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POLYGIS in der Anwendung bei den Stadtwerken St. Wendel
Geht nicht gibt’s nicht!

Die Wendelinusbasilika liegt im Herzen von St. Wendel und ist mit der hohen Haube des Westturms weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt.
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„Geht nicht gibt’s nicht“ - mit diesem Satz fasst Frank Selgrath, GIS-Verantwortlicher bei den Stadtwerken St. Wendel, die Anforderungen an POLYGIS in seinem Unternehmen zusammen. „Selbst die komplexen GIS-spezifischen Anforderungen
der Bundesnetzagentur können wir dank POLYGIS wirkungsvoll unterstützen."
Als die Stadtwerke St. Wendel im Herbst 2003 begannen, das Stromnetz digital zu erfassen, hatte
man sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollten so schnell wie möglich das komplette Stromleitungsnetz im GIS haben“, erinnert sich Projektleiter Frank Selgrath an die damalige Herausforderung.
Und tatsächlich: bereits im Herbst 2005 lag das Netz mit insgesamt fast 500 km Nieder- und Mittelspannungskabel, -freileitung, 290 km Beleuchtungskabel und -freileitungen, über 400 Stationen und Kabelverteilerschränke sowie 10.000 Hausanschlüssen vollständig digital
in POLYGIS vor. „Wir haben es nicht nur in Rekordzeit geschafft, die Netzdokumentation vollständig
zu realisieren - zusätzlich haben wir noch die komplette Topographie eingemessen und ins System übernommen. Das war schon spektakulär“, erläutert Selgrath mit berechtigtem Stolz. „Ohne POLYGIS wäre das nicht möglich gewesen. In meiner langen beruflichen Laufbahn habe ich noch kein System gesehen, mit dem die Verarbeitung von Massendaten so einfach, unkompliziert und schnell funktioniert“, versichert er.
Messbarer Nutzen
Seit Herbst 2005 arbeiten die Stadtwerke St. Wendel nun schon mit dem vollständigen Datenbestand und erzielten in der kurzen Zeit bereits erheblichen Nutzen. So konnte beispielsweise der Arbeitsaufwand
für Planauskünfte um weit mehr als die Hälfte
reduziert werden. „Wir erhalten pro Monat etwa 100 Planauskunftsanfragen. Seit wir mit POLYGIS arbeiten und diese Anfragen per Internet und E-Mail direkt aus POLYGIS heraus beantworten können,
hat sich unser Aufwand mindestens halbiert“, gibt Selgrath gerne zu Protokoll.
Doch auch im Bereich der Schadenserfassung und Instandhaltung haben sich messbare Vorteile durch POLYGIS ergeben. Mittlerweile sind alle Stationen,
Trafos, Schaltanlagen, Kabelverteilerschränke, Leuchten und Masten innerhalb einer Betriebsmitteldatenbank
in POLYGIS erfasst. „Eigentlich haben wir jetzt schon die komplette Betriebsmittelwartung
über POLYGIS abgebildet“, berichtet Selgrath, „und damit ist das System für uns zu einem zentralen Instrument der Anlagenverwaltung
geworden. Für unsere Netzmeister gehört es zum selbstverständlichen Arbeitsalltag.“

