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Eine weitere deutsche Großstadt setzt auf POLYGIS
POLYGIS-Lösung für Ludwigshafen
Die Rhein-Neckar-Metropole Ludwigshafen hatte
im Dezember 2003 beschlossen, die bisherige Technologie
IBM-GTIS beim Bereich Stadtvermessung
durch POLYGIS abzulösen und eine verwaltungsweite
Auskunftslösung mit dieser neuen Technik
aufzubauen. Seit Anfang dieses Jahres kooperiert
die Stadtverwaltung Ludwigshafen mit dem Softwarehaus
SWBB GmbH aus dem saarländischen
Kirkel. Ludwigshafen ist damit nach Wiesbaden
und Saarbrücken eine weitere deutsche Großstadt,
in der POLYGIS zum Einsatz kommt. 10 Erfassungs-
und 50 Auskunftslizenzen stehen der Stadt
in der ersten Stufe zur Verfügung. Nach knapp
zwölf Monaten gilt der Einsatz von POLYGIS in
Ludwigshafen als voller Erfolg und erstaunt selbst
Skeptiker, die POLYGIS immer nur als Anwendung
für kleine Kommunen betrachtet haben.

Das hohe Gebäude hat Symbolkraft:
hier werden die Fäden der
Stadt gezogen, von dort oben
verliert man nie den Überblick.
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Knapp 167.000 Einwohner leben in Ludwigshafen
auf insgesamt 7.767 Hektar. Die Stadtfläche wird
etwa zur Hälfte baulich genutzt. 13 Prozent des
Stadtgebietes sind als Industrie- und Gewerbeflächen
ausgewiesen, landwirtschaftliche Nutzflächen,
Wasser-, Wald- und Grünflächen umfassen
fast 4.000 Hektar. Diese Eckdaten zeigen, dass die
Verwaltung und Entwicklung der Bodenressourcen
anspruchsvolle Aufgaben sind, vor allem mit Blick
auf die rasante Stadtentwicklung. Für die raumbezogene
Informationsverwaltung bediente sich die
Ludwigshafener Stadtvermessung bislang des Systems
IBM-GTIS. Wesentliche Grundlage sind die
aufbereiteten digitalen Daten des Landesamts für
Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-
Pfalz (LVermGeo). Deren Übernahme und Weiterverarbeitung
war mit dem bisherigen System nicht
mehr zu bewältigen.
„Für uns war der Zeitpunkt für die Anschaffung
eines neuen GIS gekommen“, erläutert Dipl.-Ing.
Joachim Hillmus, Abteilungsleiter Geoinformation
und Kartographie beim Bereich Stadtvermessung.
„Gleichzeitig musste die ämterübergreifende Geo-
Daten-Nutzung auf Grundlage einer zentralen
Technik gelöst werden“, ergänzt Dipl.-Ing. Martin
Sturm, der beim Bereich Organisation für die GISKoordination
zuständig ist. Unter dem Arbeitstitel
LUgeo wurde ein Konzept erstellt und in seiner
ersten Stufe in einem Gemeinschaftsprojekt mit
dem Bereich Stadtvermessung umgesetzt.
Martin Sturm und Joachim Hillmus wurden mit der
Beschaffung eines neuen Systems betraut. Vorrangige
Projektziele waren dabei die effiziente Übernahme
der Basisdaten der Landesvermessung und
die qualifizierte Fortschreibung der digitalen Stadtgrundkarte.
In der mittelfristigen Perspektive wurde
ein zentrales GIS gesucht, das mit eigenen Fachanwendungen
oder in Anbindung an vorhandene Lösungen
die oben skizzierte stadtweite Nutzung der
vorhandenen Geodaten wirksam unterstützen
kann.
POLYGIS wurde zur ersten Wahl
Mit eigenen Kräften, ohne externe Berater, wurden
die umfangreichen Vorbereitungen für die öffentliche
Ausschreibung geleistet. Eine zweistellige Anzahl
von Herstellern nahm am Wettbewerb teil. Den
Zuschlag erhielt nach sorgfältiger Prüfung und Auswertung
das Softwarehaus SWBB GmbH aus dem
saarländischen Kirkel mit dem System POLYGIS -
das Angebot mit dem besten Verhältnis von Leistung
und Preis. „Als wir uns im Dezember letzten
Jahres für POLYGIS entschieden, haben uns die Demonstrationen,
die Geschwindigkeit und die Leistungsvielfalt
des Systems gleichermaßen beeindruckt.

