04/2003

Online-Kundenzeitschrift der
Ingenieurgesellschaft für angewandte
Computertechnik mbH, Leipzig
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6. PolyGIS-Anwendertreffen - ein Rückblick

Rolf Lüdicke
IAC-Geschäftsführer Rolf Lüdicke begrüßt Partner und Teilnehmer zum 6. PolyGIS-Anwendertreffen
Am 30.09. und 1.10. 2003 fand im Congress-Center der Leipziger Messe das 6. PolyGIS-Anwendertreffen statt - mit 200 Teilnehmern aus 123 verschiedenen Verwaltungen und Unternehmen. IAC bietet mit dem jährlichen Anwendertreffen eine kostenlose Weiterbildung und eine Plattform für den Erfahrungsaustausch. Die ständig steigende Zahl der Teilnehmer zeigt die Bedeutung dieser Veranstaltung.

IAC hat dem Feedback vom letzten Jahr folgend auch in diesem Jahr das Anwendertreffen in einen Vortrags- und einen Workshopteil gegliedert. So konnte die Vielzahl der Themen sinnvoll strukturiert dargeboten werden. Außerdem standen auch zahlreiche einzelne PolyGIS-Arbeitsplätze zur Verfügung, an denen jeweils spezielle Themen vorgestellt wurden und Freiraum für individuelle Gespräche geboten wurde.

Die Rückbetrachtung des 6. PolyGIS-Anwendertreffens zeigt, dass alle Angebote positiv aufgenommen wurden, insbesondere stießen die Workshops, in denen Anwendererfahrungen vermittelt wurden, auf großen Anklang:

Erfahrungen mit PolyGIS in Stadtwerken
Dr. Heiko Kammerath von der Firma IBET berichtete zusammen mit Anwendern über Erfahrungen im Umgang mit PolyGIS, beispielsweise bei der Digitalisierung des Stromnetzes für die Stadtwerke Torgau und die Stadtwerke Bernau, der Erfassung von Bestandsdaten, von neuen Objekten und Sachdaten aus Baumaßnahmen, die Datenerfassung durch Dienstleister und über Erfahrungen im Datenaustausch. Auch Oliver Schmiedgen von den Städtischen Werken Spremberg GmbH berichtete über die Vorgehensweise bei der Einführung von PolyGIS.

Erfahrungen mit der Dokumentation von Grünflächen
Dieter Riethmann und Klemens Taplan von der Stadtverwaltung Borken vermittelten ihre Erfahrungen mit PolyGIS im Bereich Grünflächen und Baumverwaltung, von Kontrollpflichten und Kostenplanung für die Pflege bis zur Erkenntnis, dass für eine optimale Kostenplanung erst eine Investition in eine entsprechende Software und eine Datenerfassung notwendig sind.

PolyGIS-Arbeitsplatz
An PolyGIS-Arbeitsplätzen wurden spezielle Themen vorgestellt und Raum für individuelle Gespräche geboten
Erfahrungen in der Bauleitplanung
Im Workshop zum Thema Bauleitplanung zeigten Jens-Peter Finke von der Stadt Aschersleben und Sebastian Pietsch von der Stadt Bischofswerda den anderen Kommunen, wie sie mit PolyGIS im Bereich Bauleitplanung Kosten einsparen können. Sie machten glaubhaft, dass PolyGIS ein sehr gutes Werkzeug ist, um die Bauleitplanung komplett, zumindest aber Änderungen dazu, kostengünstig in eigener Regie durchzuführen und dafür die Planprojekte FNP und B-Plan zu nutzen.

Auch die PolyGIS-Partner waren auf dem diesjährigen Anwendertreffen wieder zahlreich vertreten. Kanis Computer & Software unterstützte z.B. die Stadt Hettstedt beim Workshop "Vorstellung des Werdegangs der GIS-Einführung". Außerdem nahm die Firma SWBB mit einem Vortrag und zwei Workshops aktiv an der Gestaltung teil und stellte den neuen PolyGIS-Geodatenserver vor, der mit überragender Geschwindigkeit komplexe Raster-, Vektor- und Sachdaten verarbeitet. In einem der beiden Workshops ging es um die neue Fachschale zur Bearbeitung der gesplitteten Abwassergebühren.

Mehrere Partner beleuchteten darüber hinaus Themen zu kommunalen Straßen:

  • Die kommunale Straße und wie man sie optimal im Wert erhält mit PolyGIS-KSIB
  • Zustandserfassung kommunaler Straßen (Bericht in vis à gis 3/03)
  • Verkehrssicherungspflicht und Schadensmanagement für kommunale Straßen

Lösungen zur Datenintegration (EWO, Finanzen, ALB) in ein GIS präsentierte die Partnerfirma KOB-EDV-Systeme, mit folgenden Schwerpunkten:

  • Anspruch und Realität der integrierten Datenhaltung und Datennutzung
  • GIS-Anwendungen in Kommunen konzentrieren sich im Wesentlichen noch auf die Darstellung und Verwaltung von Karten und Plänen
  • komplexe Sachdatenhaltungen zu vorhandenen Geodaten werden in den kommunalen Grundanwendungen von GIS vermieden, da sie für die Kommunen Datenredundanzen zu den vorhandenen Systemen oder zumindest einen erhöhten Pflege- und Personaleinsatz bedeuten