n:t:r software realisiert mobiles GIS für die Stadt Usingen
Mobiles Baummanagement mit POLYGIS

Die Stadt Usingen ist 1972 im Zuge
der Gebietsreform entstanden.
Die zu ihr gehörenden Stadtteile
können auf eine traditionsreiche
Vergangenheit zurückblicken.
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Was ist der typische GIS-Arbeitsplatz?
Diese Frage ist angesichts
der Vielzahl tatsächlicher und
möglicher Anwendungen geografischer
Informationssysteme heute
kaum noch eindeutig zu beantworten.
Längst wird räumliche Datenverwaltung
in Kommunen nicht
mehr nur in den klassischen Bereichen
Liegenschaften und Planung
genutzt, sondern zunehmend auch
in Arbeitsbereichen, bei denen häufige Außeneinsätze
an wechselnden Standorten zum Tagesgeschäft
gehören. In der Konsequenz müssen auch
die Systeme, die öffentliche Aufgaben wirksam
unterstützen sollen, mobil werden. In der Stadt
Usingen im hessischen Hochtaunus-Kreis brachte
Ulrich Gessner gemeinsam mit der n:t:r software
die POLYGIS-Fachanwendung Baum auf die Straße
– oder genauer: zu den städtischen Bäumen.
Dort nutzt der Dipl.-Forstingenieur im Bauamt
seit wenigen Monaten eine mobile webbasierte
POLYGIS-Anwendung für die Dokumentation
und Verwaltung des städtischen Bestandes von
insgesamt über 3000 Bäumen.
Zu schade für's Büro
"POLYGIS Baum ist ein tolles Werkzeug, aber
Werkzeuge muss man zur Arbeit mitnehmen!"
Diese lapidare Erkenntnis reifte bei Ulrich Gessner
schon vor rund zwei Jahren, als man im Usinger
Bauamt nach zahlreichen anderen POLYGIS-Fachapplikationen
auch die Fachschale Baum anschaffte
und mit der Datenaufnahme für das Baumkataster
begann. Fachlich war Gessner absolut überzeugt:
"POLYGIS Baum hält schon umfangreiche Parameter
für die Erfassung und Pflege aller notwendigen
Sachdaten vor: Alter, Höhe, Wuchs, Zustand von
Krone, Stamm und Wurzelräumen, durchgeführte
Pflege- und Schutzmaßnahmen etc. – und all das
kann auch noch historisch betrachtet werden.

Dank mobiler GIS-Unterstützung spart Ulrich Gessner heute Zeit und Ressourcen.
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Darüber
hinaus bietet die Anwendung viele sehr sinnvolle
Auswertungsmöglichkeiten und kann natürlich
mit allen anderen GIS-Daten verschnitten werden,
was die Einsatzbereiche noch erweitert. Dazu
ist das System schnell, leistungsfähig und auch von
Nicht-Fachleuten ganz einfach zu bedienen. Das
Problem: Trotz dieser professionellen GIS-Unterstützung
marschierte Gessner nach wie vor mit
einem dicken Ordner voller Listen ins Feld, erfasste
die Baumbestände und aktuellen Zustandsdaten
und übertrug diese dann im Büro in den Rechner.
Mobiles GIS halbiert die Kosten
Gemeinsam mit der n:t:r software aus Heidesheim
machte sich der findige Ingenieur daran, diese
Prozesse zu verbessern und hatte Erfolg: Dank der
besonderen Spezifika von POLYGIS und des hohen
Engagements seiner Partner bei n:t:r konnte in
kurzer Zeit eine mobile Lösung aufgesetzt werden,
die sich hinsichtlich ihrer Qualität und Wirtschaftlichkeit
bewährt. Heute führt er die regelmäßigen
Baumsicherheitskontrollen nach der FLL-Richtlinie
vor Ort mit einem robusten, leistungsfähigen Militär-
Notebook durch. "Die Hardware,
die sich für unsere Anforderungen
optimal eignet, ist eigentlich
sehr teuer, aber ich konnte sie
für das Bauamt gebraucht besorgen",
berichtet Gessner.
Über den Citrix Web Client und
eine UMTS-Karte greift er im Feld
direkt auf den zentralen Server des
Kreises zu, wo auch POLYGIS mit
den entsprechenden Fachanwendungen
liegt. Die erfassten Daten
fließen somit direkt ins GIS und
sind immer topaktuell. Umgekehrt kann Gessner bei seinen Begehungen unmittelbar
auf alle vorhandenen Bestandsinformationen
zugreifen und sich vor Ort einen vollständigen
Überblick über den Handlungsbedarf verschaffen.
