzung, dass die Hausnummer nie vom Gebäude überdeckt wird. Beim digitalisieren von Verkehrswegen wird jedoch eine weitere Funktion benötigt. Denn hier kann nicht für alle Objekte der Ebene einheitlich die Priorität vergeben werden. Eine Bahnlinie kann sowohl als Über- oder auch als Unterführung einer Bundesstrasse existieren (Abb. 4). Deshalb ist es wichtig, einzelnen, auch individuell gewählten und definierten Objekten Prioritäten zuordnen zu können. Auch dazu dienen das Menü "Objekteigenschaften" (siehe Abb. 1) bzw. die Funktion "Feldinhalte setzen" (siehe Abb. 2).

Abb. 3
Abb. 3
        Abb. 4
Abb. 4