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Liebe vis à gis-Leser,
beinahe wären wir nach der INTERGEO in München wieder in unser Tagesgeschäft abgetaucht. Die INTERGEO, eine Pflichtveranstaltung für Hersteller? Doch da hat der Herausgeber der „Business
Geomatics“ in der letzten Ausgabe einen bemerkenswerten Artikel über seine Wahrnehmung der INTERGEO veröffentlicht. Zurück zum Tagesgeschäft? Nein! Wir haben über diese Wahrnehmung nachgedacht und waren verblüfft, dass wir eigentlich die gleichen Einschätzungen hatten. Nur haben wir die INTERGEO immer als etwas Unvermeidliches, Notwendiges, ja als Pflichtveranstaltung
für einen aufrichtigen GIS-Hersteller angesehen.
Namhafte Hersteller fehlten auf der INTERGEO, und die Besucherzahlen sind laut „Business
Geomatics“ zurückgegangen. Die Messe habe keine Innovationen gezeigt. Vielmehr renne die GIS-Branche den Innovationen der IT-Industrie hinterher. Die Selbstwahrnehmung für die eigene Industrie in ihrer Marktbedeutung sei nicht ausgeprägt. Ja man zweifle sogar daran, dass es sich um ein eigenes Marktsegment mit eigenen Marktmechanismen handelt.
Bis auf die Einschätzung zum Markt war das auch nach kurzem Nachdenken unser zur Tatsache gewordenes Gefühl. Die INTERGEO ist bestenfalls ein soziales Ereignis. Jedes Jahr trifft man dort die gleichen Anbieter, Besucher und Institutionen, aber das gewährleistet unser Anwendertreffen in gleicher, wenn nicht sogar in besserer Form und vor allem intensiver und näher am Kunden.
Aber was soll das Gejammer über eine Industrie, die sich nicht organisieren kann. Als Einzelunternehmen sind wir durchaus davon überzeugt, für unsere Kunden Gutes zu leisten, und darauf kommt es an. Aber die Frage bleibt, ob wir aus purer Gewohnheit weiterhin an der teuren INTERGEO
teilnehmen müssen. Das Geld dafür könnte für unsere Kunden besser eingesetzt werden.
Was wir als Einzelunternehmen leisten, darüber wollen wir auch mit dieser Ausgabe der vis à gis wieder Rechenschaft ablegen und zum Beispiel auf den Anwenderbericht über die Stadtwerke St. Wendel verweisen. Der Kunde bestätigt die Wirtschaftlichkeit seiner Lösung: Berichterstattung an die Bundesnetzagentur (BNetzA) automatisiert, gemeinsamer wirtschaftlicher Einsatz des Systems für die Stadtverwaltung und die Stadtwerke. Darüber hat man schon viel geredet - hier wird es gemacht.
Ferner sind wir mit KSIB auf Tour gegangen und haben eine Road-Show gemacht. Über die Erfahrungen
und die Neuerungen von KSIB werden wir Ihnen berichten.
Dass ein Straßenmanagement sich auch für ein Stadtwerk lohnt, zeigt ein Interview mit den Stadtwerken
Brilon.
Weiter geht es mit unserer Fortsetzung über die neuen technischen Funktionen in POLYGIS und einer Darstellung darüber, wie man mit POLYGIS und den geeigneten Verfahren das Thema NKF (Neue Kommunale Finanzmodelle) effizient vorbereiten kann.
Das sind alles hautnahe Erfahrungen. Auf der INTERGEO kann man so etwas nicht vermitteln.
Viel Spaß beim Lesen und alles Beste!
Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2007!
Ihr
Lothar Bubel
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