04/2005
Fachzeitschrift für POLYGIS-Kunden
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Anwenderbericht
POLYGIS-Partner
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Editorial
kurz belichtet
Lehrgänge und Termine
Kundenforum
IAC-Homepage
Das achte POLYGIS-Anwendertreffen
Positiver Rückblick

Am 20. September 2005 war es wieder soweit: IAC mbH und SWBB GmbH luden Kunden, Partner und Dienstleister zum POLYGIS-Anwendertreffen. 320 Vertreter aus Kommunen, Planungsbüros sowie aus der Ver- und Entsorgungswirtschaft waren der diesjährigen Einladung nach Leipzig gefolgt. Zwei Tage lang nutzten die Teilnehmer des Anwendertreffens die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema POLYGIS.


Rolf Lüdicke zog eine erste Bilanz zum Stadt-monitoring-Projekt in Thüringen
Langjährige Anwender sowie eine Vielzahl von Neulingen und Interessenten nutzten die Möglichkeit zu Fachgesprächen im Congress Center des Leipziger Messegeländes. Mit viel Spannung wurde bereits im Vorfeld des Anwendertreffens die Präsentation der POLYGIS-Version 9.6 erwartet. IAC mbH und SWBB GmbH stellten in den beiden Plenarteilen der Veranstaltung die Neuerungen der Version und den damit verbundenen Nutzen für die Anwender dar. Die erste Bilanz zum Stadtmonitoring-Projekt in Thüringen und der Rückblick auf 15 Jahre IAC mbH fanden großes Interesses bei den Zuhörern; ebenso die Würdigung langjähriger Kunden, wie beispielsweise die Stadt Meißen, die am ersten Veranstaltungstag ihr 10jähriges Jubiläum als POLYGIS-Kunde begehen konnten.

Neben den Plenarteilen ergaben Vorträge über Neuheiten, Präsentationen von Dienstleistern sowie Arbeitskreise zu Erfahrungen der Anwender ein vielfältiges und interessantes Programm und boten den Teilnehmern eine Vielzahl von Möglichkeiten, Synergien zu schaffen. An der Gestaltung des Programms beteiligten sich neben den Gastgebern auch ausgewählte Anwender, Partner und Dienstleister, die bereits sichtbare Erfolge mit der Anwendung von POLYGIS aufweisen konnten. In Workshops wurden verschiedene Themen zu POLYGIS, wie zum Beispiel die Administration, der Umgang mit Fachschalen und das neue Suchcenter vertiefend erläutert.


Lothar Bubel stellte u.a. Neuheiten rund um die POLYGIS-Version vor
Besonders großen Anklang fanden die beiden Workshops „Datenaustausch mit Dienstleistern“ (140 Teilnehmer) und „Administrieren von POLYGIS leicht gemacht“ (160 Teilnehmer). In den Pausen zwischen den einzelnen Workshops konnten die Teilnehmer mit anderen POLYGIS-Anwendern weitere Ideen und Anregungen austauschen. Viele Gespräche wurden geführt und so manche Frage der Anwender klärte sich in der Diskussion mit anderen Nutzern vor Ort. Während der zwei Tage kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Zum Ausklang des ersten Tages fanden wahlweise eine Stadtrundfahrt und ein Stadtrundgang durch Leipzig statt. Ein geselliger Abend und ein gemütliches Abendessen im 135 Meter hohen Panorama Restaurant Leipzig rundeten die Veranstaltung des ersten Tages ab. Die Rückbetrachtung des Anwendertreffens zeigt, dass alle Angebote positiv aufgenommen wurden. Im Ergebnis bot das Anwendertreffen wieder ein gelungenes Programm und wurde erneut zur zentralen und informativen Veranstaltung für alle POLYGIS-Nutzer.

Für POLYGIS-Kunden und Interessenten bleibt deshalb nur die Empfehlung, das Angebot von IAC mbH und SWBB GmbH auch im nächsten Jahr zu nutzen. Das neunte Anwendertreffen wird vom 26. bis 27. September 2006 wiederum auf dem Leipziger Messegelände stattfinden.

 

Die neue POLYGIS-Systemarchitektur
Keine Hexerei

Fundus, Conductus, Apparatus – einige Neuerungen der POLYGIS-Version 9.6 klingen fast wie Zaubersprüche aus Harry Potters magischer Welt. Doch mit Zauberei hat die neue POLYGIS-Generation wenig zu tun, die hinsichtlich Oberfläche, Benutzerführung und Funktionalität in der Tat neue Maßstäbe setzt. Zugrunde liegt vielmehr eine ausgeklügelte Systemarchitektur, in der die vorhandenen Funktionen von POLYGIS optimal genutzt werden können.

