04/2002

Online-Kundenzeitschrift der
Ingenieurgesellschaft für angewandte
Computertechnik mbH, Leipzig
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Landschaftsplanung mit PolyGIS

Die Dr. Vogler und Partner Ingenieurgesellschaft mbH ist ein Planungsbüro mit Hauptsitz in Leipzig und den Schwerpunkten Rekultivierung, Renaturierung sowie Landschafts- und Freiraumplanung. Seit 1997 wird hier mit PolyGIS gearbeitet.

"Bereits Anfang der neunziger Jahre fingen wir an, uns mit GIS zu beschäftigen. Auf der Suche nach einer kostengünstigen, PC-tauglichen Lösung stießen wir auf die IAC mbH und PolyGIS", erinnert sich Frank Vogler, Geschäftsführer der Dr. Vogler und Partner Ingenieurgesellschaft. Trotz einiger Skepsis über Sinn und Notwendigkeit wurde für 1997 die Anschaffung von PolyGIS (damals Version 7.3)
PolyGIS-Oberfläche
PolyGIS-Oberfläche in der Landschaftsplanung
und die dazugehörige Schulung von zwei Mitarbeitern beschlossen. Auslöser war ein Auftrag der Kreisverwaltung Merseburg zur Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplans für das Gebiet der Elster-Luppe-Aue (zwischen Autobahn A 9 und Merseburg). Zuerst erfolgte hierfür nur eine reine Kartenherstellung, d.h. hauptsächlich die Ausnutzung der CAD-Funktion. In der weiteren Bearbeitung der Pläne konnten aber auch die Vorteile der digitalen Erstellung genutzt werden. Änderungen, Ergänzungen oder thematische Auszüge ließen sich relativ schnell realisieren.

Zunächst erfolgte mithilfe von PolyGIS weiterhin nur die reine Herstellung von Kartenwerken, d.h. es wurden fast ausschließlich die CAD-Funktionen genutzt. Bei der dafür nötigen Digitalisierung und Georeferenzierung der zugrunde liegenden topographischen Karten wurden vielfach Dienstleistungen der IAC mbH in Anspruch genommen. Zunehmend erfolgte dann aber die Nutzung von PolyGIS für die Zuordnung von Daten, wie aufgenommene Bodenprofile, oder zu definierten Flächen. Dies ermöglicht zum einen die kartographische Lagedarstellung der Profilstandorte und zum anderen erhalten die Flächen eine inhaltliche Qualität.

Je nach Aufgabenstellung wird bei der Dr. Vogler und Partner Ingenieurgesellschaft auch heute noch manchmal anstelle von PolyGIS ein reines CAD-Programm genutzt. Das erfolgt meistens dann, wenn vom Auftraggeber digitale Lage- und Höhenpläne geliefert werden, in die dann die Planaussagen eingearbeitet werden müssen. Wenn aber Auswertungen, wie beispielsweise Flächenbilanzen, vorzunehmen sind, werden die Daten in PolyGIS importiert, so dass dann wesentlich komfortabler weiter gearbeitet werden kann. Dafür ist der einfache Import von dxf-Daten in PolyGIS eine gute Voraussetzung. Beide Lösungen haben jedoch eins gemeinsam: Wird eine mit Computer erstellte und geplottete farbige Karte an einen Auftraggeber übergeben, so hat das zum einen den marketingwirksamen Nebeneffekt der Image-Erhöhung. Zum anderen werden räumliche Bezüge visualisiert, was Planungen, Gutachten oder Studien entsprechend anschaulicher macht.

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Die Zukunftsperspektiven der Dr. Vogler und Partner Ingenieurgesellschaft sehen so aus: Neben der ständigen Aktualisierung von PolyGIS mit den dazu gehörigen Schulungen soll die weitere Digitalisierung der vorhandenen Unterlagen und des Wissens mit Einbindung ins PolyGIS voran gebracht werden. Dazu kommt die ständige Aktualisierung vorhandener Daten und Planungen. Außerdem ist die engere Zusammenarbeit mit Verwaltungen und Behörden in Städten und Gemeinden, mit Kreisverwaltungen sowie Regierungspräsidien auf dem Gebiet der Datenbeschaffung und -pflege geplant. Dort werden die Daten oft als Insellösungen beschafft und verwaltet, häufig sind Bestände mehrfach vorhanden, ohne das sie abgeglichen oder gepflegt werden. Als dienstleistendes Büro mit entsprechender eigener Datenbasis und wirtschaftlicher Ausrichtung lassen sich hier viele Ansätze für eine Optimierung finden. Als erster Schritt in diese Richtung wird der Zweckverband "Saale-Elster-Luppe-Aue", in dem Gemeinden rund um den ehemaligen Tagebau Merseburg-Ost vertreten sind, über eine einfache und schnelle Datenbereitstellung unterstützt. PolyGIS wird dabei zunächst für die Erarbeitung eines Flyers zur Selbstdarstellung des Zweckverbandes genutzt werden. Ein Ziel wäre es, den Mitgliedsgemeinden PolyGIS nicht nur vorführen zu können, sondern sie von der Effektivität eines Einsatzes auch in der kommunalen Verwaltung zu überzeugen.

Die Elster