„Bislang haben wir mit POLYGIS und dem Team von SWBB noch jedes Problem gelöst“, sagt der GIS-Verantwortliche Frank Selgrath.
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Desweiteren wurden vom zuständigen Netzmeister Frank Trapp ein Großteil der Schaltschemata zu den rund 200 Transformatorstationen und etwa 250 Kabelverteilerschränken in POLYGIS akribisch und bis ins Detail erfasst. Damit kann bereits jetzt mit POLYGIS eine Netzverfolgung über fast das gesamte Versorgungsgebiet erfolgen. Auch hier ist POYGIS zu einem wichtigen Instrument für den Netzbetrieb und den Bereitschaftsdienst vor Ort geworden.
Und eine weitere Anforderung wird dank der vollständigen
Datenerfassung im POLYGIS der Stadtwerke
St. Wendel mittlerweile schnell und exakt unterstützt: der aufwendige, GIS-spezifische Teil der Berichte an die Bundesnetzagentur. Diese fordert
von den Stadtwerken beispielsweise detaillierte Informationen über Kapazitäten, Netzabschaltungen
und Störungen, das heißt zum Beispiel die Dauer von Abschaltungen sowie die Anzahl aller von der Abschaltung betroffenen Hausanschlüsse. „Für uns mit POLYGIS kein Problem mehr. Die vom Monteur in einem Schaltbuch dokumentierten
abgeschalteten Stromkreise werden in POLYGIS
markiert und per Netzverfolgung ausgewertet, somit können alle betroffenen Leitungsteile sowie Hausanschlüsse angezeigt und ermittelt werden“, so Selgrath.
Spartenübergreifender Einsatz
Seit 2004 haben die Stadtwerke St. Wendel GmbH u. Co. KG auch den Betrieb des lokalen Gasnetzes von der energis GmbH, dem Regionalversorger, übernommen. „Mit dem Jahreswechsel 2007 gilt es, die Daten dieses Gasnetzes nach POLYGIS zu übernehmen und eigenständig zu verwalten. Dazu müssen die Daten aus dem energis-eigenen System nach POLYGIS migriert werden“, beschreibt Selgrath
die Herausforderung. „Eine erste Testmigration,
die wir bereits durchgeführt haben, lässt uns den anstehenden Aufgaben positiv entgegensehen.“ Natürlich sind noch letzte Detailabstimmungen vorzunehmen, doch Selgrath geht davon aus, dass die Datenmigration von POLYGIS ohne Probleme in kurzer Zeit abgeschlossen werden könne. Anfang 2007 werden neben den Daten des Stromnetzes auch die der rund 120 km Nieder- und Mitteldruckgasleitungen
sowie der rund 4.000 Hausanschlüsse
im System vorliegen.
Der Datenserver steht im Rathaus

Netzmeister Frank Trapp hat die Schaltschemata zu den Transfor-matorstationen und Kabelverteilern in POLYGIS erfasst.
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Besagtes System wird in St. Wendel zwischenzeitlich
gemeinsam von der Stadt, dem Abwasserwerk und den Stadtwerken betrieben. Auf dem Server im Rathaus der Stadt liegt der komplette Datenbestand der beteiligten Partner und wird gemeinsam verwaltet
und genutzt. “Am Anfang war ich natürlich skeptisch, da wir ja unsere Daten aus der Hand geben mussten. An den Daten hängt man ja ganz besonders“, gibt Frank Selgrath rückblickend zu. “Inzwischen ist offensichtlich, dass wir alle profitieren“.
Insbesondere die neue POLYGIS-Version habe dazu beigetragen, Synergien zu nutzen: „Viele
verschiedene Projekte können parallel angelegt und verwaltet werden“, berichtet Selgrath aus der Praxis. „Das unterstützt den Gemeinschaftsbetrieb enorm.“
Der gemeinsame Betrieb eines Datenservers, der in St. Wendel seit diesem Jahr Realität geworden ist, ist ein Beispiel für vorausschauende Planung und effektive GIS-Nutzung. Die gewonnenen Effizienzvorteile
wollen die Stadtwerke St. Wendel künftig noch weiter ausbauen. Ein konkreter Zukunftsplan
ist die mobile Datennutzung weiter auszubauen
und voranzubringen. Hier sollen gezielte Investitionen in mobile Hard- und Software schon bald den Außendienstmitarbeiter befähigen, etwa Instandhaltungsdaten, Wartungen oder Schäden via Notebook direkt an der Baustelle oder am Hausanschluss
zu erfassen und zu bearbeiten.
Weiterhin soll eine Kopplung zu einem Netzberechnungsprogramm
zur Berechnung von Stromnetzen
erfolgen, wo die POLYGIS-Netzdaten als Berechnungsgrundlage genutzt werden sollen.
„Der Einsatz von POLYGIS und die Zusammenarbeit
mit dem Team von SWBB lässt uns den zukünftig anstehenden Aufgaben positiv entgegenblicken.
Die Flexibilität des Systems und dessen Ausbaufähigkeit
wird uns in die erfolgreiche Zukunft begleiten!“,
dessen ist sich Frank Selgrath sicher.
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