Wünsche der Anwender finden hier ebenso ihren Niederschlag wie zahlreiche ehrgeizige Entwicklungsziele der Hersteller: Für eine bessere Übersicht und vereinfachte Installation von POLYGIS sollen alle Dienste (Services) in Funktionsgruppen darstellbar sein. Um mehr Flexibilität zu erreichen, sollen die Dienste auf den Rechnern in einem Netzwerk frei anzuordnen sein. Dadurch sollen ein Höchstmaß an Leistung und Durchsatz erzielt und die Installation von mehreren hundert POLYGIS-Arbeitsplätzen möglich werden. So steigen die Performance und die Wirtschaftlichkeit von POLYGIS. Web-Anwendungen sollen in ihrem Verhalten den Desktop-Anwendungen ähnlich sein.

Es wurde angestrebt, dass alle Ressourcen in der gleichen Weise von allen Anwendern genutzt werden können. Die Verwaltung soll von einem Arbeitsplatz und bei laufendem System erfolgen können.

Mappen, Projekte und Dienste
Wesentlich für die Erreichung dieser Ziele ist das Organisationskonzept Mappen & Projekte. Die Projekte sind den meisten Anwendern bereits bekannt. Die Mappen fassen zudem unabhängige Projekte zusammen; ein Projekt kann in verschiedenen Mappen benutzt werden. Jede Aktualisierung, etwa der ALK-Daten, steht in allen Mappen zur Verfügung. Anhand der Mappen lassen sich die ersten wichtigen Dienste erläutern: CONDUCTUS verwaltet die Mappen und Benutzerrechte für das ganze System. FUNDUS verwaltet die Projekte. Dieser muss über die Ressourcen der Projekte sowie über die spezifische Ausprägung der Daten für den Benutzer (z.B. Ebenen) Kenntnis haben. Er kann im System mehrmals vorhanden sein – benutzer- oder auch arbeitsgruppenbezogen. CONDUCTUS führt dann die einzelnen Projekte zusammen. Darüber hinaus verwaltet der CONDUCTUS das Data Dictionary (Felder, Tabellen, Masken, Abfragemanagement), die Rechte über die Plug-ins (externe Funktionsmodule) und die Skripte. Auch die Steuerung der Rasterdaten kann hier zentral für verschiedene Benutzer verwaltet werden.

FUNDUS umfasst neben der zentralen Projekt-Verwaltung das Management der Ebenen und der Projekt bezogenen Rechte und bietet den physikalischen Zugang zu den Geodaten (PARATUS). Der APPARATUS steuert über die Skripte das Data Dictionary, die Projekte, die Mappen und die Rechte die Ausführung der Anwendung. Seine Funktion umfasst die bisherigen Grundkomponenten: GIS-Framework und Application-Framework. Zum GIS-Framework gehörte die Bildschirm- und Druckerdarstellung der Geodaten auf dem Bildschirm sowie die Konstruktion von Geodaten; zudem stellt es die umfangreichen geometrischen und mathematischen Funktionen für die Bearbeitung zur Verfügung.

Weitere Zusatzmodule können über Plug-ins zugeschaltet werden. Das Application-Framework steuert Skripte (Anwendungen) bei der Ausführung von Dialogen, interpretiert die Fachdatenlogik und stellt über den PARATUS die Verbindung zu den SQL-Datenbanken her. Der Lizenzserver FACULTAS prüft die Lizenzrechte aller Komponenten im System. Er erlaubt während der Laufzeit des Systems weitere Rechte zu vergeben oder zu verweigern. Der APPARATUS entspricht am ehesten dem POLYGIS der Vorgängerversionen – ein Vergleich, der zeigt, wie sehr der Funktionsumfang und die Architektur von POLYGIS gewachsen sind.

Intranet und Internet
Sollen Informationen auch über das Web bereitgestellt werden, bedient sich der FUNDUS des WEBMAPSERVICES, der dem Internet-Benutzer nahezu alle gewohnten Funktionalitäten von POLYGIS bereitstellt.

Dieser Dienst stellt gleichzeitig den Zugang zu den Geodaten im Sinne des OGC Standards WMS zur Verfügung. Ohne zusätzliche Programme kann von einem Standardbrowser in einfacher Weise auf die Geodaten zugegriffen werden. Ein weiteres Web-Interface steht für ausführliche Auskünfte und Recherchen im POLYGIS zur Verfügung. Dieses Interface ist sehr viel umfangreicher, als dies zurzeit auf der Basis von WMS (Version 1.1.2) möglich ist. Das POLYGIS-Web-Interface ist mittels POLYGIS-Web-Explorer oder über einen Standard-Browser anzusprechen.