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Aufbau einer kommunalen Straßendatenbank in der Stadt Schmalkalden
Die Straße als Imageträger

Die Befliegung war Voraussetzung für die fotogrammetrische Auswertung der Straßendaten
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Wer den historischen Stadtkern der knapp 18.000 Einwohner zählenden Fachwerkstadt Schmalkalden
im Südwesten des Thüringer Waldes besuchen
möchte, wird seinen Weg über das 165 Kilometer
lange Straßennetz nehmen. Was für jeden Bürger selbstverständlich erscheint, ist wichtiger Bestandteil der Infrastruktur und positiver Imageträger
einer Stadt.Straßen, Wege und Plätze sind öffentliche Räume, die das Bild einer Stadt prägen. Auf ihnen verläuft der Weg zur Schule, zum Arbeitsplatz und zur Wohnung. Hier wird eingekauft, kommuniziert und sogar gespielt. Sie müssen den einwandfreien
Verkehrsfluss des motorisierten Verkehrs und für Fußgänger gewährleisten. All diese Tatsachen unterstreichen die unterschiedlichen Verkehrs- und Versorgungsfunktionen des kommunalen Straßen netzes. Um diese Funktionsvielfalt zu sichern, benötigt die Kommune Jahr für Jahr viel Geld und zugleich ein effektives Straßenmanagement.
Gründe für eine Straßendatenbank
Voraussetzung für ein effektives Straßenmanagement
war für die Stadt Schmalkalden der Aufbau einer Straßendatenbank mit der POLYGIS-Fachschale
KSIB – einem intelligenten Planungswerkzeug.
Gründe für den Einsatz gab es zur Genüge: Wie in vielen Kommunen galt es auch in Schmalkalden,
die ohnehin schon knappen Mittel für den Straßenbau bestmöglich einzusetzen, und die Haushaltsplanung für diesen Bereich zu optimieren.
Die Mitarbeiter des Sachgebietes Tiefbau- und Grünflächen sollten mit der Straßendatenbank ein zuverlässiges Arbeitsmittel an die Hand bekommen,
das ihnen aktuelle, auf Knopfdruck schnell verfügbare Informationen über den Straßenbestand und -zustand liefert. Ziel für die politischen Entscheidungsträger
war es, thematische Karten über die herrschenden Straßenzustände zu erzeugen, um eine objektive Entscheidungshilfe zu haben. Darüber
hinaus sollten die erfassten Daten Grundlage für die Aufstellung der Eröffnungsbilanz im Rahmen
des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) bilden.
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Baden-Württemberg: Gemeinde Glottertal
Bayern: Stadt Leutershausen; VGem. Schillingsfürst
Brandenburg: Stadt- und Überlandwerke Lübben; Amt Elsterland;
Amt Ortrand
Hessen: Wasserbeschaffungsverband Usingen; Gemeinde Brechen; Ingenieurbüro Grandpierre, Idstein
Rheinland-Pfalz: VGem Mendig; IPR Consult, Neustadt; IGEO, Oberlahr
Saarland: Ingenieurbüro Loos und Zimmer, Homburg
Sachsen: Stadt Mittweida
Thüringen: Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel; VGem. Probstzella-Lehesten-Marktgölitz; VGem. Ranis-Ziegenrück; Stadt Neuhaus am Rennweg; Stadt Heilbad Heiligenstadt
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Die Projektrealisierung
Da es in der Stadt Schmalkalden nur unzureichende,
veraltete Vektordaten im Themenbereich Straße gab, entschloss man sich zur Beauftragung einer Befliegung im April 2004 im Maßstab 1:3.400. Diese war Voraussetzung für die anschließende fotogrammetrische Auswertung der Straßendaten durch die Firma STEREOKART Ing. Büro Volker Zirn. Bereits im Dezember 2004 konnte in Zusammenarbeit
mit der Firma LEHMANN + PARTNER GmbH aus Thüringen der Netzentwurf erstellt werden. Dieser bildete die Arbeitsgrundlage für die in 2005 durchgeführte Bestands- und Zustandserfassung.
In einem Zeitraum von nur acht Wochen haben drei Mitarbeiter der LEHMANN + PARTNER
GmbH die Bestands- und Zustandserfassung sowie die Eingabe und die Referenzierung von ca. 17.500 Datensätzen in die Fachschale POLYGIS-KSIB realisiert. Von städtischer Seite waren noch ca. 12 Wochen notwendig, um die Flächendigitalisierung
einschließlich der Eingabe der Zustandsnoten
und ihrer Referenzierung sowie die Anbindung der Fotodokumentation durchzuführen. Seit Mitte Oktober verfügt die Stadt Schmalkalden insbesondere
das Bauamt über eine leistungsfähige
Straßendatenbank zur optimalen Verwaltung des städtischen
Straßennetzes.
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