Joachim Hillmus (l.) und Martin Sturm (r.)
wurden mit der Beschaffung eines neuen
GIS betraut.
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Ich erinnere mich, wie bei der Produktpräsentation
mit Hilfe von POLYGIS in kürzester
Zeit die kompletten Luftbilddaten des Stadtgebietes
angezeigt wurden“, schwärmt Hillmus noch heute.
Zeitersparnis und effizientes Arbeiten waren zwei
wichtige Auswahlkriterien. „Ausschlaggebend für
uns war auch, dass das System sich praktisch von
alleine in unsere Arbeitsprozesse einfügte und uns
dabei vielfach neue konzeptionelle Anstöße gab.“
Erfolgreiche Einführung von POLYGIS
bei der Stadtvermessung
Nach Vertragsabschluss wurden im Januar die Daten
der Landesvermessung und die eigenen Daten der
Stadtvermessung an die Firma SWBB übergeben.
Bereits im April waren 18 Mitarbeiter geschult, das
System als Client/Server-Lösung installiert und alle
übergebenen Daten importiert. „Erstaunlich wie
schnell die Daten der ALK und des ALB sowie die
Bestandsdaten der Stadtgrundkarte im Kasten waren“,
kommentierte Sturm.
Nun begann die „kreative“, aber auch sehr arbeitsintensive
Phase, bei der die Mitarbeiter der Stadtvermessung
mit POLYGIS ihre Stadtgrundkarte neu
strukturiert und ausgestaltet haben. Zusätzlich waren
auch schon erste Differenzdatenimporte zu ALK
und ALB durchzuführen. Seit Oktober ist POLYGIS
hier inzwischen erfolgreich in produktivem Einsatz.
POLYGIS ist eingeschlagen
Joachim Hillmus und Martin Sturm hoben die
Durchgängigkeit der Bedienung von POLYGIS besonders
hervor - nur ganze vier Schulungstage waren
nötig, um die Mitarbeiter in das System einzuführen.
Seit der Implementierung und Bereitstellung
nimmt POLYGIS eine rasante Entwicklung in
der Stadtvermessung: „Wir entdecken jeden Tag
neue Möglichkeiten und schöpfen POLYGIS noch
längst nicht aus“, berichtet Hillmus. Dementsprechend
motiviert seien auch seine Mitarbeiter.
Innerhalb von vier Wochen konnte die Bodenrichtwertkarte
flurstücksscharf auf Basis der ALK aufgebaut
werden.

Es galt, die Basisdaten zu übernehmen
und die digitale Stadtgrundkarte
fortzuschreiben.
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Bereits in der Abnahmephase, so Sturm, wurde das
System mit der Vision LUgeo auch anderen Bereichen
quer durch die Verwaltung zur Verfügung gestellt,
die teilweise mit eigenen Systemen, aber auch
noch mit analogen Karten arbeiten: ca. 60 Auskunftsplätze
wurden mit dem Werkzeug POLYGISWebexplorer
im Intranet zum Testen installiert und
gut angenommen, nicht zuletzt wegen der einfachen
Bedienung und der Tatsache, dass auch mit geringer
Leitungskapazität angebundene Ämter auf die zentral
bereitgestellten Daten zugreifen konnten. Für
150 Auskunftsplätze wurde inzwischen Bedarf angemeldet,
ein Zeichen, dass POLYGIS in Ludwigshafen
wirklich eingeschlagen hat. Die verwaltungsweite
Versorgung mit Auskunftsarbeitsplätzen wird nun
unter dem Titel LUgeo Stufe2 angegangen.
Sturm und Hillmus ließen es sich nicht nehmen,
sich ausdrücklich bei ihren Mitarbeiterinnen Haas
und Scheider sowie den Kollegen Hermannstädter,
Magin und Illi zu bedanken, ohne die dieses Projekt
nicht hätte durchgeführt werden können.
POLYGIS Ausblick
Für Martin Sturm und Joachim Hillmus ist klar:
POLYGIS kann in jedem Fall das zentrale GIS für die
Stadtverwaltung werden. Es erfüllt die Anforderungen
in der Stadtvermessung perfekt, die verwaltungsweite
Geo-Daten-Nutzung kann realisiert werden,
und es bietet mit seinen zahlreichen Fachanwendungen
ausgezeichnete Instrumente für andere
Fachaufgaben. Gleichzeitig ist POLYGIS so offen,
dass auch vorhandene GI-Systeme anderer Hersteller
integrierbar sind.
In weiteren Stufen sollen je nach Bedarf Erfassungsarbeitsplätze
und Fachanwendungen außerhalb der
Stadtvermessung zum Einsatz kommen, wobei die
Fachämter entscheiden, ob sie POLYGIS ebenfalls
einsetzen können. Erste Bestellungen liegen bereits
vor.Hierzu ist allerdings erforderlich, dass POLYGIS
mehrere Server und Geometriedatenbanken ansprechen
kann. Es besteht kein Zweifel, dass Lothar
Bubel, Geschäftsführer der SWBB GmbH, die letzte
Voraussetzung hierfür ebenfalls schaffen wird: Im
Frühjahr 2005 wird POLYGIS in der Lage sein, auch
komplexe, mehrstufige GIS-Serverstrukturen zu
unterstützen - der Weg für den systematischen Einsatz
bei großen Anwendern ist frei.
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