Hierfür hat n:t:r sogar eine besondere Warnfunktion
programmiert. "Je nach Situation vor Ort sind
längerfristig bekannte Probleme an einem Baum,
die zum Beispiel bei einer Messung im Vorjahr
festgestellt wurden, nicht immer unmittelbar zu
sehen. Jetzt erkenne ich auf den ersten Blick, ob
eine Schädigung oder eine Untersuchung aus den
Vorjahren vorliegt."
Das Thema Netzabdeckung, das am Arbeitsplatz
von Ulrich Gessner – hügeliges Gelände mir potenziell
hoher Abschattung durch Bäume – durchaus
zum Problem werden kann, wurde nach ersten
Startschwierigkeiten erfolgreich gelöst: Ein erster
Anbieter konnte die geforderte Abdeckung der
Stadt nicht leisten. Glücklicherweise aber fand sich
mit Vodafone ein Anbieter, der für das geforderte
Gebiet nahezu eine volle Netzabdeckung bieten
konnte. Der Test mit einer zur Verfügung gestellten
UMTS-Karte entsprach den Erwartungen, so dass
dann auch alle technischen Voraussetzungen nicht
nur theoretisch, sondern auch eigens getestet vorlagen.
„Unsere Not hat uns tatsächlich erfinderisch
gemacht“, sagt Gessner heute.
n:t:r software
Egstedterstr. 5a
55262 Heidesheim am Rhein
Tel.: 06132-89879-0
Fax: 06132-89879-90
www.ntr-software.de
Stadt Usingen
(Hochtaunuskreis)
Fläche: 55,83 km²
Bevölkerung: 13.328 Einwohner
Wilhelmjstraße 1
61250 Usingen
Tel.: 06081/1024-0
Fax: 06081/1024-9060
www.usingen.de
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All dies schafft erheblichen Mehrwert, bedenkt
man die vielfältigen Aufgaben und Verpflichtungen
der Kommune im Zusammenhang mit dem öffentlichen
Baumbestand. Er ist Vermögenswert sowie
wesentlicher Bestandteil einer nachhaltig lebenswerten
Stadtumwelt und in dieser Eigenschaft zu
pflegen und zu erhalten – natürlich in Abstimmung
mit anderen städtischen Bau- und Sanierungsprojekten.
Gleichzeitig haftet die Stadt für die Sicherheit
ihrer Bäume und muss insofern potenziellen
Gefahren, etwa durch herabfallende Äste oder
umstürzende Stämme, sehr sorgfältig vorbeugen.
Vor diesem Hintergrund hat sich die "Mobilisierung"
von POLYGIS gelohnt. Die Arbeitsabläufe
sind hocheffizient geworden, die vorhandenen
Daten sind stets auf einem aktuellen und einheitlichen
Stand, kurz: das Bauamt in Usingen ist bei
der Bewältigung dieser wichtigen Aufgabe leistungsfähiger
geworden. Und günstiger, denn nach
Berechnungen von Ulrich Gessner kann die Kommune
die Baumkontrollen inzwischen für rund die
Hälfte der Kosten durchführen, die ein externer
Dienstleister für die Aufgabe berechnen würde.
Ein Konzept mit Zukunft
Bei diesen Erfolgen verwundert es nicht, dass man
in Usingen bereits weiter denkt. Ulrich Gessner,
der aktuell noch dabei ist, die breiten Erfassungsmöglichkeiten
für seine Bestandsdaten mit Leben
zu füllen, schaut über den Tellerrand. Er kann sich
des Eindrucks nicht erwehren, dass auch Kollegen
in anderen Fachbereichen des Bauamts eine mobile
Lösung sehr sinnvoll fänden. "Mein Rechner wird
gerne mal ausgeliehen", stellt er fest. Ob im mobilen
oder stationären Einsatz – besondere Potenziale
liegen natürlich auch in Usingen in der weiteren
Vernetzung der existierenden POLYGIS-Anwendungen
und den darin enthaltenen Daten. Viele
Fachwendungen sind bereits im Einsatz oder auf
der Planungsliste. Diese zu verbinden und breit zu
nutzen, steht als nächstes auf der Agenda. "Wenn
mein Kollege mit der Fachanwendung Kanal eine
Sanierung plant und mein Baumkataster darüber
legen kann, sieht er sofort, wo ihm gegebenenfalls
etwas im Weg steht", führt Gessner aus. Sein Fazit:
„Wir stehen noch am Anfang, aber wir sehen mehr
und mehr, wie wir aus bestehenden Teilen ein
gemeinsames Ganzes machen können."
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